agniṃ vai sṛṣṭam agnihotram anvasṛjyata
Dem geschaffenen Agni wurde nämlich das Agnihotra nachgeschaffen.
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 8
agniṃ vai sṛṣṭam agnihotram anvasṛjyata
Dem geschaffenen Agni wurde nämlich das Agnihotra nachgeschaffen.
tasmād agnim āhitam agnihotreṇānūddravanti
Deshalb laufen sie dem angelegten Feuer mit dem Agnihotra nach.
āgneyī sāyam āhutis saurī prātar
Abends ist die Spende für Agni, morgens die für Sūrya.
yad āgneyyā prātar juhuyāt prajananaṃ purastāt pariharet
Wenn er morgens mit der Agni-Spende opferte, würde er die Zeugung nach vorn weg tragen [?].
ayathāpūrvaṃ kuryāt
Er würde es nicht der früheren Ordnung gemäß tun.
pūrṇayā srucā manasā prajāpataye juhoti
Mit vollem Löffel (sruc) opfert er in Gedanken für Prajāpati.
pūrṇaḥ prajāpatiḥ
Voll ist Prajāpati.
prajāpatim evāpnoti
Prajāpati eben erlangt er.
pūrṇo vai prajāpatis samṛddhibhir ūno vyṛddhibhiḥ
Prajāpati ist nämlich voll an Erfolgen, mangelnd an Misserfolgen.
pūrṇaḥ puruṣaḥ kāmair ūnas samṛddhibhiḥ
Der Mensch ist voll an Wünschen, mangelnd an Erfolgen.
pūrṇayaiva pūrṇās samṛddhīr avarunddhe
Mit dem vollen (Löffel) eben gewinnt er volle Erfolge.
ānītā vā anyeṣāṃ devānām̐ smo 'nānītā anyeṣām
Wir sind nämlich von einigen Göttern hergeführt (übernommen), von anderen nicht hergeführt [?].
sam̐sparśenānyeṣāṃ jīvāmas sakāśenānyeṣām
Durch die Berührung mit einigen leben wir, durch die Nähe zu anderen [?].
pṛthivyā vātasyāpāṃ teṣām ānītās smas teṣām̐ sam̐sparśena jīvāmas
Von Erde, Wind und Wasser sind wir hergeführt; durch die Berührung mit ihnen leben wir.
agnes sūryasya divas teṣām anānītās smas teṣām̐ sakāśena jīvāmas
Von Agni, Sūrya und Himmel sind wir nicht hergeführt; durch die Nähe zu ihnen leben wir.
tān evālabdha
Diese eben hat er ergriffen.
ta enam āneṣata
Sie haben ihn (zu sich) hergeführt.
śreyaso vrātasya bhavati
Er wird einer vom besseren Gelübde (Schar) [?].
nāsya manuṣyāḥ pāpavasīyasasyeśate ya evaṃ veda ‖
Über ihn gebieten Menschen nicht als über einen, der schlechter oder besser gestellt wäre [?], wer dies so weiß.
yad ātmanālabheta pramāyukas syāt
Wenn er (sie) mit dem eigenen Selbst ergriffe, so würde er dem Tod verfallen [?].
ājyena cauṣadhībhiś cālabhate
Mit Schmelzbutter und mit Kräutern ergreift er sie.
apramāyuko bhavati
Er wird einer, der nicht vorzeitig stirbt.
ānīto vā eṣa devānāṃ ya āhitāgnis
Hergeführt (aufgenommen) ist nämlich von den Göttern jener, der das Feuer angelegt hat.
adanty asyānnam
Sie essen seine Speise.
pūrṇayā srucā juhoti
Mit vollem Löffel opfert er.
pūrṇayāgnaye 'lam akar
Mit dem vollen hat er Agni Genüge geleistet (ihn zufriedengestellt).
alam asmai bhavati
Er genügt ihm.
oṣadhayaś ca vai vanaspatayaś ca divā samadadhus
Die Pflanzen und die Bäume brachten am Tage (etwas) zusammen [?].
ta ito 'nyat sarvam abādhanta
Sie bedrängten alles andere außer diesem.
sa prajāpatir amanyateme vāvedam abhūvann iti
Prajāpati dachte: „Diese sind wahrlich dies (alles) geworden.“
so 'gnim̐ sṛṣṭvā tam ādhatta
Er schuf Agni und legte ihn an.
tenainān nyabhāvayat
Damit ließ er sie niedergehen (unterlag er sie) [?].
bhrātṛvyasahano vāvaiṣa ādhīyate hutādyāya
Dieser wird eben als Bezwinger des Nebenbuhlers angelegt, zum Essen des Geopferten.
eṣa vā ahutādyo 'lam agnyādheyāya sann anāhitāgnis
Dieser (Mensch) ist nämlich einer, der Ungeopfertes isst, obwohl er zum Anlegen des Feuers fähig ist, ohne angelegtes Feuer [?].
hutam evaitena svaditam atti ‖
Das Geopferte eben, wohlschmeckend gemacht, isst er hiermit.