Quellen der Menschheit

Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 8

Anuvāka 9 Agni verlässt diese Welt, verteilt seine Körper auf Vieh, Wasser und Āditya; die drei Opfergaben führen sie zusammen.

agnir vā imaṃ lokaṃ nopākāmayata

Agni mochte diese Welt nämlich nicht.

yad asminn āmaṃ mām̐saṃ pacanti yat puruṣaṃ dahanti yat steyaṃ pacanti tad abhīmaṃ lokaṃ nopākāmayata

Weil man in ihr rohes Fleisch kocht, weil man einen Menschen verbrennt, weil man Gestohlenes kocht, mochte er deshalb diese Welt nicht [?].

sa yad imaṃ lokam upāvartata yā asya yajñiyās tanva āsam̐s tābhir udakrāmat

Als er sich dieser Welt (wieder) zuwandte, ging er mit jenen seiner Körper hinaus, die opferwürdig waren.

tā etāḥ pavamānā pāvakā śucis

Dies sind eben jene: Pavamāna, Pāvaka, Śuci.

tasya yā pavamānā tanūr āsīt paśūm̐s tayā prāviśat

Mit dem Körper, der sein Pavamāna war, drang er in das Vieh ein.

yā pāvakāpas tayā

Mit dem Pāvaka in die Wasser.

yā śucir amum ādityaṃ tayā

Mit dem Śuci in jenen Āditya.

prāṇo vai pavamānaḥ

Der Lebenshauch ist nämlich der Pavamāna.

prāṇena paśavo yatās

Durch den Lebenshauch sind die Tiere gelenkt (gehalten).

yad agnaye pavamānāya

Dass es Agni Pavamāna gilt,

paśūn evāsmai tena yacchati

damit gibt er ihm eben das Vieh.

eṣā vā asya sā tanūr yayā paśūn prāviśad yad idaṃ ghṛte hute pratīvārcir ujjvalati

Dies ist nämlich jener sein Körper, mit dem er in das Vieh eindrang: dass hier, wenn Schmelzbutter geopfert ist, die Flamme gleichsam entgegen aufflammt [?].

eṣā vā asya sā tanūr yayāpaḥ prāviśad yad idam apsu parīva dadṛśe

Dies ist nämlich jener sein Körper, mit dem er in die Wasser eindrang: dass er hier in den Wassern gleichsam ringsum erblickt wurde [?].

yad dhastā avanijya snātvā śrad iva dhatte

Wenn man sich die Hände gewaschen (und) gebadet hat, hält man ihn gleichsam für vertrauenswürdig [?].

ya evāpsv agnis sa evainaṃ tat pāvayati sa svadayati

Der Agni, der in den Wassern ist, eben der läutert ihn dadurch, der macht ihn wohlschmeckend [?].

yad agnaye pāvakāya

Dass es Agni Pāvaka gilt,

sapaśum evainaṃ pāvayati

damit läutert er ihn samt dem Vieh.

eṣā vā asya sā tanūr yayāpaḥ prāviśad yad idaṃ ghṛte hute śoṇam ivārcir ujjvalati

Dies ist nämlich jener sein Körper, mit dem er in die Wasser eindrang: dass hier, wenn Schmelzbutter geopfert ist, die Flamme gleichsam rot aufflammt.

eṣā vā asya sā tanūr yayāmum ādityaṃ prāviśad yad idam upariṣṭād vīva bhāti yaj jyotir iva

Dies ist nämlich jener sein Körper, mit dem er in jenen Āditya eindrang: dass er hier von oben gleichsam glänzt, gleichsam als Licht [?].

āvirbhūtyā eva ghoṣāyaiva ślokāyaiva ruca eva

(dient es) eben dem Offenbarwerden, dem Ruf (Ruhm), dem Lobpreis, dem Glanz.

eṣā vā asya sā tanūr yayāmum ādityaṃ prāviśad yad idaṃ ghṛte hute suvarṇam ivārcir ujjvalati

Dies ist nämlich jener sein Körper, mit dem er in jenen Āditya eindrang: dass hier, wenn Schmelzbutter geopfert ist, die Flamme gleichsam goldfarben aufflammt.

yad etāni havīm̐ṣi nirupyante

Dass diese Opfergaben ausgeschüttet werden,

tā evāsyaitat tanvas saṃbharati

damit sammelt er eben diese seine Körper zusammen.

satanūr evaitat satejā ādhīyate

Mit Körper versehen, mit Glanz versehen wird er (Agni) hierdurch angelegt.

ime vai lokā etāni havīm̐ṣi

Diese Welten sind nämlich diese Opfergaben.

nānābarhīm̐ṣi bhavanti

Sie haben je eigenes Barhis.

nānā hīme lokāḥ pratiṣṭhitāḥ ‖

Denn getrennt stehen diese Welten fest.