Quellen der Menschheit

Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 37

Anuvāka 18 Formeln für Surā und Soma (Sautrāmaṇī-Becher): Mischen, Einschenken, Upayāma-Schöpfen für Aśvins, Sarasvatī und Indra Sutrāman; Schlussvers und Abschlussvermerk des Sthānaka.

svādvīṃ tvā svādunā tīvrāṃ tīvreṇāmṛtam amṛtena madhumatīṃ madhumatā sṛjāmi

Dich, die Süße, mische ich mit Süßem, die Scharfe mit Scharfem, Unsterbliches mit Unsterblichem, die Honigreiche mit Honigreichem.

indrāya sutrāmṇe pacyasva ‖

Für Indra Sutrāman (den Guthelfer) reife.

parīto ṣiñcatā sutam̐ somo ya uttamam̐ haviḥ |

Gießt ringsum den gepressten (Soma) ein, der Soma, der das höchste Opfergut ist,

dadhanvān yo naryo apsv antar ā suṣāva somam adribhiḥ ‖

(der,) der Kräftige [?], der Mannhafte, der inmitten der Wasser den Soma mit den Presssteinen gepresst hat.

brahma kṣatraṃ pavate teja indriyam̐ surayā somas suta āsuto madāya |

Brahman und Kṣatra, Glanz und Stärke (indriya) klären sich; mit Surā ist Soma gepresst, eingegossen zur Berauschung.

śukreṇa deva devatāḥ pipṛgdhi rasenānnaṃ yajamānāya dhehi ‖

Mit dem Hellen (śukra), Gott, sättige die Gottheiten; mit dem Saft (rasa) verleihe dem Opferherrn Speise.

kuvid aṅga yavamanto yavaṃ cid yathā dānty anupūrvaṃ viyūya |

Ob wohl, fürwahr, (wie) die Gerstenreichen die Gerste der Reihe nach schneiden, nachdem sie (die Halme) getrennt haben [?],

ihehaiṣāṃ kṛṇuta bhojanāni ye barhiṣo namovṛktiṃ na jagmuḥ ‖

so bereitet hier und dort diesen Speise, die zur Verehrung (namovṛkti) des Barhis (Opferstreu) nicht gekommen sind [?].

upayāmagṛhīto 'si

Mit einem Upayāma-Schöpfer (upayāma) genommen bist du.

aśvibhyāṃ tvā juṣṭaṃ gṛhṇāmi

Von den Aśvins geliebt, nehme ich dich.

sarasvatyā indrāya sutrāmṇe

(Geliebt) von Sarasvatī, für Indra Sutrāman.

nānā hi vāṃ devakṛtam̐ sadas kṛtaṃ mā sam̐sṛkṣāthāṃ parame vyoman |

Getrennt ist euer beider von Göttern gemachter Sitz; ihr beiden, vermischt euch nicht im höchsten Raum (vyoman).

surā tvam asi śuṣmiṇī soma eṣa mā mā him̐sīs svaṃ yonim āviśan ‖

Surā bist du, die Kraftvolle; dies ist Soma; schädige mich nicht, wenn du in deinen eigenen Schoß eingehst.

upayāmagṛhīto 'si

Mit einem Upayāma-Schöpfer genommen bist du.

āśvinaṃ tejas

Der Glanz gehört den Aśvins.

sārasvataṃ vīryam

Die Manneskraft gehört Sarasvatī.

yā vyāghraṃ viṣūcikobhau vṛkaṃ ca rakṣati |

Die (Göttin), die den Tiger, die Viṣūcikā [?], beide und den Wolf beschützt [?],

śyenaṃ patatriṇam̐ sim̐ham̐ somaṃ pātv am̐hasaḥ ‖

soll den Falken, den Vogel, den Löwen und Soma vor Bedrängnis (aṃhas) schützen.

saṃpṛcas stha saṃ mā bhadreṇa pṛṅkta

Ihr seid Mischende; mischt mich mit Heilvollem.

vipṛcas stha vi mā pāpmanā pṛṅkta ‖

Ihr seid Trennende; trennt mich vom Unheil.

iti śrīmadyajuṣi kāṭhake carakaśākhāyām orimikāyāṃ savā nāma saptatriṃśaṃ sthānakaṃ saṃpūrṇam ‖

Damit ist im ruhmreichen Yajurveda, in der Kāṭhaka(-Saṃhitā) der Caraka-Schule, in der Orimikā [?], das siebenunddreißigste Sthānaka namens „Savā“ (Anregung) vollendet.