Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 15

Hymne 15.23 Abwehr von Hagel und Blitz vom Getreide

vṛṣākṣasyāsurasya menir asi / tāṃ tvayā tathā veda karṇasya / kauvidasyevamāśā | / tāṃ mābhy ava gā dvādaśāhnāni vi rakṣe ||

[?] Du bist die Waffe des Asura Vṛṣākṣa („Stierauge“). Diese … durch dich so … des Karṇa, des Kauvida … / Diese soll mich nicht überfallen, zwölf Tage lang; ich schütze [mich?].

asir me tigmasyāyasa / indrāgnibhyāṃ susaṃśitaḥ | / tena sedhām id āduniṃ / kṛṣiṃ me māva gād iti / sasyaṃ me mā vadhīd iti ||

Das Schwert ist mein, das scharfe, eiserne, / von Indra und Agni gut geschärft. / Damit möge ich den Āduni [?] abwehren: / „Meine Feldbestellung soll nicht zugrunde gehen“, / „Meine Saat soll er nicht erschlagen!“

marutaḥ pari vṛṅdhi no / divaḥ kṣudrebhir aśmabhiḥ | Bhatt. aśmibhiḥ / udumbarasya śākhayā vicakṣuṣā- / -aśaniṃ yāvayāmasi ||

Maruts, verschont uns / vor den kleinen Steinen [Hagelkörnern] vom Himmel! / Mit dem Zweig des Udumbara, dem augenlosen [?], / treiben wir den Donnerkeil weg.

maruto mṛḍayāta no / divaḥ śukrebhir aśmabhiḥ | Bhatt. aśmibhiḥ / udumbarasya śākhayā vicakṣuṣā- / -aśaṇiṃ yāvayāmasi ||

Maruts, seid uns gnädig / vor den hellen Steinen [Hagelkörnern] vom Himmel! / Mit dem Zweig des Udumbara, dem augenlosen [?], / treiben wir den Donnerkeil weg.

vartād vartam ā krāma / parvatād adhi parvatam | / girau pratiśṛtā satī / vṛkṣān bhaṅdhi mā yavam ||

Von Windung zu Windung schreite, / von Berg zu Berg; / im Gebirge widerhallend, / zerbrich die Bäume, nicht die Gerste.

adāmnā tvā sandhyāmi / yāvaṇyā paribhūrṇyā | / sānau pratiśṛtā satī / tṛṇaṃ bhaṅdhi mā yavam ||

Mit einem Nicht-Strick binde ich dich, / mit der Yāvaṇī [?], der Umfassenden [?]; / auf dem Bergrücken widerhallend, / zerbrich Gras, nicht die Gerste.

uśatī nāmāsi salindā nāma | / anyām āsāṃ gaccha yaṃ dviṣmas taṃ gaccha ||

Du bist Uśatī („die Begehrende“) mit Namen, Salindā mit Namen. / Geh zu einer anderen von diesen; / geh zu dem, den wir hassen.

parācīm anu saṃvataṃ / parācīm anu saṃvidaṃ / parācy anu ni drava | / itas tvā nāśayāmasi / brahmaṇā vīryāvatā ||

Rückwärts dem Saṃvata nach, / rückwärts dem Saṃvid nach, / rückwärts lauf hinab! / Von hier vertreiben wir dich / durch das kraftvolle Brahman.

vār bhavodakaṃ bhava- / -udakasyodakaṃ bhava | / kṣudrāt kṣodīyasī bhūtvā- / -athehy adhamaṃ tamaḥ ||

Werde Wasser, sei Wasser, / sei das Wasser des Wassers; / kleiner als klein geworden, / dann geh in die unterste Finsternis.

syonā bhava śivā bhava / śivāc chivatarā bhava | / phenān mṛdīyasī bhūtvā- / -idaṃ śasyam upā cara ||

Sei mild, sei heilvoll, / sei heilvoller als das Heilvolle; / weicher als Schaum geworden, / wandle um dieses Getreide [herum].

namas te astu vidyute stanayitnave | / namas te agne dūre hete kṛṇmo / mā no hiṃsīr dvipado mā catuṣpadaḥ ||

Verehrung sei dir, Blitz, Donnerer; / Verehrung dir, Agni: / in die Ferne [halten] wir dein Geschoss [?]. / Verletze nicht unsere Zweifüßer, nicht die Vierfüßer.

prati tvā sahasāsahaḥ / sahasā prati rudhmasi | / aindram idaṃ saho mahad / bhūmyās tavaṃ divi śritam | / aphālakṛṣṭam ā krama / mā na indra yavaṃ vadhīḥ ||

Gegen dich, du Überwältiger, [stellen wir uns] mit Übermacht, / mit Übermacht halten wir dagegen. / Indras ist diese große Kraft, / [die] auf der Erde [?] im Himmel ruht. / Über Unbepflügtes schreite hin; / nicht, Indra, erschlage uns die Gerste.

yāḥ samudrād uccaranty / utsebhyo yā nadībhyaḥ | / atyantaḥ sarpo vaidyuto / 'śaniṃ yāvayād itaḥ || anuvāka 5 |

Was aus dem Meer aufsteigt, aus Quellen, was aus den Flüssen: / die überlange Blitz-Schlange / möge den Donnerkeil von hier fernhalten.