tvaṃ prathamo amṛtatvam / agne devo devatvaṃ prathamo jigetha | / tava divi hṛdayaṃ saṃ babhūva / sa naḥ śivā āpo jātavedo ni yaccha ||
Du, Agni, hast als erster, als Gott, / Unsterblichkeit und Göttlichkeit gewonnen. / In deinem Himmel hat sich dein Herz gebildet; / Jātavedas, reiche uns die heilvollen Wasser herab.
(Im Agni geht Agni, hineingegangen, umher, / der Sohn der Seher, dieser Oberherrscher. / Ihm opfere ich mit Opfergabe, mit Schmalz: / man soll den Göttern den Anteil nicht entziehen.)
ye devā divi ṣṭha ye pṛthivyāṃ / jātavedo ya urāv antarikṣe | / ye giriṣu parvateṣv apsv antas / te devā aśaniṃ yāvayātha ||
Ihr Götter, die ihr im Himmel seid, die auf der Erde, / Jātavedas, die im weiten Luftraum, / die in den Bergen, Gebirgen, drinnen in den Wassern – / ihr Götter, haltet den Donnerkeil (aśani) fern.
Schaffe Freundschaft mit den Himmelsrichtungen, Jātavedas, / mit den Weltgegenden, [du] Herr, [du] Weiser. / Verletze uns nicht mit dem himmlischen Feuer, / mit dem die Maruts wetteifernd gegen das Getreide ziehen.
ye vidyutam aśanim ā tanvanti / marutaḥ salilād adhi | / kṛṣyai no viśvavārāyā / avadhanvā ni tanvatām ||
Die Blitz und Donnerkeil aus dem Wasser [der Wolke] heraus ausspannen, die Maruts – / für unseren Ackerbau, der allen Wunsch erfüllt, / sollen sie die Bogen abspannen [entspannen].
tā yantu svaraṃkṛtāḥ / syonāḥ śivatamāḥ pathā | / mā na indra yavaṃ vadhīr / mitramenena kṛṇmahe ||
Sie sollen gehen, laut tönend, / sanft, sehr heilvoll, auf [ihrem] Pfad. / Nicht sollst du, Indra, die Gerste erschlagen; / mit diesem schließen wir Freundschaft.
darbho agra oṣadhīnāṃ / śatakāṇḍo ajāyata | / sa devaiḥ prahito 'yam āgan / svastaye vṛṣā marudbhiḥ saha saṃvidānaḥ ||
Darbha-Gras, das erste der Pflanzen, / wurde hundertsprossig geboren. / Dieser, von den Göttern gesandt, ist gekommen, / zum Heil, der Bulle, mit den Maruts einig.