Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 12

Hymne 12.13 Indra befreit die Wasser

dāsapatnīr ahigopā atiṣṭhan / niruddhā āpaḥ paṇineva gāvaḥ | / apāṃ bilam apihitaṃ yad āsīd / vṛtraṃ jaghanvām̐ apa tad vavāra ||

Die Wasser, Frauen der Dāsas, von der Schlange behütet, standen da, / eingesperrt wie Kühe durch einen Paṇi; / die Höhle der Wasser, die verschlossen gewesen war, / öffnete er, nachdem er Vṛtra erschlagen hatte.

aśvyo vāro abhavas tad indra / sṛke yat tvā pratyahan deva ekaḥ | / ajayo gā ajayaḥ śūra somam / avāsṛjaḥ sartave sapta sindhūn ||

Zum Rosshaar-Schweif wurdest du damals, Indra, / als dich der eine Gott im Speerkampf zurückschlug; / du gewannst die Kühe, du gewannst, Held, den Soma, / du ließest die sieben Ströme laufen.

nāsmai vidyun na tanyatuḥ śiṣedha / na yāmyaham akirad dhrāduniṃ ca / indraś ca yad yuyudhāte ahiś ca- / -utāparībhyo maghavā vi jigye ||

Nicht Blitz noch Donner hielt ihn ab, / noch was er streute [?], und Hagel; / als Indra und die Schlange kämpften, / siegte der Gabenreiche auch über die späteren [Angriffe].

aher yātāraṃ kam apaśya indra / hṛdi yat te jaghnuṣo bhīr agacchat | / nava ca yan navatiṃ ca sravantīḥ / śyeno na bhīto ataro rajāṃsi ||

Wen sahst du, Indra, als Rächer der Schlange, / als dir, dem Erschlagenden, Furcht ins Herz kam? / Als du neunundneunzig Ströme / wie ein verängstigter Falke, die Räume überquertest?

indro yāto 'vasitasya rājā / śamasya ca śṛṅgiṇo vajrabāhuḥ | / sed u rājā kṣayati carṣaṇīṇām / arān na nemiḥ pari tā babhūva ||

Indra, der Herr des Gehenden und Ruhenden, / und des Zahmen und des Gehörnten, keulenarmig: / der ist es, der König über die Völker herrscht; / wie die Felge die Speichen, umfasste er sie alle.