Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 15

Hymne 15.10 Bogen, Wagen und Sieg im Kampf

jīmūtasyeva bhavati pratīkaṃ / yad varmī yāti samadām upasthe | / anāviddhayā tanvā jaya tvaṃ / sa tvā varmaṇo mahimā pipartu ||

Wie der Aspekt einer Regenwolke wird es, / wenn der Gepanzerte in die Schlacht zieht, [in ihrem Schoß]: / mit unverwundetem Leib siege du; / dich soll die Größe des Panzers füllen.

dhanvanā gā dhanvanājiṃ jayema / dhanvanā tīvrāḥ samado jayema | / dhanuḥ śatror apakāmaṃ kṛṇotu / dhanvanā sarvāḥ pṛtanā jayema ||

Mit dem Bogen mögen wir Rinder, mit dem Bogen den Wettlauf gewinnen; / mit dem Bogen die grimmigen Schlachten gewinnen. / Der Bogen soll dem Feind sein Verlangen [vereiteln]; / mit dem Bogen mögen wir alle Heere besiegen.

vakṣyantīved ā ganīganti karṇaṃ / priyaṃ sakhāyaṃ pariṣasvajānā | / yoṣeva śiṅkte vitatādhi dhanvañ / jyā iyaṃ samiti pārayantī ||

Wie eine, die etwas sagen will, kommt sie [die Sehne] ans Ohr, / den lieben Freund umarmend; / wie eine Frau summt sie, über den Bogen gespannt, / diese Sehne, die im Kampf hinüberträgt.

te ācarantī samaneva yoṣā / māteva putraṃ pipṛtām upasthe | / apa śatrūn vidhyatāṃ saṃvidāne / ārtnī ime visphurantī amitrān ||

Die beiden [Bogenenden] verhalten sich wie eine Frau in der Versammlung, / wie eine Mutter den Sohn sollen sie im Schoß füllen. / Mögen sie, einig, die Feinde durchbohren; / die beiden Bogenspitzen, zitternd, die Gegner.

bahvīnāṃ pitā bahur asya putro / vyacaḥ kṛṇoti samado 'vagatya | / iṣudhiḥ saṅkāḥ pṛtanāś ca sarvāḥ / pṛṣṭhe ninaddho jayati prasūtaḥ ||

Der Vater vieler [Pfeile], sein Sohn ist viel; / weiten Raum schafft er, in die Schlacht hinabsteigend. / Der Köcher, die Speere, alle Heere: / auf dem Rücken gebunden, siegt er, ausgesandt.

rathe tiṣṭhan nayati vājinaḥ puro / yatrayatra kāmayate suṣārathiḥ | / abhīśūnāṃ mahimānaṃ panāyata / manaḥ paścād anu yacchanti raśmayaḥ ||

Auf dem Wagen stehend führt er die Rosse voran, / wohin auch immer der gute Wagenlenker will. / Rühme die Größe der Zügel; / der Geist [folgt], hinterher halten die Zügel.

tīvrān ghoṣān kṛṇvatāṃ vṛṣapāṇayo / 'śvā rathebhiḥ saha vājayantaḥ | / apakrāmantaḥ prapadair amitrān / kṣiṇanti śatrūṃr anapavyayantaḥ ||

Grimmige Rufe erheben die Stiergehändigen, / die Rosse mit den Wagen, siegbegierig; / mit Vorwärtsschritten die Feinde zurückweichend, / vernichten sie die Gegner, ohne zurückzuweichen.

rathavāhanaṃ havir asya nāma / yatrāyudhaṃ nihitam asya varma | / tatrā ratham upa śagmaṃ sadema / viśvāhā vayaṃ sumanasyamānāḥ ||

‘Wagenfahrer’ ist dessen Opferspeise-Name, / wo die Waffe, wo der Panzer niedergelegt ist. / Dort mögen wir am bequemen Wagen sitzen, / alle Tage, wir, wohlgesinnt.

svāduṣaṃsadaḥ pitaro vayodhāḥ / kṛcchreśritaḥ śaktīvanto gabhīrāḥ | / citrasenā iṣubalā amṛdhrāḥ / satovīrā uravo vrātasāhāḥ ||

Die Sitzgenossen der Süßigkeit, die Väter, Lebenskraft-Geber, / in Not-Zuflucht, kraftvoll, tief, / mit bunten Heeren, Pfeilkraft, ohne Nachlässigkeit, / mit wahren Männern, weit, Scharen-Besieger.

brahmaṇāsaḥ pitaraḥ somyāsaḥ / śive no dyāvāpṛthivī anehasā | / pūṣā naḥ pātu dūritād ṛtāvṛdho / rakṣā mākir ṇo aghaśaṃsa īśata ||

Ihr Väter, brahmanenfreundlich, somischen, / [ihr] wohlgesinnt beiden, Himmel und Erde, ohne Bedrängnis: / Pūṣan soll uns vor Unheil schützen, ihr Wahrheit-Mehrer; / schützt, dass kein Übel-Lobender uns beherrsche.