Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 6

Hymne 6.2 Preis Varuṇas und Tritas

ṛdhaṅmandrayoninovibhāvā / amṛtāsuḥ sujanmā vardhamānaḥ | / adabdhāsur bhrājamāno 'heva / trito dādhāra trīṇi ||

Erfolgreich, mit erfreulichem Schoß [?], hellstrahlend, / unsterbliches Leben habend, wohlgeboren, wachsend, / von unverletzter Lebenskraft, funkelnd wie ein Tag – / Trita hat drei [Dinge] getragen. [?]

ni yo dharmaṇi prathamaḥ sasāda- / -ato vapūṃṣi kṛṇute purūṇi | / dhāsyur yoniṃ prathama ā viveśa- / -ā yo vācam anuditāṃ cikāya ||

Der als Erster im Gesetz (dharman) sich niedergelassen hat, / von da an schafft er viele Gestalten; / der Stifter, der als Erster in den Schoß einging, / der die unausgesprochene Rede erkannte.

yas te śokas tanva ārireca / kṣarad dhiraṇyaṃ śucayo 'nu svāḥ | / atrā dadhiṣe amṛtāni nāma- / -asme vastrāṇīṣa erayanta ||

Was von deinem Leib, deine Glut, überfloss, / Gold strömte, die Reinen, nach ihrem eigenen Wesen – / hier nimmst du unsterbliche Namen an; / uns bringen sie Gewänder und Labung in Bewegung. [?]

pra yad ete prataraṃ pūrvyaṃ guḥ / sadaḥsada ātiṣṭhanto ajuryam | / kaviḥ śuṣasya mātarā rihāṇe / jāmirvadhuryuḥpratimānimīta ||

Als diese [Dichter] den früheren, weiteren [Weg] vorwärts gingen, / jeden Sitz besteigend, den nicht alternden, / da maß der Dichter, die beiden Mütter des Śuṣa leckend, / [Gegenstück/Vergleichbares?] aus [?].

tad ū ṣu te mahā pṛthuryaman / namaḥ kaviḥ kāvyenākṛṇot | / yat samyañco 'bhiyanto *'dhi kṣām / adhā mahī rodhacakrā vavardha ||

Dies, ja, dir, großer Weiter, o Yaman, Verehrung; / der Dichter wirkte es mit dichterischer Kunst, / als sie sich vereinigend zur Erde hin ... / da wuchs die Große, [mit] Ufer(Nabe)-Rädern, empor. [?]

sapta maryādāḥ kavayas tatakṣus / tāsām id ekām abhy aṃhuro gāt | / utāmṛtāsur vṛta eṣi kṛṇvann / asura āptaḥ svadhayā samadguḥ ||

Sieben Grenzen haben die Dichter gezimmert; / bei einer von ihnen nur kam der Bedränger an. / Auch mit unsterblichem Leben gehst du, umhüllt, dahin, [sie] wirkend – / der Asura, erlangt, mit Eigenkraft ... [?]

utāyur jyeṣṭho ratnā dadhāty / ūrjā vā yaṃ sacate kavir dāḥ | / putro vā yat pitarā kṣatram īrte / jyeṣṭhaṃ maryādam ahvayan svasti ||

Auch der Lebensdauer-Älteste verleiht Schätze, / oder den der Dichter mit Kraft erreicht, der Geber; / wenn ein Sohn zusammen mit dem Vater die Herrschaft antreibt, / riefen sie die älteste Grenze an – zum Heil. [?]

darśan nu tān varuṇa ye ta iṣṭāv / āvarvṛtataḥ kṛṇavo vapūṃṣi | / ardham ardhena śavasā pṛṇakṣy / ardhena śuṣmaṃ vardhase *'mūra ||

Möge er sie sehen, Varuṇa, die bei deinem Opfer / dir die Gestalten hin und her wenden. / Halb um halb füllst du mit Kraft; / mit der [anderen] Hälfte wächst du an Stärke, Unverwirrter.

avīvṛdhāma śagmyaṃ sakhāyaṃ / varuṇaṃ putram aditer iṣiram | / kaviśastāny asmai vacāṃsy / avocāma rodasī satyavācau ||

Wir haben den hilfreichen Freund gestärkt, / Varuṇa, den Sohn der Aditi, den Erquickenden; / die von Dichtern gepriesenen Worte / haben wir für ihn gesprochen, ihr beiden Welten mit wahrer Rede.