Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 12

Hymne 12.3 Zauber für Empfängnis und Schwangerschaft

yatheyam urvī pṛthivī / vṛddhaiva garbham ādadhe | / evā dadhāmi te garbhaṃ / tasmai tvām avase huve ||

Wie diese weite Erde, gleichsam als [ausgewachsene], / den Keim empfing, / so setze ich dir den Keim ein; / dazu rufe ich dich zur Hilfe an.

parvatād divo yoner / gātrād gātrāt samāśṛtam | / reto devasya devasya / tsarau parṇam ivā dhām || tsaru Mehendale, Henning Mem. Vol.

Vom Berg, vom Himmel, vom Schoß, / aus jedem Glied zusammengeflossen: / der Same des Gottes, jedes Gottes, / [wie] ein Blatt in den Griff [hier] gelegt [?].

viṣṇur yoniṃ kalpayatu / tvaṣṭā rupāṇi piṃśatu | / ā siñcatu prajāpatir / dhātā garbhaṃ dadhātu te ||

Viṣṇu soll den Schoß bereiten, / Tvaṣṭṛ die Gestalten zurechtschnitzen; / Prajāpati soll eingießen, / Dhātṛ dir den Keim einsetzen.

garbhaṃ dhehi sinīvāli / garbhaṃ dhehi sarasvati | / garbhaṃ yuvam aśvināsyāmā / dhattaṃ puṣkarasrajā ||

Setze den Keim ein, Sinīvālī, / setze den Keim ein, Sarasvatī; / den Keim setzt ihr beiden, Aśvins, / in diese [Frau] ein, ihr Lotoskranzträger.

garbhaṃ te rājā varuṇo / garbhaṃ devo bṛhaspatiḥ | / garbhaṃ ta indraś cāgniś ca / garbhaṃ dhātā dadhātu te ||

Den Keim soll dir König Varuṇa, / den Keim der Gott Bṛhaspati, / den Keim Indra und Agni, / den Keim Dhātṛ dir einsetzen.

garbho asy oṣadhīnāṃ / garbho vanaspatīnām | / garbho viśvasya bhūtasya / so agne garbham eha dhāḥ ||

Du bist der Keim der Pflanzen, / der Keim der Bäume, / der Keim alles Seienden: / der [du bist], Agni, setze hier den Keim ein.

yenauṣadhayo garbhinīḥ / paśavo yena garbhinaḥ | / teṣāṃ garbhasya yo garbhas / tena tvaṃ garbhiṇī bhava ||

Durch den [Keim], mit dem die Pflanzen trächtig sind, / mit dem die Tiere trächtig sind, / durch den Keim von deren Keim: / damit werde du schwanger.

vi te granthiṃ cṛtāmasi / dhātā garbhaṃ dadhātu te | / ā yoniṃ putro rohatu / jananaṃ prati jāyatām ||

Deinen Knoten lösen wir; / Dhātṛ soll dir den Keim einsetzen. / Der Sohn soll den Schoß besteigen, / zur Geburt hin soll er geboren werden.

janiṣṭa hi mahiyā / ā yoniṃ sam ihāsarat | / athā soma iva bhakṣaṇam / ā garbhaḥ sīdatv ṛtviyam ||

Denn erzeugt ist er mit Macht [?]; / in den Schoß ist er hier zusammengeflossen. / Und wie Soma [sich] in den Trank[becher setzt], / so soll sich der Keim zur rechten Zeit niederlassen.

dhātaḥ śreṣṭhena rūpeṇa- / -asyā nāryā gavīnyoḥ | / pumāṃsaṃ putram ā dhehi / daśame māsi sūtave ||

Dhātṛ, in bester Gestalt, / in dieser Frau, in [ihren] beiden Weichen, / setze einen männlichen Sohn ein, / im zehnten Monat zu gebären.