aditir vai prajākāmaudanam apacat
Aditi, die sich Nachkommen wünschte, kochte einen Reisbrei.
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 7
aditir vai prajākāmaudanam apacat
Aditi, die sich Nachkommen wünschte, kochte einen Reisbrei.
tasyocchiṣṭam āśnāt
Von dessen Rest aß sie.
sā garbham adhatta
Sie empfing einen Keim,
tata ādityā ajāyanta
daraus wurden die Ādityas geboren.
ya eṣa odanaḥ pacyata ārambhaṇam evaitat kriyate
Dass dieser Reisbrei gekocht wird, das wird als ein Ansatzpunkt (ārambhaṇa) gemacht;
ākramaṇam eva
ebenso als ein Tritt (zum Aufstieg).
prādeśamātrīs samidho bhavanti
Die Brennhölzer sind spannenlang;
etāvān hy ātmā prajāpatinā saṃmitas
denn so groß ist der Leib (ātman), der von Prajāpati bemessen ist.
agner vai yā yajñiyā tanūr aśvatthe tayā samagacchata
Die für das Opfer taugliche Gestalt Agnis, mit der vereinigte er sich im Aśvattha-Baum.
eṣāsya ghṛtyā tanūr yad ghṛtam
Dies aber ist seine Ghee-Gestalt, nämlich das Ghee.
yad ghṛtena samidho 'nakti
Dass er die Brennhölzer mit Ghee salbt,
tābhyām evainaṃ tanūbhyām̐ saṃgamayati
damit bringt er ihn (Agni) mit diesen beiden Gestalten zusammen.
nirmārgasyādadhāti
Er legt (das Holz) vom Abgestreiften auf.
apagūrtyā vai vīryaṃ kriyate
Durch Abwehr [?] wird Manneskraft erzeugt;
yan nirmārgasyādadhāti
dass er vom Abgestreiften auflegt,
apagūrtyā eva
das geschieht eben durch Abwehr [?].
saṃvatsaro vai prajananam
Das Jahr ist die Zeugung;
agniḥ prajanayitā
Agni ist der Erzeuger.
tat prajananam
Das (Jahr) ist die Zeugung:
yat purā saṃvatsarād agnau samidha ādadhāti
dass er vor Ablauf des Jahres Brennhölzer in das Feuer legt,
prajananād evainaṃ prajanayitā prajanayati
daraus lässt ihn der Erzeuger aus der Zeugung heraus zeugen.
abhaktartur vai puruṣas
Der Mensch hat keinen Anteil an der (rechten) Jahreszeit;
na hi tad veda yam ṛtum abhijāyate yan nakṣatram
denn er weiß nicht, in welcher Jahreszeit er geboren wird, unter welchem Gestirn (nakṣatra).
yat samidha ādadhāti
Dass er Brennhölzer auflegt,
ya evāsyartur yan nakṣatraṃ tad āpnoti
damit erreicht er eben seine Jahreszeit und sein Gestirn.
ya eṣa odanaḥ pacyate
Dass dieser Reisbrei gekocht wird,
yonir evaiṣa kriyate
damit wird dieser gewissermaßen zum Schoß gemacht.
yat samidha ādhīyante
Dass die Brennhölzer aufgelegt werden,
retas tad dhīyate
damit wird Same eingelegt.
saṃvatsare vai reto hitaṃ prajāyate
Im Jahr wird der eingelegte Same geboren.
yat saṃvatsare paryete 'gnim ādhatte
Dass er, wenn das Jahr um ist, das Feuer anlegt,
prajātam evainam ādhatte
legt er ihn eben als bereits Geborenen an.
dvādaśasu rātrīṣu purādheyās
Vor dem Anlegen (soll man es tun) in zwölf Nächten;
tā hi saṃvatsarasya pratimā
denn diese sind das Abbild des Jahres.
atho tisṛṣv atho dvayor atho pūrvedyur
Oder in drei, oder in zwei, oder am Vortag;
ādheyās tv evāgnim ādadhānena
doch soll der, der das Feuer anlegt, es (nur) zur rechten Anlegezeit anlegen [?].
ādityā vā ita uttamā amuṃ lokam āyan
Die Ādityas gingen als letzte von hier zu jener Welt.
te pathirakṣayas
Sie waren Wegwächter [?];
ta iyakṣamāṇaṃ pratinudante
diese stoßen den, der opfern will, zurück.
uccheṣaṇabhāgā vā ādityās
Die Ādityas haben den Rest zum Anteil.
yad ucchiṣṭena samidho 'nakti
Dass er die Brennhölzer mit dem Rest salbt,
tebhya eva prāvocata
damit hat er ihnen ihren Anteil zugesprochen [?].
tebhya eva procya svargaṃ lokam ārohati ‖
Nachdem er es ihnen zugesprochen hat, steigt er zur Himmelswelt empor.