agnir vai prāṅ udetuṃ nākāmayata
Agni wollte nicht nach Osten aufgehen.
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 8
agnir vai prāṅ udetuṃ nākāmayata
Agni wollte nicht nach Osten aufgehen.
tam aśvenodavahan
Sie führten ihn mit dem Ross hinauf.
yat pūrvam udavahaṃs tat pūrvavāhaḥ pūrvavāṭtvam
Dass sie ihn vorn hinaufführten, das ist der Vorausfahrer (pūrvavāh), das Vorausfahrer-Sein.
agnir vai prajāpatis tasyāśvaś cakṣur
Agni ist Prajāpati; dessen Auge ist das Ross.
yad aśvaṃ puro nayanti
Dass man das Ross vorausführt,
svam eva tac cakṣuḥ paśyann anūdeti
so geht er sein eigenes Auge sehend hinterher auf.
stomapurogā vai devā ebhyo lokebhyo 'surān prāṇudanta
Die Götter, den Stoma an der Spitze, stießen die Asuras aus diesen Welten.
stomād aśvas saṃbhūtas
Aus dem Stoma ist das Ross entstanden.
yad aśvaṃ puro nayanti
Dass man das Ross vorausführt,
stomapurogā evaibhyo lokebhyo bhrātṛvyaṃ praṇudate
so stößt man, den Stoma an der Spitze, den Nebenbuhler aus diesen Welten.
agniṃ vai jātaṃ rakṣāṃsy adhūrvan
Als Agni geboren war, bedrängten ihn die Rakṣas.
tāny enam abhisamalabhanta
Diese fielen ihn an.
tāny aśvenāpāhata
Diese schlug er mit dem Ross weg.
yad aśvaṃ puro nayanti
Dass man das Ross vorausführt,
rakṣasām apahatyai
dient der Abwehr der Rakṣas.
aśvo vai bhūtvā yajño manuṣyān atyakrāmat
Als Ross geworden überschritt das Opfer die Menschen.
tam etad atikrāmantaṃ manyante
Dieses halten sie für das Überschreitende,
yad aśvam abhyāvartayanti
wenn sie das Ross herumwenden;
yajñam evaitad yajamānam abhyāvartayanti
das Opfer wenden sie damit dem Opferherrn zu.
agnir vā aśvaṃ prāviśat
Agni fuhr in das Ross.
kṛṣṇo bhūtvā so 'trāgacchad yatraiṣa mṛgaśapha iva
Schwarz geworden kam er dorthin, wo dieser gleichsam einen Hirschhuf (mṛgaśapha) hat [?].
tasmād ākramyas
Deshalb ist er zu betreten.
yad aśvam ākramayati
Dass er das Ross auftreten lässt,
tam evāvarunddhe
so gewinnt er eben diesen.
vāstu vā etat
Dies ist nämlich eine Wohnstätte (vāstu),
atho antarhitam iva
und gleichsam verborgen.
tasmān nākramyas
Deshalb ist er nicht zu betreten.
indro vai yatīn sālāvṛkeyebhyaḥ prāyacchat
Indra gab die Yatis den Sālāvṛkas (Wölfen) hin.
teṣām adyamānānām̐ syūmaraśmir ṛṣir aśvaṃ prāviśat
Als sie gefressen wurden, fuhr von ihnen der Ṛṣi Syūmaraśmi in das Ross.
tasmād aśvas svam̐ śakṛd upajighrati
Deshalb beschnuppert das Ross seinen eigenen Mist:
kaccid ṛṣiṃ cāgniṃ ca na nirāsthā3m iti
„Habe ich wohl den Ṛṣi und Agni nicht ausgeworfen?“
agniṃ vai vibhājaṃ nāśaknuvan
Agni konnten sie nicht verteilen.
tam aśvena vyabhajan
Sie verteilten ihn mit dem Ross.
yad aśvaṃ puro nayanti
Dass man das Ross vorausführt,
agner eva vibhaktyai ‖
dient eben der Verteilung Agnis.
yau vāva tā ṛṣiś cāgniś ca te evainaṃ taddevate vibhajatas
Was jener Ṛṣi und Agni sind, diese beiden teilen ihn zu, als deren Gottheiten [?].
aśvo deyaḥ
Ein Ross ist zu geben.
prājāpatyo vā aśvas
Dem Prajāpati gehört nämlich das Ross.
yad aśvaṃ dadāti
Dass er ein Ross gibt,
sarvā evāsya tena devatā abhīṣṭāḥ prītā bhavanti
dadurch sind ihm alle Gottheiten gnädig gestimmt und erfreut.
paramā vā eṣā dakṣiṇā yad aśvas
Das ist nämlich der höchste Opferlohn (dakṣiṇā), das Ross.
yad aśvaṃ dadāti
Dass er ein Ross gibt,
paryāptyai
dient der Vollständigkeit.
vahī deyas
Ein Zugtier (vahin) ist zu geben.
vahino vai paśavo bhuñjanti
Vom Zugtier nämlich haben die Tiere Nutzen [?].
yajño 'gner vahī
Das Opfer ist Agnis Zugtier;
bhunakty enam agnir āhitas
der angelegte Agni schützt ihn [?].
hiraṇyaṃ deyam
Gold ist zu geben,
satejastvāya
zur Glanzhaftigkeit.
śatamānam
Von hundert Maß (śatamāna) [ist es zu geben].
vīraṃ vā eṣa janayati yo 'gnim ādhatte
Einen Helden zeugt nämlich, wer das Feuer anlegt.
śatadāyo vīras
Ein Held ist hundertfach in der Gabe [?].
trim̐śanmāne pūrvayor haviṣor deye catvārim̐śanmānam uttame
Bei den beiden früheren Opfergaben ist Gold von dreißig Maß zu geben, von vierzig Maß bei der letzten.
abhikrāntyai
Zum Fortschreiten (abhikrānti);
abhikrāntena hi yajñasyardhnoti
denn durch Fortschreiten gedeiht man im Opfer.
ātmā vai haviḥ pavitram̐ hiraṇyam
Die Opfergabe ist das Selbst; ein Reinigungsmittel (pavitra) ist das Gold.
sarveṣv evainam̐ haviṣṣu punāti
In allen Opfergaben reinigt er ihn.
agnir vai varuṇānīr abhyakāmayata
Agni begehrte die Varuṇānīs (Gattinnen des Varuṇa).
tasya tejaḥ parāpatat
Sein Glanz fiel herab.
tad dhiraṇyam abhavat
Das wurde Gold.
yad dhiraṇyam upāsyati
Dass er Gold hinlegt,
svenaivainaṃ tejasā samardhayati
so lässt er ihn mit dessen eigenem Glanz gedeihen.
nopāsya punar ādadhīta
Ohne (Gold) hingelegt zu haben, soll man nicht wieder anlegen [?].
grasitam asya niṣkhidati
Das von ihm Verschlungene bricht heraus [?].
kṣodhuko bhavati
Er wird hungrig [?].
agniṃ vai varuṇānīr abhyakāmayanta
Die Varuṇānīs begehrten Agni.
tās samabhavad āpo varuṇānīr
Er vereinigte sich mit ihnen, den Wassern, den Varuṇānīs [?].
yad agne reto 'sicyata tad dharitam abhavat
Was von Agnis Samen ausgegossen wurde, das wurde gelbgrün (harita);
yad apāṃ tad rajatam
was von den Wassern, das (wurde) Silber (rajata).
tasmād dharitarajatābhyām ubhayāhiraṇyas
Daher ist das Gold gewissermaßen zweifach, aus Gelbgrünem und Silbrigem [?].
yad garbhasya śamalaṃ tad durvarṇam
Was des Keimes Schmutz (śamala), das ist das Missfarbene (durvarṇa).
tasmād brāhmaṇena durvarṇaṃ na bhartavyam
Deshalb soll ein Brahmane nichts Missfarbenes tragen.
śamalam̐ hi tat
Denn das ist Schmutz.
hiraṇyam upāsyati
Gold legt er hin;
svenaivainaṃ retasā samardhayati ‖
mit dessen eigenem Samen lässt er ihn gedeihen.