nir ṇudaināṃ pra ṇudaināṃ / svān nipadanād adhi | / vibhraṃśam asyai kṛṇmo / vi gṛhair bhraṃśatām asau ||
Stoße sie hinaus, stoße sie fort / von ihrem eigenen Lagerplatz! / Trennung bereiten wir ihr; / aus den Häusern soll jener [NN] herausfallen.
Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 6
nir ṇudaināṃ pra ṇudaināṃ / svān nipadanād adhi | / vibhraṃśam asyai kṛṇmo / vi gṛhair bhraṃśatām asau ||
Stoße sie hinaus, stoße sie fort / von ihrem eigenen Lagerplatz! / Trennung bereiten wir ihr; / aus den Häusern soll jener [NN] herausfallen.
apāñcaṃ patim ā kurv / adharācīṃ striyaṃ naya | / atīmān daśa parvatān / atīmā nāvyā daśa ||
Mache den Gatten rückwärts gewandt, / führe die Frau abwärts gewandt fort: / über diese zehn Berge hinweg, / über diese zehn Schiffbaren [Gewässer].
adharācīm avācīm / atho akuśalāṃ diśam | / vibhraṃśam asyai kṛṇmas / tenaināṃ pra dahāmasi ||
Abwärts gewandt, nach unten, / und in die unheilvolle Himmelsrichtung: / Trennung bereiten wir ihr, / damit verbrennen wir sie.
āja nir aja bilaṃ / bilād araṇyam ā kurv / araṇyād araṇaṃ janam | / mṛgām̐ anu pra pātaya / vātasyaināṃ śikhāṃ kuru ||
Treibe [sie] hinaus in die Höhle; von der Höhle / mache [sie] zum Wald, / vom Wald zu einem ungastlichen Volk [?]. / Jage [sie] den Wildtieren nach; / mache sie zur Haarspitze des Windes.
vātāgre asyā hṛdayaṃ / mano reṣmaṇi dadhmasi | / vibhraṃśam asyai kṛṇmo / vidhvaṃśam āsaktaṃ dame ||
An der Spitze des Windes [setzen wir] ihr Herz, / ihren Geist setzen wir in den Ansturm [/ Sturm]; / Trennung bereiten wir ihr, / Zerstörung, im Haus angeheftet.
sarvam anu pari plavatām / antarā dyāvāpṛthivī ubhe | / yathānavadhṛtā carād / vṛṣatūlam ivopari ||
Sie soll allem nachtreiben, / zwischen Himmel und Erde, den beiden, / so dass sie ungehemmt umherziehe / wie eine [leichte] Flocke [vṛṣatūla] oben darüber.
aśam asyai vāto vātv / aśaṃ tapatu sūryaḥ | / atho yad annam aśnāti / tad asyai viṣavattaram ||
Unheil [?] soll für sie der Wind wehen, / Unheil soll die Sonne brennen; / und was an Speise sie isst, / das sei für sie giftiger [als Gift].
siṃhas te astu cakṣuṣa ity ekā ||
„Ein Löwe sei dir für das Auge“ – dies ist eine [Strophe].
eṣa vām agnir antarā / sa viṣvañcau vy asyatu | / yathā vāṃ na sahāsaty / uttarasmiṃś canāyuṣi ||
Dies ist euer Agni, dazwischen; / er soll die beiden auseinandertreiben, / so dass für euch beide kein Beisammensein gelingen möge, / auch nicht in späterem Lebensalter [?].
ut pātaya śimidāvati / pra pātaya śimidāvati | / imau vy asya dampatī / pakvaṃ māṃsam ivāsinā ||
Schleudere sie hoch, Śimidāvatī, / schleudere sie fort, Śimidāvatī! / Diese beiden Eheleute zerlege / wie gekochtes Fleisch mit dem Schwert.
meyam asmin patau raṃsta / mo asmiñ chayane sve | / jahātu vasanaṃ svam / ahir jīrṇām iva tvacam ||
Diese soll bei diesem Gatten keine Lust finden, / nicht auf diesem ihrem eigenen Lager; / sie soll ihr Gewand ablegen, / wie die Schlange die alte Haut.
yathā mṛtāś ca jīvāś ca- / -asmiṃl loke vyokasaḥ | / evemau dampatī stām / asmiṃl loke vyokasau ||
Wie Tote und Lebende in dieser Welt / getrennt hausen, / so sollen diese beiden Eheleute / in dieser Welt getrennt hausen.