Quellen der Menschheit

Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 8

Anuvāka 17 Weitere Indra-, Indrāṇī-, Soma-Pūṣan- und Marut-Verse zum Abschluss des achten Sthānaka.

revatīr nas sadhamāda indre santu tuvivājāḥ |

Reich (an Gütern) sollen uns beim gemeinsamen Rausch bei Indra die Kraftreichen sein,

kṣumanto yābhir madema ‖

mit denen wir, wohlversorgt, uns berauschen mögen.

tā asya namasā sahas saparyanti pracetasaḥ |

Diese (Weisen) dienen seiner Macht mit Verehrung, die Einsichtigen;

vratāny asya saścire purūṇi pūrvacittaye

seine vielen Satzungen haben sie befolgt, damit man vorher Bescheid wisse [?],

vasvīr anu svarājyam ‖

die guten (Satzungen) gemäß der Selbstherrschaft.

indrāṇī patyā sujitaṃ jigāyod am̐śena patividye bibheda |

Indrāṇī hat mit dem Gatten gut gesiegt; mit ihrem Anteil brach sie (es) auf, um einen Gatten zu finden [?].

trim̐śad yasyā jaghanaṃ yojanāny upastha indram̐ sthaviraṃ bibharti ‖

Dreißig Yojanas misst ihr Gesäß; in ihrem Schoß trägt sie den greisen Indra [?].

senā ha nāma pṛthivī dhanaṃjayā viśvavyacā aditis sūryatvak |

„Heer“ ist ihr Name; sie ist Erde, Beutegewinnerin, alles umfassend, Aditi, sonnenhäutig;

indrāṇī prāsahā saṃjayantī mayi puṣṭiṃ puṣṭipatnī dadhātu ‖

Indrāṇī, die Überwältigende, die Mitsiegende, die Gattin des Gedeihens, soll Gedeihen in mich legen.

indrāṇīm āsu nāriṣu supatnīm aham aśravam |

Indrāṇī habe ich unter diesen Frauen als Frau mit gutem Gatten sagen hören;

nahy asyā aparaṃ cana jarasā marate patir

denn ihr Gatte stirbt niemals im Alter,

viśvasmād indra uttaraḥ ‖

(denn) Indra ist über alles erhaben.

nāham indrāṇi rāraṇa sakhyur vṛṣākaper ṛte |

Ich habe keine Freude, Indrāṇī, ohne den Freund Vṛṣākapi,

yasyedam apyam̐ haviḥ priyaṃ deveṣu gacchati

dessen dieses (schützende) Opfergut [?], das liebe, zu den Göttern geht;

viśvasmād indra uttaraḥ ‖

Indra ist über alles erhaben.

prācyāṃ diśi tvam indrāsi rājotodīcyāṃ vṛtrahan vṛtrahāsi |

In der östlichen Himmelsrichtung bist du, Indra, König, und in der nördlichen, Vṛtratöter, bist du der Vṛtratöter;

yatra yanti sravatyas taj jitaṃ te dakṣiṇato vṛṣabho havya edhi ‖

wohin die Flüsse gehen, das ist von dir erobert; von Süden her sei als Stier anzurufen.

asyed eva praririce mahitvaṃ divaḥ pṛthivyāḥ pary antarikṣāt |

Dessen Größe ragt fürwahr über Himmel, Erde und Luftraum hinaus;

svarāḍ indro dama ā viśvagūrtas svarir amatro vavakṣe raṇāya ‖

Indra, der Selbstherrscher, im Haus von allen gepriesen, der Tönende (?), Maßlose, ist zum Kampf gewachsen [?].

tvam indrāsy adhirājas tvaṃ bhavādhipatir janānām |

Du, Indra, bist Oberkönig; du sei Oberherr der Leute;

daivīr viśas tvam utā virājaujasvat kṣatram ajaraṃ te astu ‖

die göttlichen Stämme (regierst) du und (du) Virāj; kraftvoll, alterslos soll deine Herrschaft sein.

yaḥ prāṇataḥ ‖

der (Herr) der Atmenden [Anm.: Anfang eines bekannten Verses, hier nur angedeutet].

somāpūṣaṇā jananā rayīṇāṃ jananā divo jananā pṛthivyāḥ |

Soma und Pūṣan, die Erzeuger der Reichtümer, die Erzeuger des Himmels, die Erzeuger der Erde,

jātau viśvasya bhuvanasya gopau devā akṛṇvann amṛtasya nābhim ‖

als Geborene die Hüter der ganzen Welt, machten die Götter zum Nabel der Unsterblichkeit.

imau devau jāyamānau juṣantemau tamām̐si gūhatām ajuṣṭā |

Diese beiden Götter mögen sich, geboren werdend, erfreuen; diese beiden sollen die unerwünschten Finsternisse verbergen.

ābhyām indraḥ pakvam āmāsv antas somāpūṣabhyāṃ janad usriyāsu ‖

Durch diese beiden, Soma und Pūṣan, hat Indra das Gekochte inmitten der rohen, rötlichen Kühe hervorgebracht.

priyā vo nāma huve turāṇām /(8.17:103.4) ā yat tṛpan maruto vāvaśānāḥ ‖

Lieb ist euer Name, ich rufe (den) der Eilenden, /(8.17:103.4) wenn die brüllenden Maruts satt werden [?].

śriyase kaṃ bhānubhis saṃmimikṣire te raśmibhis ta ṛkvabhis sukhādayaḥ |

Zur Pracht haben sie sich mit Strahlen benetzt, sie mit Zügeln, sie mit Sängern, die schön Schmückenden (?) [?];

te vāśīmanta iṣmiṇo abhīravo vidre priyasya mārutasya dhāmnaḥ ‖

sie, mit Beilen (versehen), ungestüm, unerschrocken, haben den lieben Marut-Sitz gewonnen [?].

indraṃ vo viśvatas pari havāmahe janebhyaḥ |

Indra rufen wir euch zugute von überallher, aus den Völkern.

asmākam astu kevalaḥ ‖

Unser allein soll er sein.

ā no viśvābhir ūtibhis sajoṣā brahma juṣāṇo haryaśva yāhi |

Komm zu uns mit allen Hilfen, einträchtig, das heilige Wort (brahman) genießend, Falbenlenker,

varīvṛjat sthavirebhis suśiprāsme dadhad vṛṣaṇam̐ śuṣmam indra ‖

weiten Raum schaffend [?] mit den Alten, Schönlippiger, in uns legend stierstarke Kraft, Indra.

maruto yad dha vo divas sumnāyanto havāmahe |

Maruts, wenn wir euch vom Himmel her, Gunst begehrend, rufen,

yūyam asmān nayata vasyo acchā nir am̐hatibhyo maruto gṛṇānāḥ |

Führt ihr uns, Maruts, gepriesen, zum Besseren hin, heraus aus den Bedrängnissen;

juṣadhvaṃ no havyadātiṃ yajatrā vayam̐ syāma patayo rayīṇām ‖

nehmt unsere Opfergabe an, Verehrungswürdige; wir wollen Herren der Reichtümer sein.

sa yudhmas satvā khajakṛt samadvā tuvimrakṣo nadanumām̐ ṛjīṣī |

Er, der Kämpfer, der Tapfere, Getümmel-Erregende, im Kampfrausch (?), vielzermalmend, brüllend, Soma-besitzend [?],

bṛhadreṇuś cyavano mānuṣīṇām ekaḥ kṛṣṭīnām abhavat sahāvā ‖

großen Staub aufwirbelnd, der Erschütterer der Menschenvölker, wurde allein unter den Stämmen der Bezwinger.

saṃ yad dhananta manyubhir janāsaś śūrā yahvīṣv oṣadhīṣu vikṣu |

Als die Leute mit Zorn einander schlugen, die Helden, unter den mächtigen Pflanzen und Stämmen [?],

adha smā no maruto rudriyāsas trātāro bhūta pṛtanāsv aryaḥ ‖

da, Maruts, Rudra-Söhne, wurdet ihr uns zu Rettern in den Schlachten vor dem Feind.

endra sānasiṃ rayim̐ sajitvānam̐ sadāsaham |

Komm her, Indra, (bring) den gewinnbringenden Reichtum, den siegreichen, stets bezwingenden,

varṣiṣṭham ūtaye bhara ‖

den erhabensten, bring zum Schutz.

svastaye vājibhiś ca praṇetas saṃ yan mahīr iṣa āsatsi pūrvīḥ |

Zum Heil und mit Siegespreisen, Führer, wenn du zu den großen, vielen Stärkungen gelangst,

rāyo vantāro bṛhatas syāmāsme astu bhaga indra prajāvān ‖

wollen wir Gewinner großen Reichtums sein; bei uns sei Glück (bhaga), Indra, nachkommenreich.

yā vaś śarma śaśamānāya santi tridhātūni dāśuṣe yacchatādhi |

Was für euch an Schutz für den Preisenden da ist, dreifachen, das gewährt dem Spender obendrein;

asmabhyaṃ tāni maruto viyanta rayiṃ no dhatta vṛṣaṇas suvīram ‖

uns diese (Schutzgaben), Maruts, sollen sie erreichen; verleiht uns Reichtum, Stiere, mit guter Manneskraft.

iti śrīyajuṣi kāṭhake carakaśākhāyāmiṭhimikāyāṃ diśasthānakaṃ nāmāṣṭamaṃ sthānakaṃ saṃpūrṇam ‖

Damit ist im heiligen Yajus (śrī-yajuṣ), im Kāṭhaka, in der Caraka-Schule, in der Iṭhimikā, der Diśasthānaka genannte achte Sthānaka vollständig.