Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 12

Hymne 12.9 Lob und Weihe der Vaśā (Kuh)

yo vai vaśāṃ devayate / pacate vāhutāmamā | / mṛtyoḥ sa badhyate pāśe / devānāṃ ca yamasya ca ||

Wer die Vaśā für die Götter [beansprucht] [?] / oder sie ohne Darbringung im Hause kocht, / der ist in der Schlinge des Todes gebunden, / der Götter und des Yama.

dakṣiṇāṃ sūryām aditiṃ vadanti / vaśāṃ vācaṃ kalpayantaḥ samānīm | / sapta ṛṣayo ni dadhur vācam etāṃ / sarasvatī mṛḍayā kalpayantaḥ ||

Die Dakṣiṇā, Sūryā, Aditi nennen sie die Vaśā, / indem sie die Rede als einheitliche ordnen; / die sieben Ṛṣis legten diese Rede nieder; / Sarasvatī, sei gnädig, [während sie] ordnen.

imāṃ vaśāṃ vācam āhur vaśeti / tisro vaśā atihitāḥ sadhasthe | / tāsām agnau manasaikāṃ juhomi / tāṃ naḥ svādvīṃ bhūtapatiḥ kṛṇotu ||

Diese Vaśā nennen sie die Rede, ‚Vaśā‘; / drei Vaśās sind im gemeinsamen Sitz hinterlegt; / von ihnen opfere ich eine im Feuer mit dem Geist; / sie soll uns der Herr der Wesen (Bhūtapati) wohlschmeckend machen.

svadvīṃ na etāṃ savitā kṛṇotu / svadvīṃ na etāṃ janitā paśūnām | / juhudhy agne vayunāni vidvāṃs / tāṃ naḥ svādvīṃ bhūtapatiḥ kṛṇotu ||

Süß soll sie uns Savitṛ machen, / süß der Erzeuger der Tiere. / Opfere, Agni, der du die Wege kennst; / sie soll uns der Herr der Wesen wohlschmeckend machen.

idaṃ tṛtīyaṃ vaśinī vaśāśi / mahimne tvā garbho abhy ā viveśa | / uśatī tvam uśato gaccha devān / satyāḥ santu yajamānasya kāmāḥ ||

Dies ist das dritte [Mal]: du Verfügende, du bist Vaśā; / zu deiner Größe ist ein Keim in dich eingegangen. / Verlangend geh zu den verlangenden Göttern; / wahr sollen die Wünsche des Opferherrn sein.

iyam ambhasā vājasutastabhe gaur / yasyām indro varuṇas titviṣāte | / nṛmṇam anṛmṇaṃ sacata iyam āgan / dhīraḥ paśur vīryam ā viveśa ||

Diese Kuh [ist] mit Wasser … vājasutastabhe [?], / in ihr glänzen Indra und Varuṇa; / Mannhaftigkeit und Nichtmannhaftigkeit teilen die beiden; sie ist gekommen; / das kluge Tier ist in Heldenkraft eingegangen.

vaśā sasūva sthaviraṃ vipaścitaṃ / vaśā sasūva vaṣkayaṃ divispṛśan | / vaśā sasūva taruṇaṃ vibhājane / vaśā sasūva saṃjitaṃ dhanānām ||

Die Vaśā gebar einen Greis, einen Weisen; / die Vaśā gebar einen Vaṣkaya, den Himmel berührend; / die Vaśā gebar einen Jüngling bei der Verteilung; / die Vaśā gebar den Sieger der Güter.

yat prokṣaṇam apatad barhiṣas pari / dakṣiṇato vedyā indriyāvat | / vaśā saṃbhūtyādhi gaur amīmet / tasyāḥ pīvo abhavad varmavāsasam ||

Was an Besprengung vom Barhis herabfiel, / südlich vom Altar, kraftvoll: / [nachdem] die Vaśā entstanden war, brüllte die Kuh dazu; / ihr wurde das Fett zum panzergleichen Gewand [?].

namo mahimna uta cakṣuṣe vāṃ / vaśarṣabho manasā tat kṛṇomi | / devām̐ apītaṃ pathibhiḥ śivebhir / mā no hiṃsiṣṭaṃ harasā daivyena ||

Verehrung deiner Größe und euer beider Auge; / [als] Vaśā-Stier tue ich dies mit dem Geist. / Ihr beiden, die ihr zu den Göttern [gelangt seid], auf heilvollen Wegen, / verletzt uns nicht mit göttlichem Zorn (harasā).

vaśām askandad ṛṣabhas / tiṣṭhantīm adhi tantuṣu | / garbhaṃ tam adya ko veda / yatidhā so akalpayat ||

Der Stier sprang auf die Vaśā, / die auf den Fäden stand. / Diesen Keim: wer kennt ihn heute, / wie vielfach er ihn gestaltete?