Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 6

Hymne 6.21 An die Nacht: Anvertrauung und Behütung

atho yāni ca vasmahe / yāni cāntaḥ parīṇahi | / tāni te pari dadmasi ||

Und was wir [an uns] tragen, / und was du innerhalb [unseres Besitzes] umhegst [?] – / das alles vertrauen wir dir an.

rātri mātar uṣase naḥ pari dehi | / uṣā no ahne pari dadātv / ahas tubhyaṃ vibhāvari ||

Nacht, Mutter, gib uns der Uṣas anheim; / Uṣas soll uns dem Tag anvertrauen, / der Tag dir, Strahlende.

yat kiṃ cedaṃ patayati / yat kiṃ cedaṃ sarīsṛpam | / yat kiṃ ca padvad āsanvat / tasmāt tvaṃ rātri pāhi naḥ ||

Was auch immer da fliegt, / was auch immer da kriecht, / was auch immer Füße hat [und] ein Maul hat – / davor, Nacht, schütze uns.

sā paścāt pāhi sā puraḥ / sottarād adharād uta | / gopāya no vibhāvari / stotāras ta iha smasi ||

Du schütze [uns] von hinten, du von vorn, / du von oben und von unten; / behüte uns, Strahlende – / wir sind hier deine Preisenden.

ye rātrim anutiṣṭhanti / ye ca bhūteṣu jāgrati | / paśūn ye sarvān rakṣanti / te na ātmasu jāgratu / te naḥ paśuṣu jāgratu ||

Die, die der Nacht nachgehen, / und die unter den Wesen wachen, / und die alles Vieh hüten – / sie sollen über uns selbst wachen, / sie sollen über unser Vieh wachen.

veda vai rātri te nāma / ghṛtācī nāma vā asi | / tāṃ tvā bharadvājo veda / sā no vitte 'dhi jāgṛhi ||

Ich kenne fürwahr, Nacht, deinen Namen; / oder du heißt „Ghṛtācī“ [die Fettreiche/Ghee-Triefende]. / Diesen dich kennt Bharadvāja; / sie [= du] wache über unseren Besitz.