Das Brahman ist sein Kopf, das Bṛhat[-Sāman] sein Rücken, / das Vāmadevya[-Sāman] der Bauch des Reisbreis; / die Metren [sind seine] Flügel, sein Mund die Wahrheit – / der Viṣṭārin ist aus der Glut (Tapas) geboren.
anasthāḥ śuddhāḥ pavanena pūtāḥ / śucayaḥ śucīn api yanti lokān | / viṣṭāriṇam odanaṃ ye pacanti / naiṣāṃ śiśnaṃ pra dahati jātavedāḥ ||
Knochenlos, rein, vom Wind gereinigt, / leuchtend gehen sie in leuchtende Welten ein – / die, die den Viṣṭārin-Reisbrei kochen: / deren Glied verbrennt Jātavedas nicht.
Yama sitzt [dort], er geht zu den Göttern hin, / er berauscht sich mit den Soma-Gandharven; / die, die den Viṣṭārin-Reisbrei kochen: / ihnen folgt nirgendwoher Not (Avarti).
rathī ha bhūtvā rathayāna īyate / pakṣī ha bhūtvāpi divaṃ sam eti | / eṣa yajño vitato vahiṣṭho / viṣṭārī pakvo divam ā sasāda ||
Zum Wagenfahrer geworden, fährt er im Wagen dahin, / zum Vogel geworden, gelangt er zum Himmel; / dies ausgespannte Opfer, das beste Fahrzeug – / der gekochte Viṣṭārin hat sich zum Himmel gesetzt.
Vier Krüge gibt er, in vier Weisen, / gefüllt mit Milch, mit Wasser, mit saurer Milch [und ...]. / Diese Kanäle sollen von allen Seiten zu dir kommen, / in der Himmelswelt, mit Svadhā strotzend.
Ghee-Seen habend, Honig-Ufer, Surā-Wasser, / gefüllt mit Milch, mit Wasser, mit saurer Milch: / diese Kanäle sollen täglich zu dir kommen, / in der Himmelswelt, mit Svadhā berauschend.
Weißen Lotus, Nachtlotus breitet er aus, / Lotuswurzel, Śālūka-Knolle, Śaphaka [?], Lotusstängel; / in der Himmelswelt, mit Svadhā strotzend, / sollen sich die zusammengefügten Lotusteiche zu mir gesellen.
yam odanaṃ pacāmi śraddadhāno / viṣṭāriṇaṃ lokajitaṃ svargam | / sa me mā kṣeṣṭa sadam aśyamāno / viśvarūpā kāmadughā dhenur astu me ||
Den Reisbrei, den ich gläubig koche, / den Viṣṭārin, den weltgewinnenden, himmlischen: / er soll mir nicht versiegen, wenn ich ihn beständig esse; / eine vielgestaltige, wunscherfüllende Kuh soll er mir sein.
vṛṣabhaṃ santaṃ saha sūnṛtayā / svarge loke amṛtaṃ duhānam | / ye me putrāḥ pitaraś ca santi / te tvā viṣṭārinn upa sarve sadeyuḥ ||
[Dich,] den Stier, der du bist, mit Sūnṛtā [Wahrheitsfreude], / in der Himmelswelt Unsterbliches melkend – / die, die meine Söhne und Väter sind, / die alle sollen sich zu dir, Viṣṭārin, setzen.
ya imān yajñān abhi vitaṣṭāra / yasyeme lokāḥ svadhayā samaktāḥ | / ye me pautrā uta ye pitāmahās / tebhyo viṣṭārinn amṛtāni dhukṣva ||
Der du diese Opfer überspannt [ausgebreitet] hast, / dessen diese Welten mit Svadhā gesalbt sind: / denen, die meine Enkel und die meine Großväter sind, / melke, Viṣṭārin, Unsterbliches.
yadi pṛthivīṃ yady antarikṣaṃ / yadi divaṃ devatā vā jagantha | / ye me prapautrāḥ prapitāmahāś ca / te tvā viṣṭārinn anu pra jñeṣur atra ||
Ob du zur Erde, ob zum Luftraum, / ob zum Himmel oder zu den Göttern gegangen bist: / die, die meine Urenkel und Urgroßväter sind, / sollen dich, Viṣṭārin, hier wiedererkennen.
In der Himmelswelt liegen Apsarasen bei ihnen, / zu Gattinnen geworden – bei denen, / die den Viṣṭārin-Reisbrei kochen, / [der] in dieser Welt mit Opfergabe (Dakṣiṇā) zugerichtet ist.