Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 15

Hymne 15.21 An die beiden Herren der Tiere um Heil

nayāmi vāṃ paśupatī / ghṛtenājyena vardhayan | / yaṃ dviṣmo yaś ca no dveṣṭi / tasya veśaḥ kariṣyathaḥ ||

Ich führe euch beide herbei, ihr Herren der Tiere, / [euch] mit Opferschmalz stärkend. / Den wir hassen und der uns hasst – / dessen Wohnstatt werdet ihr beide machen.

adhi brūtaṃ paśupatī / dvipade me catuṣpade | / prasūtau yatra jaghnatus / tato me mātaraṃ riṣat ||

Sprecht für meinen Zweifüßer, mein Vierfüßer ein gutes Wort ein, ihr Herren der Tiere. / Wo ihr beide [bei] der Geburt erschlagen habt, / von dort möge meiner Mutter Schaden geschehen [?].

yā vāṃ rudraḥ śivā tanū / yā vāṃ santi rogaṇāḥ | / yā vām āyuṣmatīs tanūs / tābhir no mṛḍataṃ yuvam ||

Welche heilvolle Gestalt von euch, Rudra, [es gibt], / welche Krankheitsscharen bei euch sind, / welche langlebigen Gestalten von euch – / mit diesen seid uns beide gnädig.

na pra minanti vratino vratāni / satyaṃ jinvanto vidathā vadantaḥ | / yasyeme rodasī ubhe / saṃyukte manasā hṛdā ||

Nicht verletzen die Gelübdehalter ihre Gelübde, / die Wahrheit fördernd, Ordnungen verkündend – / dessen diese beiden Welten, / beide, [sind] durch Sinn und Herz verbunden.

sa prajānāṃ prajāpatiḥ / sādhu rakṣati varṣati | / sa veda ratnabheṣajaṃ / devebhyas pary ābhṛtaṃ / tena no mṛḍataṃ yuvam | / jīvātave na martave / 'tho ariṣṭatātaye ||

Er, der Herr der Geschöpfe (Prajāpati), / schützt gut, er lässt regnen. / Er kennt das Kleinod-Heilmittel, / das von den Göttern herbeigebracht wurde; / damit seid uns beide gnädig – / zum Leben, nicht zum Sterben, / und zur Unversehrtheit.

saguṇāsa āsate / saṃyuktā balāya kam | / teṣāṃ yad indriyaṃ vṛha / cati rocati rocanā ||

Gleichartige sitzen, / verbunden, um Kraft zu [gewinnen]. / Deren Stärke, die [?] … – / der Lichtraum leuchtet.

ye te rocane bṛhatī / antarikṣe atho divaḥ | / tābhyām upa pra yāhi naḥ / sarvavīrām̐ ariṣyataḥ ||

Deine beiden großen Lichtwelten, / im Luftraum und im Himmel – / mit diesen beiden komm zu uns heran, / [uns] mit allen Männern, unversehrt bleibend.

sarvavīrā ariṣyanto / rocane adhi tasthima | / yathā nas tṛṣṇamad vasu / divi kṣipadbhyo apsu yā ||

Mit allen Männern, unversehrt bleibend, / haben wir uns auf die beiden Lichtwelten gestellt, / damit uns das begehrenswerte [?] Gut [zufalle], / das im Himmel in den [es] ausschleudernden Wassern ist [?].