devāś ca vā asurāś ca saṃyattā āsan
Götter und Asuras waren im Kampf gegeneinander gerüstet.
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 37
devāś ca vā asurāś ca saṃyattā āsan
Götter und Asuras waren im Kampf gegeneinander gerüstet.
asureṣu tarhy amṛtam āsīc chuṣṇe dānave
Bei den Asuras war damals Unsterbliches (amṛta), bei Śuṣṇa, dem Dānava.
tac chuṣṇa evāntar āsye 'bibhar
Dieses trug Śuṣṇa eben im Innern seines Mundes.
yān devānām aghnam̐s tad eva te 'bhavan
Wen von den Göttern sie erschlugen, die blieben eben so (erschlagen) [?].
yān asurāṇāṃ tāñ chuṣṇo 'mṛtenābhivyānīt
Wen von den Asuras (sie erschlugen), die hauchte Śuṣṇa mit dem Unsterblichen an.
te samānan
Sie atmeten wieder zusammen [?].
sa indro 'ved asureṣu vā amṛtam̐ śuṣṇe dānava iti
Indra erkannte: „Bei den Asuras ist ja Unsterbliches, bei Śuṣṇa, dem Dānava.“
sa madhvaṣṭhīlā bhūtvā prapathe 'śayat
Er wurde zu einem Honigklümpchen (madhvaṣṭhīlā [?]) und legte sich am Wegrand (prapatha) nieder.
tām̐ śuṣṇo 'bhi vyādadāt
Śuṣṇa riss ihr gegenüber den Mund auf.
tasyendraś śyeno bhūtvāsyād amṛtaṃ niramathnāt
Indra wurde zum Falken und quirlte aus dessen Mund das Unsterbliche heraus.
tasmād eṣa vayasāṃ vīryāvattamas
Deshalb ist dieser (der Falke) der manneskräftigste unter den Vögeln.
indrasya hy eṣaikā tanūr
Denn dies ist eine Gestalt (tanū) Indras.
amṛtam eṣa bibharti ya evaṃ veda
Unsterbliches trägt dieser, wer dies so weiß.
yaṃ kāmayetāmayāvinaṃ jīved iti taṃ vyādāyābhivyanyāt
Von wem man wünscht: „Der Kranke soll am Leben bleiben“, den soll man, nachdem man den Mund aufgerissen hat, anhauchen.
amṛtenaivainam abhivyaniti
Mit Unsterblichem eben haucht er ihn an.
jīvati
Er lebt.
sarvam āyur eti
Er erreicht das volle Lebensalter.
na purāyuṣaḥ pramīyate ‖
Er stirbt nicht vor seiner Zeit.
devāś ca vā asurāś ca saṃyattā āsan
Götter und Asuras waren im Kampf gegeneinander gerüstet.
te devā asurān aghnan
Die Götter erschlugen die Asuras.
teṣāṃ ya udaśiṣyanta
Die von ihnen übrig blieben,
te devān anvarohan
die stiegen den Göttern nach [?].
ta enān vṛñjānāḥ pratyasyamānā āyan
Diese kamen, jene abdrängend und (selbst) zurückgestoßen [?].
te devās samitim akurvata
Die Götter hielten eine Versammlung (samiti).
ta etau brahmayātuṃ ca devayātuṃ cāpaśyan
Sie sahen diese beiden: den Brahmayātu und den Devayātu [Anm.: yātu, Zauber-/Plagegeist; die beiden werden gleich als Mächte gegen die Asuras gedeutet].
tā ebhyaḥ pratyavāsṛjan
Diese schickten sie gegen jene zurück.
tā enān niradahatām
Diese beiden verbrannten sie.
tā enān vṛñjānau pratyasyamānā aitām
Diese beiden gingen, sie abdrängend und zurückgestoßen [?].
teṣāṃ ye 'tyamucyanta te manuṣyān prāviśan
Die von ihnen entkamen, fuhren in die Menschen ein.
tajjanmāno yātudhānāḥ kravyāda itare
Die aus ihnen Geborenen sind die Yātudhānas, die anderen die Fleischfresser (kravyād).
na ha vā asya yātudhānā na kravyādo na piśācā na rakṣām̐sīśate
Nicht haben Yātudhānas, nicht Fleischfresser, nicht Piśācas, nicht Rakṣas über ihn Gewalt.
nainam̐ śaptaṃ nābhicaritam āgacchati ya evaṃ veda ‖
Keinen Fluch und keinen Zauber trifft den, der dies so weiß.
tad yady enaṃ yātudhāna iti brūyur nāpahnuvīta
Wenn sie ihn da „Yātudhāna“ nennen, soll er es nicht leugnen.
etau hy eva tasya yātū
Denn diese beiden sind eben dessen Yātus.
ko 'si katamo 'sīti
„Wer bist du, welcher bist du?“ –
eṣa vai brahmayātus
dies ist der Brahmayātu.
tasmā evainam apidadhāti
Für diesen eben verschließt er ihn.
sa tvaṃ no deva gāyatreṇa cchandasāhne paripāhīti
„Du, Gott, behüte uns mit dem Gāyatrī-Metrum am Tag ringsum“ –
ahna evātmānaṃ paridadāti
dem Tag eben vertraut er sich an.
mṛḍo 'si mṛḍase dvipade catuṣpada iti
„Gnädig bist du, um gnädig zu sein dem Zweifüßler, dem Vierfüßler“ –
dvipadaś caivāsmai catuṣpadaś ca paśūn paridadāti
die Zweifüßler und Vierfüßler, das Vieh, vertraut er ihm an.
ādityo 'si vṛṣṇo aśvasya reto devānāṃ yātur asi yātur me 'sy asumaddhitaṃ jahīti
„Āditya bist du, des Bullen, des Rosses Same; der Götter Yātu bist du, mein Yātu bist du; schlage das, was lebenskräftig (ihm) heilsam ist“ [?] –
eṣa vai devayātus
dies ist der Devayātu.
tasmā evainam apidadhāti
Für diesen eben verschließt er ihn.
sa tvaṃ no deva traiṣṭubhena cchandasā rātryai paripāhīti
„Du, Gott, behüte uns mit dem Triṣṭubh-Metrum vor der Nacht ringsum“ –
rātryā evātmānaṃ paridadāti
der Nacht eben vertraut er sich an.
mṛṇo 'si mṛṇāmuṣya dvipadaś catuṣpada iti
„Zermalmer bist du, zermalme von jenem die Zweifüßler und Vierfüßler“ –
dvipadaś caivāsmai catuṣpadaś ca paśūn apidadhāti ‖
die Zweifüßler und Vierfüßler, das Vieh, schließt er ihm (schützend) zu.
skambho 'si bleṣko 'sīti
„Stütze (skambha) bist du, Bleṣka [?] bist du“ –
etau vai yamaśvā ahaś ca rātrī ca
dies sind Yamas beide Hunde: Tag und Nacht.
tā idaṃ manuṣyān vṛñjānau pratyasyamānā itas
Diese beiden gehen von hier, die Menschen fassend [?] und zurückgestoßen.
tābhyām evainam apidadhāti
Vor diesen beiden eben verschließt er ihn.
tā enaṃ vṛñjānau pratyasyamānā itas
Diese beiden gehen von hier, ihn fassend [?] und zurückgestoßen.
yadā pravlayavyathita iva manyetāgnaye vītamanyave svāheti juhuyāt
Wenn er sich gleichsam zerrüttet und erschüttert (pravlayavyathita [?]) glaubt, soll er opfern: „Für Agni, den Zornlosen, svāhā.“
īśvaro vā abhicaro 'śāntaḥ pratyaṅṅ etoś
Ein Zauberer (abhicara) ist mächtig, wenn er nicht beschwichtigt ist, zurückzukehren.
śāntyai ‖
Zur Beschwichtigung.