Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 12

Hymne 12.10 Vaśā: Ursprung und Rechte

rūpam ekaḥ pary abhavad / rājā nāmaika ucyate | / patīrūpasyaiko rūpaṃ / rūpam ekaḥ sukṛtvanām ||

Die eine übertrifft die Gestalt, / ‚König‘ wird der eine als Name genannt; / einer ist die Gestalt des Gattenähnlichen [?], / eine Gestalt [ist] einer der Gutes Getan Habenden.

prajāpatiḥ parameṣṭhī / mṛtyur viśvānaraḥ svaḥ | / sarasvānasyā yajñasya / vaśāyā adhi jajñire ||

Prajāpati, Parameṣṭhin, / Mṛtyu, Viśvānara, Svar, Sarasvant: / aus dieser Vaśā des Opfers / sind sie hervorgegangen.

yasya gṛha ādāyeta / vaśā devakṛtaṃ haviḥ | / nidhānam asyā eṣyaṃ / duhitre patyām iva ||

In wessen Haus die Vaśā aufgenommen wird, / die von den Göttern gemachte Opfergabe: / ihr Depot ist zu erwerben, / wie für die Tochter beim Gatten [?].

nāsyāḥ sakṛd abhi tiṣṭhen / nāsya śloṇā gṛhe syāt | / vaśā kanyeva durmaṅkā- / -apacityā vijānatā ||

Nicht soll er sich einmal über sie stellen, / nicht soll in seinem Haus ein Lahmer sein; / die Vaśā ist wie ein Mädchen, [schwierig ?] (durmaṅkā), / [nur] durch Verehrung von dem Kundigen [zu gewinnen] [?].

naināṃ rakṣed brāhmaṇebhyo / nāmā vi glāpayāti ca | / yatīṃ na pratyāvartayed / yasya goṣu vaśā syāt ||

Er soll sie nicht vor den Brahmanen [zurück]behalten, / und er soll den Namen [?] nicht schwächen; / eine Umherziehende soll er nicht zurückführen, / in wessen Rindern eine Vaśā ist.

nāsyā vaśām ā rundhed / devā manuṣyā uta | / vaśaṃ yad anvaid brahmaṇā / tasmād eṣābhavad vaśā ||

Ihr soll man die Vaśā nicht zurückhalten, / [weder] Götter noch Menschen. / Weil sie dem Willen (vaśa) durch das Brahman folgte, / deshalb wurde sie Vaśā.

vaśaṃ kṛṇvānā vaśinīyam āgan / padaṃ kalyāṇy avapaśyamānā | / aniṣṭyeṣṭim abhijāyamānā / yajñasya mātrām abhikalpamānā ||

Sich [alles] gefügig machend, ist diese Verfügende gekommen, / den Stand als glücklichen erblickend, / … [?] Opfer gebärend, / das Maß des Opfers zurichtend.

indravantas te marutas / turīyaṃ bhejire vaśe | / turīyam ādityā rudrās / turīyaṃ vasavo vaśe ||

Die Maruts, von Indra begleitet, / erhielten das Viertel an der Vaśā; / das Viertel die Ādityas, die Rudras, / das Viertel die Vasus an der Vaśā.

turīya bhāja ādityān / vaśāyāḥ kavayo viduḥ | / athāsyāḥ pathyaikā tanuś / catasraś cakl̥pe diśaḥ ||

Als Viertel-Teilhaber kennen die Weisen / die Ādityas der Vaśā; / und ihr [ist] ein Leib der wegzugehörige, / vier Himmelsrichtungen sind [ihr] zugerichtet [?].

vaśā panthām anv apaśyan / nākapṛṣṭhaṃ svarvidām | / ādityā enām anv āyann / ṛṣayaś ca tapasvinaḥ ||

Die Vaśās sahen den Weg / zum Himmelsrücken der Lichtfinder; / die Ādityas folgten ihr nach / und die Ṛṣis, die Askese-Übenden.