atirātras trayaḥ pañcāhā viśvajid atirātra ekaḥ pañcāho dvādaśāhasya daśāhāny atirātraḥ
Atirātra, drei Pañcāhas, Viśvajit [und] Atirātra, ein Pañcāha, die zehn Tage des Dvādaśāha, Atirātra.
Pañcaviṃśa-Brāhmaṇa (Tāṇḍya-Mahābrāhmaṇa) · Prapāṭhaka 24
Drei Pañcāhas, Viśvajit und weitere Gruppen (34 Nächte) für Festigkeit. Bilder: der mittlere Atirātra als Euter des Luftraums, die Pañcāhas als Zitzen; Umstellung von Bṛhat und Rathantara als Umformung; ein Rigveda-Vers (verderbt/dunkel) wird zitiert. Sätze 3, 4 und 9 sind schwierig; Satz 4 enthält einen Textfehler (kalpanteḥ).
atirātras trayaḥ pañcāhā viśvajid atirātra ekaḥ pañcāho dvādaśāhasya daśāhāny atirātraḥ
Atirātra, drei Pañcāhas, Viśvajit [und] Atirātra, ein Pañcāha, die zehn Tage des Dvādaśāha, Atirātra.
prajāpatiḥ prajā asṛjata tā na pratyatiṣṭhaṃs tā etābhiḥ pratyatiṣṭhann ime lokā na pratyatiṣṭhaṃs ta etābhiḥ pratyatiṣṭhan pratyatiṣṭhan pratiṣṭhākāmā upeyuḥ praty eva tiṣṭhanti
Prajāpati schuf die Geschöpfe; sie fanden keinen festen Stand; mit diesen fanden sie festen Stand; diese Welten fanden keinen festen Stand; mit diesen fanden sie festen Stand; die Festigkeit-Wünschenden sollen [es] vollziehen; sie stehen fest.
arūpeṇa vā etāḥ sarūpā arūpeṇa prajāḥ sarūpā arūpeṇeme lokāḥ sarūpā yad rathantarasya lokaṃ bṛhad āpadyate bṛhato rathantaram arūpeṇaivaibhyas tat sarūpaṃ prajanayanti
Mit dem Formlosen (arūpa) [?] sind diese [Nächte] formgleich (sarūpa), mit dem Formlosen die Geschöpfe formgleich, mit dem Formlosen diese Welten formgleich: indem das Bṛhat in die Stelle (loka) des Rathantara tritt, das Rathantara in die des Bṛhat, erzeugen sie damit durch das Formlose [Formgleiches] für diese [Welten].
lupyate vā etat ṣaṣṭham ahar yat pañcāhān upayanti nartavaḥ kalpanteḥ yat pṛṣṭhayaḥ ṣaḍahas tena ṣaṣṭham ahar na lupyate tenartavaḥ kalpante
Ausgelassen wird dieser sechste Tag, wenn sie Pañcāhas vollziehen; die Jahreszeiten kämen [dann] nicht zustande (nartavaḥ kalpante; überliefert kalpanteḥ [?]); weil ein Pṛṣṭhya-Ṣaḍaha [da] ist, wird dadurch der sechste Tag nicht ausgelassen, dadurch kommen die Jahreszeiten zustande.
atha yāni dvādaśāhasya daśāhāni tena pañcāhebhyo na yanti
Was aber die zehn Tage des Dvādaśāha sind: dadurch entfernen sie sich nicht von den Pañcāhas [?].
ūdhar vā antarikṣaṃ stanāv abhito 'nena vā eṣa devebhyo dugdhe 'munā prajābhyaḥ
Das Euter ist der Luftraum, die Zitzen [sind] zu beiden Seiten; mit diesem [Zitze] melkt dieser für die Götter, mit jenem für die Geschöpfe.
idaṃ vā antarikṣaṃ viyad imau stanāv abhitaḥ
Dies ist der Luftraum, ein Auseinander (viyat); zu beiden Seiten sind diese beiden Zitzen.
tad abhyanūktā
Darauf ist [der Vers] nachgesprochen [worden].
triṃśati trayaḥ paro ye devā barhir āsata vyann aha dvitā taneti
„Unter den dreißig [sind] drei darüber hinaus, die Götter, die sich auf das Barhis setzten; er [sie?] spannte [?] … zweifach [?] aus“ [?]. [Anm.: Zitat einer Strophe, Text dunkel; vyann aha dvitā taneti nicht sicher gedeutet]
ūdhar vai madhyamo 'tirātraḥ stanāv abhitaḥ
Das Euter ist der mittlere Atirātra, zu beiden Seiten die Zitzen.
yad eṣo 'natirātraḥ syād ūdhaḥ pratiharet
Wenn dieser kein Atirātra wäre, würde er das Euter zurückziehen (pratiharet).
tasmād atirātraḥ kārya ūdhaso 'pratihārāya
Daher ist ein Atirātra zu machen, damit das Euter nicht zurückgezogen wird.
trayastriṃśad devatā etābhir ārdhnuvaṃs tenardhis tasmād etābhir yajanta ṛdhyā eva
Dreiunddreißig Gottheiten gediehen mit diesen; das ist das Gedeihen; daher opfern sie mit diesen, [und sind] gedeihend.
nānā brahmasāmāny upayanty ahnā nānā vīryatāyai nānaiva vīryāṇy avarūndhate
Verschiedene Brahmasāmans vollziehen sie am Tag [?], zur Verschiedenheit der Kraft; verschiedene Kräfte eben gewinnen sie.