Quellen der Menschheit

Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 7

Anuvāka 1 Mantras beim Herantreten an die Kälber und Kühe (Ausklang des Milchopfers), mit Anrufungen Agnis und Segenssprüchen für Wohlstand.

ambhas stha

Wasser (Flüssigkeit) seid ihr [Anm.: ambhas n., „Wasser, Nass“; Anrede an die Milchkühe/Milchgefäße?].

ambho vo bhakṣīya

Vom Wasser möge ich von euch genießen.

maho vo bhakṣīya

Von der Herrlichkeit möge ich von euch genießen.

ūrjaṃ vo bhakṣīya

Nahrungskraft möge ich von euch genießen.

rāyaspoṣas stha

Gedeihen des Reichtums seid ihr.

rāyaspoṣaṃ vo bhakṣīya

Gedeihen des Reichtums möge ich von euch genießen.

revatī ramadhvam asmin yonā asmin goṣṭhe

Ihr Reichen, ergötzt euch in diesem Schoß, in diesem Kuhstall.

ayaṃ vo bandhur ito māpagāta

Dies ist euer Verwandter; von hier geht mir nicht fort.

sam̐hitāsi viśvarūpā

Du bist die Zusammengefügte, die Allgestaltige.

ā morjā viśā gaupatyenā prajayā rāyaspoṣeṇa

Komm zu mir mit Nahrungskraft, mit Einzug (Eintritt) in den Herrenstand über Rinder, mit Nachkommenschaft, mit Gedeihen des Reichtums [?].

mayi vo rāyaś śrayantām

In mir sollen sich eure Reichtümer niederlassen.

sahasrapoṣaṃ vaḥ puṣeyam ‖

Tausendfältiges Gedeihen möge ich an euch gedeihen lassen.

saṃpaśyāmi prajā aham iḍaprajaso mānavīḥ |

Ich überblicke die Nachkommenschaft, die Iḍā-Nachkommen (Iḍā-Kinder), die Menschlichen [?],

bahvīr bhavantu no gṛhe ‖

viele sollen sie in unserem Hause werden.

upa tvāgne divedive doṣāvastar dhiyā vayam |

Zu dir, Agni, kommen wir Tag für Tag, abends und morgens, mit Andacht,

rājantam adhvarāṇāṃ gopām ṛtasya dīdivim |

Den Herrschenden über die Opferhandlungen, den Hüter der Wahrheit (des Rechten), den Leuchtenden,

vardhamānam̐ sve dame ‖

den in seinem eigenen Hause Wachsenden.

sa naḥ piteva sūnave 'gne sūpāyano bhava |

Er, wie ein Vater seinem Sohn, o Agni, sei uns leicht zugänglich (ein guter Zugang);

sacasvā nas svastaye ‖

sei uns beigesellt zum Wohlergehen.

agne tvaṃ no antama uta trātā śivo bhavā varūthyaḥ |

Agni, du bist uns der Nächste und auch Retter; sei gnädig, sei unser Schutz(spender),

taṃ tvā śociṣṭha dīdivas sumnāya nūnam īmahe sakhibhyaḥ ‖

dich, Hellstleuchtender, leuchtender, erbitten wir jetzt um Gunst für die Freunde.

vasur agnir vasuśravā acchā nakṣi dyumattamaṃ rayiṃ dāḥ |

Ein Guter (Vasu) ist Agni, ruhmreich an Gütern; komm herbei und gib uns den glänzendsten Reichtum.

sa no bodhi śrudhī havam uruṣyā ṇo aghāyatas samasmāt ‖

Sei du uns aufmerksam, höre den Ruf, schütze uns vor dem Übelwollenden, vor allem [?].

ūrjā vaḥ paśyāmi

Mit Nahrungskraft sehe ich euch an.

ūrjā mā paśyata

Mit Nahrungskraft seht mich an.

rāyaspoṣeṇa vaḥ paśyāmi

Mit Gedeihen des Reichtums sehe ich euch an.

rāyaspoṣeṇa mā paśyata

Mit Gedeihen des Reichtums seht mich an.

iḍās stha madhukṛtas

Iḍās (Labungen) seid ihr, Honigbereiterinnen,

syonā māviśateraṃmadas

angenehm, tretet zu mir ein, ihr Genügendes-Erfreuenden [?].

mayi vo rāyaś śrayantām

In mir sollen sich eure Reichtümer niederlassen.

sahasrapoṣaṃ vaḥ puṣeyam ‖

Tausendfältiges Gedeihen möge ich an euch gedeihen lassen.