Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 6

Hymne 6.9 Weihe des Stiers, Beistand für den König

vṛṣāyam aṃśur vṛṣabhāya gṛhyate / vṛṣāyam ugro nṛcakṣase | / divyo naryo 'cikradan / mahan nāmarṣabhasya yat kakut ||

Stierhaft wird dieser Soma-Halm für den Bullen ergriffen, / stierhaft dieser Gewaltige, für den Männerschauenden; / der himmlische, männliche hat gebrüllt – / groß ist [das], was des Bullen Höcker ist. [?]

viṣuvān viṣṇo bhava / tvaṃ yo nṛpatir mama | / atho indra iva devebhyo / vi bravītu janebhyaḥ ||

Viṣuvant [?], sei Viṣṇu [?], / du, der mein Menschenherr ist; / und wie Indra unter den Göttern / soll er unter den Menschen entscheiden.

manuṣyebhyo vi bravītu / sajūr indreṇa medinā | / agniś ca tubhyaṃ sāhantyo / rāṣṭraṃ vaiśvānaro dadhat ||

Unter den Menschen soll er entscheiden, / einträchtig mit Indra, dem Ratgeber. / Und Agni, der Überwältiger, [und] / Vaiśvānara verleihe dir das Reich.

yasyāyaṃ bhāga ṛṣabha / indrāya pariṇīyate | / sa hantu śatrūn āyato / atho hantu parāyataḥ ||

Wessen Anteil dieser, o Stier, / für Indra herumgeführt wird – / der soll die Feinde erschlagen, die Herankommenden, / und erschlagen die Fliehenden.

sa hantā śatror bhavatu / hantā bhavatu dodhatām | / viśām aha praṇīr ayad / agram udbhindatām asat ||

Er sei Töter des Feindes, / Töter der Umherstoßenden. / Er lenke die Führer der Völker; / der Vorderste der Durchbrechenden sei er. [?]

āyuṣmantaṃ varcasvantam / atho adhipatiṃ viśām | / asyāḥ pṛthivyāś cettāram / imam indrarṣabhaṃ kṛṇu ||

Den Langlebigen, Glanzvollen / und Oberherrn der Stämme, / den Erkenner dieser Erde, / diesen mach, Indra, zum Stier.

yaḥ suśṛṅgaḥ sukakudaḥ / kalyāṇo barhir āsadat | / kārṣīvaṇaprajānena / ṛṣabheṇa yajāmahe ||

Der schönhörnige, schönhöckrige, / heilsame, der sich auf das Barhis setzte – / mit dem [von Kārṣīvaṇa] erkannten [?] / Stier opfern wir.

ṛṣabheṇa yajamānā / akrūreṇeva sarpiṣā | / mṛdhaś ca sarvā indreṇa / pṛtanāś ca sahāmahe ||

Mit dem Stier opfernd, / wie mit unschädlicher Schmelzbutter, / bewältigen wir alle Bedränger / und Schlachtheere mit Indra.

yaṃ tubhyaṃ bhāgam ṛṣabhaṃ / devāḥ kevalyaṃ daduḥ | / tena vṛtrāṇi jaṅghanaḥ / śatrūṃś ca jahy āhave ||

Den Anteil, den Stier, den dir / die Götter als alleinigen gaben – / mit dem erschlage die Vṛtras / und schlage die Feinde in der Schlacht.

jahi śatrūn vi mṛdho nudasva / kṛṣyāḥ saṃbhūto asi vīryāvān | / indrāya bhāgaṃ pari tvā nayāma / urur no loko apṛtanyo astu ||

Erschlage die Feinde, treibe die Bedränger auseinander; / aus dem Ackerbau zusammengekommen bist du, kraftvoll. / Für Indra führen wir dich als Anteil herum; / weit sei unser Raum, frei von Kämpfen.

ghṛtavṛddha ghṛtāhuta / sahasraśṛṅga suṣṭuta | / ghṛtāhavana dīdihi ||

Schmalz-Gewachsener, Schmalz-Begossener, / Tausendhörniger, Gutgepriesener, / dem Schmalz zugerufen wird – leuchte.

yo ghṛtenābhighārita / ugro jaitrāya tiṣṭhasi | / sa naḥ saṅkāsu pāraya / pṛtanāsāhyeṣu ca ||

Der du mit Schmalz übergossen, / gewaltig zum Sieg dich erhebst – / führe uns über die Bedrängnisse / und in den Schlachtkämpfen hinüber.