agner vai bhāgaḥ punarādheyam
Der Anteil Agnis ist nämlich die Wiederanlegung (punarādheya).
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 8
agner vai bhāgaḥ punarādheyam
Der Anteil Agnis ist nämlich die Wiederanlegung (punarādheya).
taṃ bhāgaṃ prepsan vyardhayati
Diesen Anteil zu erlangen suchend, verfehlt er (den Erfolg).
yady ādhāya manyeta vyṛdhyate 'syā iti punar ādadhīta
Wenn er nach der Anlegung meint: „Es ist ihm missglückt“, soll er (es) wieder anlegen.
yaṃ bhāgaṃ prepsan vyardhayati taṃ prāpyārdhayaty eva
Welchen Anteil er zu erlangen suchend verfehlte, den erlangend gedeiht er eben.
sarvam āgneyaṃ kriyate
Alles wird Agni gehörig gemacht.
yad kiṃca sarvam agnaye bhāgaṃ prādāt sarvām ṛdhhim ṛdhnoti
Was auch immer, alles hat er Agni als Anteil gegeben; er erlangt volles Gedeihen.
na saṃbhṛtyās saṃbhārā ity āhur na yajuṣ kāryam iti
„Nicht sind Requisiten (saṃbhāra) zusammenzutragen, nicht ist ein Opferspruch zu machen“, sagen sie.
saṃbhṛtasaṃbhāro hy eṣa kṛtayajus
Denn dieser hat die Requisiten (schon) zusammengetragen, den Opferspruch (schon) gemacht.
tat tan na sūrkṣyam
Das ist nicht zu beachten [?].
saṃbhṛtyā eva saṃbhārāḥ kāryaṃ yajuḥ
Zusammenzutragen sind die Requisiten, zu machen ist der Opferspruch.
punarutsyūtaṃ vāso deyaṃ punarutsṛṣṭo 'naḍvān punarniṣkṛto rathas
Ein wieder zusammengenähtes Gewand ist zu geben, ein wieder freigelassener Stier, ein wiederhergestellter Wagen.
etāni vai punarādheyasya rūpāṇi
Dies sind nämlich die Gestalten der Punarādheya;
rūpair evainat samardhayati
durch die Gestalten lässt er sie gelingen.
agnir vā utsīdann apa oṣadhīr anūtsīdati
Agni, wenn er verlischt, verschwindet den Wassern und Pflanzen nach.
āpa etā oṣadhayo yad darbhās
Die Wasser sind diese Pflanzen, nämlich die Darbha-Gräser;
yad darbhā upolapā bhavanti
dass Darbha-Gräser (und) weiche Ulapa-Gräser (verwendet) werden,
adbhya evainam oṣadhībhyo 'dhyavarunddhe ‖
so gewinnt er ihn eben von den Wassern und Pflanzen her.
devāś ca vā asurāś ca saṃyattā āsan
Götter und Asuras standen im Kampf gegeneinander.
te devā vijayam upayanto 'gnau priyās tanvas saṃnyadadhata
Die Götter, dem Sieg entgegengehend, legten ihre lieben Leiber in Agni nieder.
yadi jayememā upāvartemahi yadi no jayeyur imā abhyupadhāvemeti
„Wenn wir siegen, wollen wir zu diesen zurückkehren; wenn sie uns besiegen, wollen wir zu diesen eilen.“
te 'bhijityānvaicchan sarveṣāṃ nas saheti
Nachdem sie gesiegt hatten, suchten sie (sie): „(Sie sei) für uns alle gemeinsam.“ [?]
so 'gnir abravīd yo mā maddevatyam ādadhātai sa etābhis tanūbhis saṃbhavād iti
Agni sagte: „Wer mich anlegt, mich zur Gottheit habend, der soll sich mit diesen Leibern vereinigen.“
taṃ devā ādadhata
Ihn legten die Götter an;
ta etābhis tanūbhis samabhavan
sie vereinigten sich mit diesen Leibern.
etābhir eva tanūbhis saṃbhavati ya evaṃ vidvān etam ādhatte
Mit diesen Leibern vereinigt sich, wer so wissend ihn anlegt.
tvaṣṭā paśukāma ādhatta
Tvaṣṭṛ legte ihn an, Vieh wünschend;
ta ime tvāṣṭrāḥ paśavas
dies sind diese Tvaṣṭṛ gehörigen Tiere;
tenarddhās
dadurch gediehen sie.
manuḥ puṣṭikāma ādhatta
Manu legte ihn an, Gedeihen wünschend;
sa imān poṣān apuṣyat
er gedieh in diesen Wohlständen;
tenarddhāḥ
dadurch gediehen sie.
prajāpatiḥ prajākāma ādhatta
Prajāpati legte ihn an, Nachkommen wünschend;
tā imāḥ prājāpatyāḥ prajāḥ prājāyanta
diese Prajāpati gehörigen Geschöpfe wurden geboren;
tenarddhās
dadurch gediehen sie.
yo vai tam ādhatta sa tena vasunā samabhavat
Wer ihn anlegte, der vereinigte sich damit mit Gut (vasu).
tasmāt punarvasus
Darum (heißt die Konstellation) Punarvasu (wieder Gut).
tasmāt punarvasā ādheyas
Darum ist er unter Punarvasu anzulegen.
ārdhnod vai sa yas tam ādhatta
Es gedieh nämlich der, der ihn anlegte;
tasmād anūrādhās
darum (heißt die Konstellation) Anūrādhā (dem Gedeihen folgend).
tasmād anūrādheṣv ādheyaḥ ‖
Darum ist er unter Anūrādhā anzulegen.