revatīr nas sadhamāda indre santu tuvivājāḥ |
Reich (an Gütern) sollen uns beim gemeinsamen Rausch bei Indra die Kraftreichen sein,
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 8
revatīr nas sadhamāda indre santu tuvivājāḥ |
Reich (an Gütern) sollen uns beim gemeinsamen Rausch bei Indra die Kraftreichen sein,
kṣumanto yābhir madema ‖
mit denen wir, wohlversorgt, uns berauschen mögen.
tā asya namasā sahas saparyanti pracetasaḥ |
Diese (Weisen) dienen seiner Macht mit Verehrung, die Einsichtigen;
vratāny asya saścire purūṇi pūrvacittaye
seine vielen Satzungen haben sie befolgt, damit man vorher Bescheid wisse [?],
vasvīr anu svarājyam ‖
die guten (Satzungen) gemäß der Selbstherrschaft.
indrāṇī patyā sujitaṃ jigāyod am̐śena patividye bibheda |
Indrāṇī hat mit dem Gatten gut gesiegt; mit ihrem Anteil brach sie (es) auf, um einen Gatten zu finden [?].
trim̐śad yasyā jaghanaṃ yojanāny upastha indram̐ sthaviraṃ bibharti ‖
Dreißig Yojanas misst ihr Gesäß; in ihrem Schoß trägt sie den greisen Indra [?].
senā ha nāma pṛthivī dhanaṃjayā viśvavyacā aditis sūryatvak |
„Heer“ ist ihr Name; sie ist Erde, Beutegewinnerin, alles umfassend, Aditi, sonnenhäutig;
indrāṇī prāsahā saṃjayantī mayi puṣṭiṃ puṣṭipatnī dadhātu ‖
Indrāṇī, die Überwältigende, die Mitsiegende, die Gattin des Gedeihens, soll Gedeihen in mich legen.
indrāṇīm āsu nāriṣu supatnīm aham aśravam |
Indrāṇī habe ich unter diesen Frauen als Frau mit gutem Gatten sagen hören;
nahy asyā aparaṃ cana jarasā marate patir
denn ihr Gatte stirbt niemals im Alter,
viśvasmād indra uttaraḥ ‖
(denn) Indra ist über alles erhaben.
nāham indrāṇi rāraṇa sakhyur vṛṣākaper ṛte |
Ich habe keine Freude, Indrāṇī, ohne den Freund Vṛṣākapi,
yasyedam apyam̐ haviḥ priyaṃ deveṣu gacchati
dessen dieses (schützende) Opfergut [?], das liebe, zu den Göttern geht;
viśvasmād indra uttaraḥ ‖
Indra ist über alles erhaben.
prācyāṃ diśi tvam indrāsi rājotodīcyāṃ vṛtrahan vṛtrahāsi |
In der östlichen Himmelsrichtung bist du, Indra, König, und in der nördlichen, Vṛtratöter, bist du der Vṛtratöter;
yatra yanti sravatyas taj jitaṃ te dakṣiṇato vṛṣabho havya edhi ‖
wohin die Flüsse gehen, das ist von dir erobert; von Süden her sei als Stier anzurufen.
asyed eva praririce mahitvaṃ divaḥ pṛthivyāḥ pary antarikṣāt |
Dessen Größe ragt fürwahr über Himmel, Erde und Luftraum hinaus;
svarāḍ indro dama ā viśvagūrtas svarir amatro vavakṣe raṇāya ‖
Indra, der Selbstherrscher, im Haus von allen gepriesen, der Tönende (?), Maßlose, ist zum Kampf gewachsen [?].
tvam indrāsy adhirājas tvaṃ bhavādhipatir janānām |
Du, Indra, bist Oberkönig; du sei Oberherr der Leute;
daivīr viśas tvam utā virājaujasvat kṣatram ajaraṃ te astu ‖
die göttlichen Stämme (regierst) du und (du) Virāj; kraftvoll, alterslos soll deine Herrschaft sein.
hiraṇyagarbhas
Der Goldkeim (Hiraṇyagarbha) –
yaḥ prāṇataḥ ‖
der (Herr) der Atmenden [Anm.: Anfang eines bekannten Verses, hier nur angedeutet].
somāpūṣaṇā jananā rayīṇāṃ jananā divo jananā pṛthivyāḥ |
Soma und Pūṣan, die Erzeuger der Reichtümer, die Erzeuger des Himmels, die Erzeuger der Erde,
jātau viśvasya bhuvanasya gopau devā akṛṇvann amṛtasya nābhim ‖
als Geborene die Hüter der ganzen Welt, machten die Götter zum Nabel der Unsterblichkeit.
imau devau jāyamānau juṣantemau tamām̐si gūhatām ajuṣṭā |
Diese beiden Götter mögen sich, geboren werdend, erfreuen; diese beiden sollen die unerwünschten Finsternisse verbergen.
ābhyām indraḥ pakvam āmāsv antas somāpūṣabhyāṃ janad usriyāsu ‖
Durch diese beiden, Soma und Pūṣan, hat Indra das Gekochte inmitten der rohen, rötlichen Kühe hervorgebracht.
priyā vo nāma huve turāṇām /(8.17:103.4) ā yat tṛpan maruto vāvaśānāḥ ‖
Lieb ist euer Name, ich rufe (den) der Eilenden, /(8.17:103.4) wenn die brüllenden Maruts satt werden [?].
śriyase kaṃ bhānubhis saṃmimikṣire te raśmibhis ta ṛkvabhis sukhādayaḥ |
Zur Pracht haben sie sich mit Strahlen benetzt, sie mit Zügeln, sie mit Sängern, die schön Schmückenden (?) [?];
te vāśīmanta iṣmiṇo abhīravo vidre priyasya mārutasya dhāmnaḥ ‖
sie, mit Beilen (versehen), ungestüm, unerschrocken, haben den lieben Marut-Sitz gewonnen [?].
indraṃ vo viśvatas pari havāmahe janebhyaḥ |
Indra rufen wir euch zugute von überallher, aus den Völkern.
asmākam astu kevalaḥ ‖
Unser allein soll er sein.
ā no viśvābhir ūtibhis sajoṣā brahma juṣāṇo haryaśva yāhi |
Komm zu uns mit allen Hilfen, einträchtig, das heilige Wort (brahman) genießend, Falbenlenker,
varīvṛjat sthavirebhis suśiprāsme dadhad vṛṣaṇam̐ śuṣmam indra ‖
weiten Raum schaffend [?] mit den Alten, Schönlippiger, in uns legend stierstarke Kraft, Indra.
maruto yad dha vo divas sumnāyanto havāmahe |
Maruts, wenn wir euch vom Himmel her, Gunst begehrend, rufen,
ā tū na upagantana ‖
so kommt doch zu uns herbei.
yūyam asmān nayata vasyo acchā nir am̐hatibhyo maruto gṛṇānāḥ |
Führt ihr uns, Maruts, gepriesen, zum Besseren hin, heraus aus den Bedrängnissen;
juṣadhvaṃ no havyadātiṃ yajatrā vayam̐ syāma patayo rayīṇām ‖
nehmt unsere Opfergabe an, Verehrungswürdige; wir wollen Herren der Reichtümer sein.
sa yudhmas satvā khajakṛt samadvā tuvimrakṣo nadanumām̐ ṛjīṣī |
Er, der Kämpfer, der Tapfere, Getümmel-Erregende, im Kampfrausch (?), vielzermalmend, brüllend, Soma-besitzend [?],
bṛhadreṇuś cyavano mānuṣīṇām ekaḥ kṛṣṭīnām abhavat sahāvā ‖
großen Staub aufwirbelnd, der Erschütterer der Menschenvölker, wurde allein unter den Stämmen der Bezwinger.
saṃ yad dhananta manyubhir janāsaś śūrā yahvīṣv oṣadhīṣu vikṣu |
Als die Leute mit Zorn einander schlugen, die Helden, unter den mächtigen Pflanzen und Stämmen [?],
adha smā no maruto rudriyāsas trātāro bhūta pṛtanāsv aryaḥ ‖
da, Maruts, Rudra-Söhne, wurdet ihr uns zu Rettern in den Schlachten vor dem Feind.
endra sānasiṃ rayim̐ sajitvānam̐ sadāsaham |
Komm her, Indra, (bring) den gewinnbringenden Reichtum, den siegreichen, stets bezwingenden,
varṣiṣṭham ūtaye bhara ‖
den erhabensten, bring zum Schutz.
svastaye vājibhiś ca praṇetas saṃ yan mahīr iṣa āsatsi pūrvīḥ |
Zum Heil und mit Siegespreisen, Führer, wenn du zu den großen, vielen Stärkungen gelangst,
rāyo vantāro bṛhatas syāmāsme astu bhaga indra prajāvān ‖
wollen wir Gewinner großen Reichtums sein; bei uns sei Glück (bhaga), Indra, nachkommenreich.
yā vaś śarma śaśamānāya santi tridhātūni dāśuṣe yacchatādhi |
Was für euch an Schutz für den Preisenden da ist, dreifachen, das gewährt dem Spender obendrein;
asmabhyaṃ tāni maruto viyanta rayiṃ no dhatta vṛṣaṇas suvīram ‖
uns diese (Schutzgaben), Maruts, sollen sie erreichen; verleiht uns Reichtum, Stiere, mit guter Manneskraft.
iti śrīyajuṣi kāṭhake carakaśākhāyāmiṭhimikāyāṃ diśasthānakaṃ nāmāṣṭamaṃ sthānakaṃ saṃpūrṇam ‖
Damit ist im heiligen Yajus (śrī-yajuṣ), im Kāṭhaka, in der Caraka-Schule, in der Iṭhimikā, der Diśasthānaka genannte achte Sthānaka vollständig.