Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 15

Hymne 15.11 Schutz und Wagen, Bogen und Trommel

bṛhaspatir naḥ pari pātu paścād / utottarasmād adharād aghāyoḥ | / indraḥ purastād uta madhyato naḥ / sakhā sakhibhyo varivaḥ kṛṇotu ||

Bṛhaspati soll uns von hinten schützen / und von der Nordseite, von unten, vor dem Übelwollenden. / Indra von vorn und aus der Mitte, / als Freund den Freunden soll er Weite schaffen.

suparṇaṃ vaste mṛgo asyā danto / gobhiḥ saṃnaddhā patati prasūtā | / yatrā naraḥ saṃ ca vi ca dravanti / tad asmabhyam iṣavaḥ śarma yacchān ||

Die Federn [des Pfeils] trägt er als Gewand, der Hirsch ist dessen Zahn; / mit Rindern [Sehnen] gebunden fliegt er, losgelassen. / Wo die Männer zusammen- und auseinanderlaufen, / dort sollen uns die Pfeile Schutz gewähren.

suparṇo vāso yad u sarpir āsā / mano hiraṇyam iṣavaḥ patatrī | / māsmāṅ arann amuta āpatantīr / itaḥ prahitāḥ savitar jayantu ||

Die Feder ist Gewand, das Schmalz aber der Mund, / der Sinn [ist] Gold, die Pfeile fliegend; / sie sollen uns nicht von dort angreifend treffen; / von hier ausgesandt sollen sie siegen, Savitṛ.

ahir iva bhogaiḥ pary eti bāhuṃ / jyāyā hetim apabādhamānaḥ | / hastaghno viśvā vayunāni vidvān / pumān pumāṃsaṃ pari pātu mṛtyoḥ ||

Wie eine Schlange mit Windungen umgibt er den Arm, / die Bogensehne abwehrend, den Schleuderer; / handverletzend, alle Kenntnisse wissend: / der Mann soll den Mann vor dem Tod schützen.

ā jaṅghanti sānv eṣāṃ / jaghanām̐ upa jighnate | / aśvājani tra pracodaya- / -aśvān samatsu pādaya ||

Sie schlagen auf den Rücken/Grat dieser, / die Hüften schlagen sie darunter. / Rossantreiber, treib an, / lass die Rosse in den Kämpfen laufen.

divas pṛthivyāḥ pary oja ābhṛtaṃ / vanaspatibhyaḥ pari saṃbhṛtaṃ sahaḥ | / apām ojmānaṃ pari gobhir ābhṛtam / indrasya vajraṃ haviṣā rathaṃ yaja ||

Vom Himmel, von der Erde die Kraft herbeigebracht, / von den Bäumen die Stärke zusammengebracht, / die Wasserkraft, mit Rindern [Leder] herbeigebracht: / Indras Keule, opfere dem Wagen mit Opferspeise.

indrasya vajro marutām anīkaṃ / mitrasya garbho varuṇasya nābhiḥ | / semāṃ no havyadātiṃ juṣāṇo / deva ratha prati havyā gṛbhāya ||

Indras Keule, der Maruts Front, / des Mitra Keim, des Varuṇa Nabel: / dieses unser Opfergeschenk genießend, / Gott Wagen, nimm die Opfergaben an.

vanaspate vīḍvaṅgo hi bhūyā / asmatsakhā prataraṇaḥ suvīraḥ | / gobhiḥ saṃnaddho ratha vīḍayasva- / -āsthātā te jayatu jetvāni ||

Baum, sei fest im Gliederbau, / unser Freund, überführend, mit guten Männern; / mit Rindern [Riemen] gebunden, Wagen, sei fest; / dein Besteiger soll die Siege erringen.

upa śvāsaya pṛthivīm uta dyāṃ / purutrā te manutāṃ viṣṭhitaṃ jagat | / sa dundubhe sajūr indreṇa devair / dūrād davīyo apa sedha śatrūn ||

Schnaufe zur Erde und zum Himmel; / überall soll die Welt dein Erscheinen bedenken. / Dundubhi (Trommel), einträchtig mit Indra und den Göttern / vertreibe die Feinde weit von hier.

ā krandaya balam ojo na ā dhā / abhi ṣṭana duritā bādhamānaḥ | / apa sedha dundubhe ducchunām ita / indrasya muṣṭir asi vīḍayasva ||

Schrei aus, bring uns Kraft und Stärke; / brüll, die Übel vertreibend. / Vertreibe, Dundubhi, die Unheilsstifter von hier; / du bist Indras Faust; sei fest.