gharmaṃ na sāman tapatā suvṛktibhir juṣṭaṃ girvaṇase bṛhat |
Erhitzt wie den Gharma (Heißtrank) das Sāman mit guten Preisliedern, das große, das dem Lieder-Liebenden gefällt!
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 8
gharmaṃ na sāman tapatā suvṛktibhir juṣṭaṃ girvaṇase bṛhat |
Erhitzt wie den Gharma (Heißtrank) das Sāman mit guten Preisliedern, das große, das dem Lieder-Liebenden gefällt!
āmāsu pakvam airaya ā sūryaṃ rohayo divi ‖
Das Gekochte hast du in die rohen (Kühe) getrieben; die Sonne ließest du am Himmel aufsteigen.
ā yasmin sapta vāsavā rohanti pūrvyā ruhaḥ |
Auf den (hin) die sieben Vasu-gemäßen (Aufstiege) aufsteigen, die früheren Aufstiege [?],
ṛṣir ha dīrghaśruttama indrasya gharmo atithiḥ ‖
(ist) der Seher, der weithin Berühmteste, Indras Gharma, sein Gast.
indriyāṇi śatakrato yā te janeṣu pañcasu |
Die Indra-Kräfte, Hundertkräftiger, die dir unter den fünf Stämmen zu eigen sind,
indra tāni ta āvṛṇe ‖
Indra, die wähle ich für dich aus.
anu te dāyi maha indriyāya satrā te viśvam anu vṛtrahatye |
Zu deiner großen Indra-Kraft ist (dir) gewährt worden; dir gehört gänzlich alles im Vṛtra-Töten.
anu kṣatram anu saho yajatendra devebhir anu te nṛṣahye ‖
Zu Herrschaft, zu Macht, Verehrungswürdiger, Indra, (gewährten) dir die Götter im Männer-Bezwingen.
indram id gāthino bṛhad indram arkebhir arkiṇaḥ |
Indra haben die Gāthā-Sänger mit dem Brhat (Sāman), Indra die Liedsänger mit Liedern,
indraṃ vāṇīr anūṣata ‖
Indra haben die Stimmen besungen.
eved indraṃ vṛṣaṇaṃ vajrabāhuṃ vasiṣṭhāso abhyarcanty arkaiḥ |
So preisen den Stier Indra, den Keulenarmigen, die Vasiṣṭhas mit Liedern.
sa nas stuto vīravad dhātu gomad yūyaṃ pāta svastibhis sadā naḥ ‖
Gepriesen gebe er uns heldenreich, rinderreich; ihr aber schützt uns stets mit Heilsmitteln.
saṃ yat ta indra manyavas saṃ cakrāṇi dadhanvire |
Als deine Zorneskräfte, Indra, zusammenkamen, als die Räder zusammengefügt wurden [?],
adha tve adha sūrye ‖
da (war es) in dir, da in der Sonne [?].
ā te maha indroty ugra samanyavo yat samaranta senāḥ |
Zu deiner großen Hilfe, Indra, Gewaltiger, (kam es), als die zornerfüllten Heere zusammenstießen:
patāti didyun naryasya bāhvor mā te mano viṣvadryag vicārīt ‖
Der Blitz möge aus den Armen des Mannes fliegen; dein Sinn soll nicht nach allen Seiten auseinanderschweifen.
sthiraṃ manaś cakṛṣe jāta indra veṣīd eko yudhaye bhūyasaś cit |
Festen Sinn hast du gemacht, kaum geboren, Indra; allein stürmtest du zum Kampf, selbst gegen Mehrere.
aśmānaṃ cic chavasā didyuto vi vido gavām ūrvam usriyāṇām ‖
Auch den Stein hast du mit Kraft, Blitzender, gespalten und die Umschließung der rötlichen Kühe erschlossen.
yo jāta eva prathamo manasvān devo devān kratunā paryabhūṣat |
Der, kaum geboren, als erster, der Verständige, der Gott, die Götter durch Willenskraft übertraf,
yasya śuṣmād rodasī abhyasetāṃ nṛmṇasya mahnā sa janāsa indraḥ ‖
vor dessen Ungestüm die beiden Welten bebten durch die Größe seiner Mannhaftigkeit – der, ihr Leute, ist Indra.
indras sutrāmā svavām̐ avobhis sumṛḍīko bhavatu viśvavedāḥ |
Indra, der gute Beschützer, der hilfreiche, sei mit (seinen) Hilfen sehr gnädig, der Allwissende;
bādhatāṃ dveṣo abhayaṃ kṛṇotu suvīryasya patayas syāma ‖
Feindschaft dränge er zurück, Furchtlosigkeit schaffe er; wir wollen Herren guter Manneskraft sein.
tasya vayam̐ sumatau yajñiyasyāpi bhadre saumanase syāma |
In der Huld dessen, des Opferwürdigen, wollen wir sein, auch in (seiner) glücklichen Gesinnung.
sa sutrāmā svavām̐ indro asme ārāc cid dveṣas sanutar yuyotu ‖
Er, der gute Beschützer, der hilfreiche Indra, halte von uns Feindschaft fern, weithin verborgen (?) [?].
am̐homuce prabharemā manīṣāṃ bhūyiṣṭhadāvne sumatim āvṛṇānāḥ |
Dem Aus-der-Bedrängnis-Befreienden wollen wir das Gebet darbringen, dem reichlichst Gebenden, seine Huld erbittend.
idam indra prati havyaṃ juṣasva satyās santu yajamānasya kāmāḥ ‖
Dieses Opfergut, Indra, nimm gnädig an; wahr sollen die Wünsche des Opferherrn werden.
viveṣa yan mā dhiṣaṇā jajāna stavai purā pāryād indram ahnaḥ |
Als (sie) mich durchdrang, die Andacht, die mich gebar, wollte ich Indra preisen, ehe der Tag zu Ende geht [?].
am̐haso yatra pīparad yathā no nāveva yāntam ubhaye havante ‖
Wo er uns aus der Bedrängnis hinüberführt, wie man (auch) einen fahrenden Kahn von beiden Seiten anruft [?].
anavas te ratham aśvāya takṣan tvaṣṭā vajraṃ puruhūta dyumantam |
Die Anavas zimmerten deinen Wagen für das Ross, Tvaṣṭṛ die glänzende Keule, Vielgerufener.
brahmāṇa indraṃ mahayanto arkair avardhayann ahaye hantavā u ‖
Die Brahmanen, Indra mit Liedern erhöhend, ließen ihn wachsen, um die Schlange zu töten.
vṛṣṇe yat te vṛṣaṇo arkam arcān indra grāvāṇo aditis sajoṣāḥ |
Als dem Stier die Stiere dir das Lied sangen, Indra, die Pressteine und Aditi einträchtig,
anaśvāso ye pavayo 'rathā indreṣitā abhyavartanta dasyūn ‖
da wandten sich die rosselosen, wagenlosen Radschienen, von Indra getrieben, gegen die Dasyus [?].
anu tvāhighne adha deva devā madan viśve kavitamaṃ kavīnām |
Nach dir, Schlangentöter, dann, Gott, berauschten sich die Götter alle, den seherischsten der Seher,
karo yatra varivo bādhitāya dive janāya tanve gṛṇānaḥ ‖
als du dem Bedrängten weiten Raum schufst, dem himmlischen Volk und dem Leib, während er (dich) pries [?].
anu dyāvāpṛthivī tat ta ojo 'martyā jihata indra devāḥ |
Nach dir Himmel und Erde – diese deine Kraft; die unsterblichen Götter, Indra, beugen sich (ihr) [?].
kṛṣvā kṛtno akṛtaṃ yat te asty ukthaṃ navīyo janayasva yajñaiḥ ‖
Tu, Täter, das Ungetane, was dein ist; ein neues Lobgedicht bringe hervor durch die Opfer.
abhi prabhara dhṛṣatā dhṛṣanmanaś śravaś cit te asad bṛhat |
Trag kühn vor, kühnen Sinnes; auch dein Ruhm soll groß sein.
arṣantv āpo javasā vi mātaro hano vṛtraṃ jayā svaḥ ‖
Strömen sollen die Wasser, die Mütter, mit Eile auseinander; erschlage Vṛtra, gewinne das Licht (svar).
asmā id u prabharā tūtujāno vṛtrāya vajram īśānaḥ kiyedhāḥ |
Diesem trag (dar), antreibend, der Gebieter, wie viel Verstand besitzend, dem Vṛtra die Keule (?) [?],
gor na parva viradā tiraśceṣyann arṇām̐sy apāṃ caradhyai ‖
wie ein Rindergelenk zerschneide sie quer, (er) wollend, dass die Fluten der Wasser fließen [?].
uta bruvantu jantava ud agnir vṛtrahājani |
Auch sollen die Wesen sagen: Agni, der Vṛtra-Töter, ist aufgestanden,
dhanaṃjayo raṇeraṇe ‖
der Beute-Gewinner in jedem Kampf.
mamāgne varcaḥ ‖
Mein, Agni, ist der Glanz (varcas).
indra kṣatram abhi vāmam ojo 'jāyathā vṛṣabha carṣaṇīnām |
Indra, zu Herrschaft und prächtiger Kraft wurdest du geboren, Stier der Menschen;
apānudo janam amitrayantam uruṃ devebhyo akṛṇor u lokam ‖
den feindselig gesinnten Mann triebst du weg, den Göttern schufst du weiten Raum.
mṛgo na bhīmaḥ kucaro giriṣṭhāḥ parāvata ājaganthā parasyāḥ |
Wie ein schreckliches Wild, umherschweifend, auf dem Berge weilend, kamst du aus der Ferne, der fernsten,
sṛkam̐ sam̐śāya pavim indra tigmaṃ vi śatrūn tāḍhi vi mṛdho nudasva ‖
nachdem du den Speer und die scharfe Radschiene (Waffe) geschärft hast, Indra; zerschlage die Feinde, stoße die Widersacher auseinander.