yatheyam urvī pṛthivī / vṛddhaiva garbham ādadhe | / evā dadhāmi te garbhaṃ / tasmai tvām avase huve ||
Wie diese weite Erde, gleichsam als [ausgewachsene], / den Keim empfing, / so setze ich dir den Keim ein; / dazu rufe ich dich zur Hilfe an.
Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 12
yatheyam urvī pṛthivī / vṛddhaiva garbham ādadhe | / evā dadhāmi te garbhaṃ / tasmai tvām avase huve ||
Wie diese weite Erde, gleichsam als [ausgewachsene], / den Keim empfing, / so setze ich dir den Keim ein; / dazu rufe ich dich zur Hilfe an.
parvatād divo yoner / gātrād gātrāt samāśṛtam | / reto devasya devasya / tsarau parṇam ivā dhām || tsaru Mehendale, Henning Mem. Vol.
Vom Berg, vom Himmel, vom Schoß, / aus jedem Glied zusammengeflossen: / der Same des Gottes, jedes Gottes, / [wie] ein Blatt in den Griff [hier] gelegt [?].
viṣṇur yoniṃ kalpayatu / tvaṣṭā rupāṇi piṃśatu | / ā siñcatu prajāpatir / dhātā garbhaṃ dadhātu te ||
Viṣṇu soll den Schoß bereiten, / Tvaṣṭṛ die Gestalten zurechtschnitzen; / Prajāpati soll eingießen, / Dhātṛ dir den Keim einsetzen.
garbhaṃ dhehi sinīvāli / garbhaṃ dhehi sarasvati | / garbhaṃ yuvam aśvināsyāmā / dhattaṃ puṣkarasrajā ||
Setze den Keim ein, Sinīvālī, / setze den Keim ein, Sarasvatī; / den Keim setzt ihr beiden, Aśvins, / in diese [Frau] ein, ihr Lotoskranzträger.
garbhaṃ te rājā varuṇo / garbhaṃ devo bṛhaspatiḥ | / garbhaṃ ta indraś cāgniś ca / garbhaṃ dhātā dadhātu te ||
Den Keim soll dir König Varuṇa, / den Keim der Gott Bṛhaspati, / den Keim Indra und Agni, / den Keim Dhātṛ dir einsetzen.
garbho asy oṣadhīnāṃ / garbho vanaspatīnām | / garbho viśvasya bhūtasya / so agne garbham eha dhāḥ ||
Du bist der Keim der Pflanzen, / der Keim der Bäume, / der Keim alles Seienden: / der [du bist], Agni, setze hier den Keim ein.
yenauṣadhayo garbhinīḥ / paśavo yena garbhinaḥ | / teṣāṃ garbhasya yo garbhas / tena tvaṃ garbhiṇī bhava ||
Durch den [Keim], mit dem die Pflanzen trächtig sind, / mit dem die Tiere trächtig sind, / durch den Keim von deren Keim: / damit werde du schwanger.
vi te granthiṃ cṛtāmasi / dhātā garbhaṃ dadhātu te | / ā yoniṃ putro rohatu / jananaṃ prati jāyatām ||
Deinen Knoten lösen wir; / Dhātṛ soll dir den Keim einsetzen. / Der Sohn soll den Schoß besteigen, / zur Geburt hin soll er geboren werden.
janiṣṭa hi mahiyā / ā yoniṃ sam ihāsarat | / athā soma iva bhakṣaṇam / ā garbhaḥ sīdatv ṛtviyam ||
Denn erzeugt ist er mit Macht [?]; / in den Schoß ist er hier zusammengeflossen. / Und wie Soma [sich] in den Trank[becher setzt], / so soll sich der Keim zur rechten Zeit niederlassen.
dhātaḥ śreṣṭhena rūpeṇa- / -asyā nāryā gavīnyoḥ | / pumāṃsaṃ putram ā dhehi / daśame māsi sūtave ||
Dhātṛ, in bester Gestalt, / in dieser Frau, in [ihren] beiden Weichen, / setze einen männlichen Sohn ein, / im zehnten Monat zu gebären.