ahutādo vā etasya purā devās
Die Götter waren früher Nicht-Verzehrer von Opferspenden bei diesem (Opferherrn);
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 8
ahutādo vā etasya purā devās
Die Götter waren früher Nicht-Verzehrer von Opferspenden bei diesem (Opferherrn);
athaitad dhutāda upāvartate
nun aber wendet sich dies (Opfer) zu Verzehrern der Opferspende.
te 'syorjāpakrāmanti
Sie weichen mit der Kraft von ihm weg [?];
ūrjam evāvarunddhe
die Kraft gewinnt er eben (dadurch).
tān eva bhāginaḥ karoti
Eben diese macht er zu Anteilhabern.
yajanty amuṣmiñ juhvaty asmin pacanty amuṣmin
Sie opfern im jenen (Feuer), spenden in diesem, kochen in jenem;
anantarayāyaitasya
zur Lückenlosigkeit dieses (Opfers) [?].
atho vaiśvānaratāyām evainam upātiṣṭhipat
Außerdem ließ er ihn eben im Vaiśvānara-Sein Stellung nehmen [?].
ye vai yajñenāyajantārdhnuvam̐s te
Die, die mit dem Opfer opferten, gediehen;
na vai su vidur iva manuṣyā yajñam
die Menschen aber kennen das Opfer gleichsam nicht recht.
tasmān na sarva ivardhnoti
Darum gedeiht nicht gleichsam jeder.
dakṣiṇāvadbhyām̐ ha sma vai purā darśapūrṇamāsābhyāṃ yajante
Mit den beiden mit Opferlohn (dakṣiṇā) versehenen Darśapūrṇamāsa-Opfern opferten sie einst.
ya eṣa odanaḥ pacyate
Dieser Reisbrei (odana), der gekocht wird –
dakṣiṇām evaitāṃ dadāti
eben diesen Opferlohn (dakṣiṇā) gibt er;
yajñasyarddhyai
zum Gedeihen des Opfers.
iṣṭī vā etena yad yajate
Mit dem, was er opfert, hat er nämlich (nur) das Opfer (iṣṭi) vollbracht;
ya eṣa odanaḥ pacyate tena pūrtī
mit diesem Reisbrei, der gekocht wird, das Verdienst der Spende (pūrta).
eṣa vāveṣṭāpūrtī ya etaṃ pacati ‖
Der ist wahrhaft einer, der Opfer und Spende vollbracht hat (iṣṭāpūrtin), der diesen kocht.
prajāpatir vai devebhyo bhāgadheyāni vyādiśat
Prajāpati wies den Göttern ihre Anteile zu.
yajñam eva so 'manyatātmānam antaragām iti
Er dachte beim Opfer: „Ich habe mich selbst dazwischen (ausgelassen) gelassen [?].“
sa etam odanam apaśyat
Er sah diesen Reisbrei;
tam ātmane bhāgam akalpayat
den bestimmte er sich selbst als Anteil.
prajāpater vā eṣa bhāgas
Dies ist nämlich Prajāpatis Anteil;
mahāntam aparimitaṃ pacet
einen großen, unbemessenen soll er kochen.
aparimitaḥ prajāpatiḥ
Unbemessen ist Prajāpati;
prajāpatim evāpnoti
Prajāpati erlangt er eben.
devāś ca vā asurāś cāspardhanta
Götter und Asuras wetteiferten.
te devāḥ prajāpatim evābhyayajanta
Die Götter opferten Prajāpati selbst zu;
anyo 'nyasyāsann asurā ajuhavus
die Asuras opferten einander in den Mund.
te devā etam odanam apacan
Die Götter kochten diesen Reisbrei;
taṃ prajāpataye bhāgam anuniravapan
ihn streuten sie danach als Anteil für Prajāpati aus.
tam bhāgaṃ paśyan
Als dieser den Anteil sah,
prajāpatir devān upāvartata
wandte sich Prajāpati den Göttern zu.
tato devā abhavan parāsurā abhavan
Daraufhin wurden die Götter (siegreich), die Asuras unterlagen.
ya evaṃ vidvān anvāhāryam āharati bhavaty ātmanā parāsya bhrātṛvyo bhavati
Wer so wissend den Anvāhārya (Reisbrei) herbeibringt, der gedeiht selbst, sein Nebenbuhler unterliegt.
īḍyā vā anye devās saparyeṇyā anye
Die einen Götter nämlich sind zu preisen (īḍya), die anderen zu bedienen (saparyeṇya).
devā īḍyā brāhmaṇās saparyeṇyās
Die Götter sind die zu Preisenden, die Brahmanen die zu Bedienenden.
yajñenaiveḍyān prīṇāty anvāhāryeṇa saparyeṇyān
Durch das Opfer erfreut er die zu Preisenden, durch den Anvāhārya die zu Bedienenden.
tasyobhaye prītā yajñe bhavanti
Beide sind bei seinem Opfer erfreut.
prajāpater bhāgo 'sy ūrjasvān payasvān
Du bist Prajāpatis Anteil, kraftvoll, milchreich.
akṣito 'sy akṣityai tvā
Unvergänglich bist du; zur Unvergänglichkeit (nehme ich) dich.
akṣito nāmāsi
Unvergänglich mit Namen bist du.
mā me kṣeṣṭhāḥ
Schwinde mir nicht!
prāṇāpānau me pāhi
Behüte mir Einatmung und Ausatmung!
samānavyānau me pāhi
Behüte mir Samāna und Vyāna!
udānarūpe me pāhi
Behüte mir Udāna und die Gestalt (rūpa)!
ūrg asi
Kraft bist du;
ūrjaṃ mayi dhehi
Kraft lege in mich!
ā mā gamyās
Komm zu mir!
iti
So (der Spruch).
prajāpatim eva samakṣam ṛdhnoti ‖
Prajāpati fördert er so unmittelbar vor Augen.