Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 15

Hymne 15.20 Preislied auf Rudra gegen Yakṣma

tvaj jātā rudra śantamā tvaṃ hi no / babhuryā irāya bheṣajebhiḥ | Bhatt. om. irāya / vi yakṣmān yāvayāsmad vy aṃho Bhatt. vyakṣmāṃ / vy amīvāś cātayāsmad viṣūcīḥ ||

Von dir erzeugt, Rudra, [sind] die heilsamsten [Mittel]; denn du bist uns der Ernährer [?] / mit Heilmitteln zur Stärkung. / Treibe die Yakṣma-Krankheiten von uns weg, die Bedrängnis; / die Amīvā-Leiden verscheuche nach allen Seiten auseinander von uns.

tvaṃ devānām asi rudra śreṣṭhas / tavas tavasām ugrabāho | / hṛṇīyasā manasā modamāna / ā babhūvitha rudrasya sūnoḥ ||

Du bist unter den Göttern der Beste, Rudra, / stärker als die Starken, du Starkarmiger; / mit gnädigem Sinn dich erfreuend / bist du herangekommen – [du] Sohn Rudras [?].

tvaṃ hi no vīrām̐ īraya bheṣajebhir / uruṃ no bhavanta maghavo marutvan | Bhatt. marutvaṃ | / karā naḥ pāram aṃhasaḥ svasti / viśvā abhītīr apa sedhāsmat ||

Denn du – treibe unsere Männer an mit Heilmitteln. / Weiten Raum [schaffe] uns, Freigebiger, Marut-Begleiteter [?]. / Bringe uns ans andere Ufer der Bedrängnis, zum Wohl; / alle Bedrohungen wehre von uns ab.

tvaṃ hi no vṛṣabha cakṣimeṣṭhā / asmai rudrāyogrāya mīḍhuṣe | / kṣayadvīrāya pra bharāmahe matiṃ / yathā naḥ śam aso dvipade śaṃ catuṣpade ||

Denn du, Bulle, [bist unser] Beschauer [?]; / diesem Rudra, dem Grimmigen, Samenspendenden, / dem über Helden Herrschenden, bringen wir den Gedanken [Preislied] dar, / damit du uns Heil bist, dem Zweifüßer Heil, dem Vierfüßer Heil.

kva teṣu rudra hasto / mṛḍayāko jalāṣaḥ | / apabhartā rapaso daivyasya ||

Wo ist bei ihnen, Rudra, die Hand, / die gnädige, kühlende Heilhand, / die das göttliche Leiden (rapas) wegträgt?

pra yakṣmaḥ pra nirṛtir etv asmat / seneva sṛṣṭā pracatām amīvā | / ārādhvaṃ sanā vṛjanā jahīta || Bhatt. ārāddhat, jahītii; see Lelli

Fort soll der Yakṣma, fort die Nirṛti von uns gehen; / wie ein losgelassenes Heer soll die Amīvā sich davonmachen [?]. / Fern, ihr [Übel], lasset zurück die alten Bedrängnisse [?].

arhan dhanur hitaṃ bibharṣy / arhan niṣkaṃ rajantaṃ viśvarūpam | / arhann idaṃ dayase viśvam ejan / na te dūraṃ na pariṣṭhāsti te bhava / sadyaḥ sarvān pari paśyasi bhūmim ||

Würdig trägst du den bereitgelegten Bogen, / würdig den glänzenden, allgestaltigen Halsschmuck; / würdig schonst du dieses ganze sich regende All. / Weder ist dir etwas fern, noch etwas Umstellendes, Bhava; / sofort überblickst du die ganze Erde.

namas te astu vidyute / namas te stanayitnave | / namas te astv aśmane / yena pradiśam asyasi ||

Verehrung sei dir, Blitz; / Verehrung dir, Donner; / Verehrung sei dir, Schleuderstein, / mit dem du in die [jede] Himmelsrichtung schleuderst.

mā devānām ugra rājann / asmākaṃ puruṣā riṣan | / rakṣāṃsy asmad yakṣmāṃś ca / nāśayāmasi brahmaṇā ||

Nicht sollen unsere Männer Schaden nehmen, / du grimmiger König der Götter. / Rakṣas und Yakṣma-Krankheiten / lassen wir von uns verschwinden durch das Brahman.

brahmaṇeto nāśayāmo / yat kiṃ cāṅgeṣv āmayat | / śalyān yakṣmasyātho ropīs Bhatt. śalyāṃ / tā ito vi nayāmasi ||

Durch das Brahman lassen wir von hier verschwinden, / was immer in den Gliedern schmerzt. / Die Pfeile des Yakṣma und die Stiche [?] / führen wir von hier hinweg.