Quellen der Menschheit

Kulārṇava Tantra

Paṭala 6: śrīkulārṇavatantre dravyasaṃskāravidhānakathanaṃ nāma ṣaṣṭha ullāsaḥ 6. Kapitel: Darlegung der Regeln zur Zubereitung der Substanzen

Quelle: Kulārṇava-Tantra, hg. Tārānātha Vidyāratna (Arthur Avalon), Tantrik Texts Vol. 5, Luzac & Co., London 1917 (archive.org, OCR-Text, Devanāgarī). Inhalt: Pārvatī fragt nach dem Kennzeichen des Verehrers und der Zubereitung der Kula-Substanzen. Śiva beschreibt den qualifizierten Verehrer (1–11), den Ort und die innere Vorstellung der Juweleninsel (12–15), die fünffache Reinigung von Selbst, Ort, Mantra, Substanzen und Gottheit (16–22), Maṇḍala und Gefäße (23–28), die Zubereitung von Wein, Fisch und Fleisch mit Mantras und Kalās (29–62), die Guru-Reihen und Anrufung der Göttin (63–71), Bild- und Yantra-Verehrung (72–92), Verehrung samt Tarpaṇa (Sättigungsspende) mit Fingerhaltungen (93–99) sowie Schlussopfer (100–102). Die OCR-Qualität ist schlecht, besonders bei den Kalā-/Bīja-Versen 36–59 und dem Meditationsvers 100; unsichere Stellen sind mit [?] markiert. Versnummern der Ausgabe sind teils verstümmelt (30, 31 usw.) und wurden nach der Zählung korrigiert; die Zählung 1–102 ist lückenlos.

śrīdevy uvāca | kuleśa śrotum icchāmi pūjakasya ca lakṣaṇam | kuladravyādisaṃskāram arcanaṃ ca vada prabho ||1|| īśvara uvāca | śṛṇu devi pravakṣyāmi yan māṃ tvaṃ paripṛcchasi | tasya śravaṇamātreṇa stūyate devadānavaiḥ ||2|| nirastapātakā yatra mānavāḥ puṇyakāṅkṣiṇaḥ | jñānasusampannā bhajante ye dṛḍhavratāḥ ||3|| pūrṇābhiṣekasahito vedaśāstrārthatattvavit | devatāgurubhaktaś ca niyatātmārcayet priye ||4|| kulāgamarahasyajño devi tvadārādhanotsukaḥ [?] | gurūpadeśasaṃyuktaḥ pūjayet kulanāyike ||5|| śuddhātmā cātisaṃhṛṣṭaḥ krodhalaulyavivarjitaḥ | paśuvratādivimukhaḥ sumukhas tu yajet priye ||6|| yadā puṃsaḥ kāryārthasya kāle vanite priye [?] | matprasādena bhūyād dravyaśaktisamāgamaḥ ||7||

Die Göttin sprach: Herr der Kula (kula = die Gesamtheit der Śakti-Überlieferung; „Kula-Herr“ ist ein Titel Śivas), ich möchte das Kennzeichen des Verehrers hören, ebenso die Zubereitung der Kula-Substanzen (kuladravya) und die Verehrung. Sage es, o Herr. (1) Īśvara sprach: Höre, Göttin, ich sage dir, wonach du mich fragst; allein durch das Hören davon wird man von Göttern und Dämonen gepriesen. (2) [Es sind] die Menschen, deren Vergehen beseitigt sind, die Verdienst erstreben, an Wissen reich, die mit festen Gelübden [dich] verehren. (3) Mit der vollen Weihe (pūrṇābhiṣeka) versehen, das Wesen des Sinnes von Veda und Śāstra kennend, der Gottheit und dem Guru ergeben, selbstbeherrscht soll er verehren, Liebe. (4) Die Geheimlehre der Kula-Überlieferung (kulāgama) kennend, o Göttin, eifrig bestrebt, dir zu dienen [?], mit der Unterweisung des Guru ausgestattet, soll er verehren, Herrin der Kula. (5) Reinen Herzens, sehr froh, frei von Zorn und Gier, abgewandt vom Weg des „Tiers“ (paśu-vrata, d. h. den Bindungen der gewöhnlichen, nicht eingeweihten Ebene) und dergleichen, freundlichen Angesichts soll er verehren, Liebe. (6) Wenn einem Mann, der ein Ziel/Werk verfolgt, mit der Zeit, o Liebe [?], durch meine Gnade das Zusammentreffen mit Substanzen und Śakti eintreten soll ... (7) [Anm.: der Satz ist ohne Nachsatz; siehe Vers 8.]

Vers 1: In der Ausgabe steht kuleśa; Fußnoten zu pūjakasya/arcanaṃ (ka ga gha: kuladravyādiyajanaṃ saṃskāram). Vers 3: OCR „puṇyakāṅkṣiṇaḥ“ aus entstelltem Wort rekonstruiert; der Satz hat kein Verb im ersten Halbvers (Relativsatz „yatra“ – Konstruktion lose, wörtlich übernommen). Vers 5b: „tvadārādhana-“ [?] aus entstelltem OCR; Vers 6d: „sumukhas“ [?] (Fußnote ka: sanmukhas). Vers 7: OCR stark entstellt: „kāryārthasya“ (Fußnote kha: kāryam), „vanite“ [?]; Fußnote 10: kha „bindu-śakti“, ṅa „dravya-śakti“ – ich lese dravyaśakti. Der Sinn ist unsicher [?].

tadarthaṃ tarpaṇaṃ kuryāt kuladravyair yathoditaiḥ [?] | gurūpadeśavidhinā cānyathā patanaṃ bhavet ||8|| mantrayogena deveśi kuryāc chrīcakrapūjanam | tad annaṃ tvayā sārdhaṃ gṛhṇāmi svayam ādarāt [?] ||9|| bhairavo 'ham iti jñānāt sarvajñādiguṇānvitaḥ | iti saṃcintya yogīndraḥ kulapūjārato bhavet ||10|| ityādilakṣaṇopetaḥ kaulikaḥ niyatavrataḥ | yas tvāṃ samarcayed devi bhuktimuktyoḥ sa bhājanam ||11|| ekānte vijane 'ranye deśe bādhāvivarjite | sukhāsane samāsīnaḥ prāṅmukho vāpy udaṅmukhaḥ ||12|| amṛtābdhau maṇidvīpe kalpavṛkṣataros tale | ratnaprākārasaṃdīptaṃ smaren māṇikyamaṇḍapam ||13|| puṣpamālāvitānāḍhyaṃ pracchannapaṭasaṃvṛtam | karpūradīpabhāsvantaṃ dhūpāmodasugandhikam ||14|| tanmadhyasthaṃ svam ātmānaṃ dhyātvānākulacetasā | gurvājñayā devi kulapūjāṃ samācaret ||15||

Dazu soll er mit den Kula-Substanzen, wie sie vorgeschrieben sind [?], eine Tarpaṇa (Sättigungs-Spende) darbringen, nach der Regel der Unterweisung des Guru; sonst droht der Fall (in die Hölle bzw. Statusverlust). (8) Durch Mantra-Yoga, Göttin der Götter, soll er die Verehrung des Śrīcakra vollziehen. Jene Speise nehme ich selbst mit dir zusammen voll Achtung an [?]. (9) „Ich bin Bhairava“ – in dieser Erkenntnis, mit den Eigenschaften wie Allwissenheit ausgestattet, so denkend soll der Fürst der Yogis der Kula-Verehrung ergeben sein. (10) Wer, Göttin, mit solchen Merkmalen ausgestattet, als Kaulika mit festen Gelübden dich recht verehrt, der ist ein Gefäß (Empfänger) sowohl von Genuss (bhukti) als auch von Erlösung (mukti). (11) An einem einsamen, menschenleeren Ort im Wald, an einem Platz frei von Störung, auf bequemem Sitz sitzend, nach Osten oder nach Norden gewandt, (12) soll er sich im Ozean des Nektars die Juweleninsel (maṇidvīpa) vorstellen, unter dem Wunschbaum, einen Rubinpavillon, von einer Juwelenmauer strahlend, (13) reich an Blumengirlanden und Baldachin, von einem Vorhang verhüllt, glänzend vom Kampferlicht, wohlriechend vom Duft des Räucherwerks. (14) In dessen Mitte sich selbst sitzend meditierend, mit ungestörtem Geist, soll er auf Geheiß des Guru, o Göttin, die Kula-Verehrung vollziehen. (15)

Vers 8a: „yathoditaiḥ“ [?] aus entstelltem OCR. Vers 9b: OCR „tad annaṃ“ (?) – Sinn der Halbzeile („ich selbst nehme … mit dir an“) ist unsicher [?]; zu „śrīcakra“ vgl. den Beginn von Vers 9 (OCR „yo-cakra-pūjanam“). Vers 13a: Fußnote 6 ka: amṛtākhya. „maṇidvīpa“: mythische Juweleninsel als Sitz der Göttin.

ātmasthānamanudravyadevaśuddhis tu pañcadhā [?] | yāvan na kurute mantrī tāvad evārcanaṃ kutaḥ ||16|| susnānabhūtaśuddhiprāṇāyāmādibhiḥ priye | ṣaḍaṅgādyakhilanyāsair ātmaśuddhiḥ samīritā ||17|| snānānulepanādyair darpaṇodaravat kṛtam | vitānadhūpadīpādipuṣpamālopaśobhitam | pañcavarṇarajaścitraṃ sthānaśuddhir itīritā ||18|| grathitvā mātṛkāvarṇair mūlamantrākṣarāṇi ca | kramotkramād āvṛttiḥ mantraśuddhir itīritā [?] ||19|| pūjādravyāṇi saṃprokṣya mūlāstreṇa vidhānavit | darśayec ca dhenumudrāṃ dravyaśuddhir itīritā ||20|| pīṭhe devaṃ pratiṣṭhāpya sakalīkṛtya mantravit | mūlamantreṇa dīptātmā nyāsadravyodakena ca | vīkṣya prokṣayed vidvān devaśuddhir itīritā ||21|| pañcaśuddhiṃ vidhāyaivaṃ paścād yajanam ācaret | sā pūjā saphalā proktā cānyathā niṣphalā bhavet ||22||

Die Reinigung des Selbst, des Ortes, des Mantra, der Substanzen und der Gottheit – [dies sind die fünf Reinigungen]; solange der Mantra-Kundige diese nicht vollzieht, wie [kann] dann Verehrung [gelingen]? (16) Durch gutes Baden, Reinigung der Elemente (bhūta-śuddhi), Atemregelung (prāṇāyāma) usw., durch sechsgliedrige und alle [übrigen] Nyāsas (Platzierungen von Mantras am Körper), Liebe, heißt die Reinigung des Selbst (ātma-śuddhi). (17) [Der Ort] durch Waschen, Salben usw. wie das Innere eines Spiegels gemacht, mit Baldachin, Räucherwerk, Lampen usw. und Blumengirlanden geschmückt, mit Pulver in fünf Farben bunt gezeichnet: das heißt Reinigung des Ortes. (18) Indem man die Silben des Wurzelmantras (mūlamantra) mit den Buchstaben der Mātṛkā (des Alphabets, „Mütter“) verflicht, [sie] in gerader und umgekehrter Reihenfolge wiederholt [?] – das heißt Reinigung des Mantra. (19) Nachdem der Kundige die Verehrungsgegenstände mit dem Waffenmantra (astra) [?] besprengt hat, zeige er die Dhenu-Mudrā (Kuh-Geste): das heißt Reinigung der Substanzen. (20) Nachdem der Mantra-Kundige die Gottheit auf den Sitz gesetzt und „vollständig gemacht“ (sakalīkṛtya: die Gottheit mit den Gliedmantras versehen) hat, entzündet in sich mit dem Wurzelmantra, soll der Weise [sie] anschauen und mit dem Wasser der Nyāsa-Substanzen besprengen: das heißt Reinigung der Gottheit. (21) Nachdem man so die fünffache Reinigung vollzogen hat, vollziehe man danach die Verehrung. Diese Verehrung heißt fruchtbar; anders wird sie fruchtlos. (22)

Vers 16b: OCR „pañcamī“; ich lese pañcadhā [?] („fünffach“), weil die Aufzählung fünf Glieder nennt (vgl. Vers 22 pañcaśuddhim). Vers 19: OCR stark entstellt; Fußnote kha: kramoktamātṛkāvṛttiḥ („Wiederholung der Mātṛkā in der vorgeschriebenen Reihenfolge“); Rekonstruktion unsicher [?]. Vers 20: OCR „sakalāstraiḥ“ [?]; Fußnote 4 kha/ṅa „mudrāstrādi / mūlenaiva“; ich lese mūlāstreṇa [?]. Vers 21: mehrere Handschriftenvarianten (Fußnote 6); die Lesung von c–d ist unsicher [?].

maṇḍalena vinā pūjā niṣphalā kathitā priye | tasmān maṇḍalam ālikhya vidhivat tatra pūjayet ||23|| akhaṇḍamaṇḍalākāraṃ viśvaṃ vyāpya vyavasthitam | trailokyaṃ maṇḍitaṃ yena maṇḍalaṃ tat sadā śivam ||24|| uḍḍīyānaṃ caturasraṃ kāmarūpaṃ ca vartulam | jālandharaṃ candrābhaṃ trasraṃ pūrṇagirir bhavet [?] ||25|| abhyarcya maṇḍalaṃ paścād ādhārān sthāpayet kramāt | sāmānyārghyaguru[?]bhogabalipātrāṇi pañcadhā ||26|| dvipātraṃ vā tripātraṃ vā ekapātraṃ tu kārayet | svadakṣiṇādivāmāntaṃ sthāpyābhyarcyāsanena tu [?] ||27|| saṃpūjya mūlamantreṇa kuleśvari vidhānavit | tatra māṣapramāṇaṃ tu matsyaṃ māṃsaṃ vinikṣipet ||28||

Ohne Maṇḍala (kultisches Diagramm) gilt die Verehrung als fruchtlos, Liebe. Darum zeichne man ein Maṇḍala nach Vorschrift und verehre dort. (23) Was in der Gestalt eines ungeteilten Kreises das All durchdringt und besteht, wodurch die drei Welten geschmückt (maṇḍita) sind – jenes Maṇḍala ist stets Śiva. (24) Uḍḍīyāna [ist] viereckig, Kāmarūpa rund, Jālandhara mondfarben, und Pūrṇagiri dreieckig [?] (die vier Kraftorte/Pīṭhas). (25) Nachdem man das Maṇḍala verehrt hat, stelle man danach der Reihe nach die Untersätze auf; die Gefäße für allgemeines Arghya (Gästewasser), für den Guru [?], für Genuss (bhoga) und Opfergabe (bali) – fünffach [?]. (26) Man mache ein Zweigefäß-, ein Dreigefäß- oder ein Einzelgefäß[-Arrangement]; von der eigenen Rechten bis zur Linken aufstellt und mit Sitz verehrt [?]. (27) Nachdem man [sie] mit dem Wurzelmantra verehrt hat, Herrin der Kula, gebe der Regelkundige dort Fisch und Fleisch von der Größe einer Bohne (māṣa) hinein. (28)

Vers 25: OCR unsicher; die Formen [rund/viereckig/mond-/dreieckig] nach den Handschriften-Varianten erschlossen [?]; Uḍḍīyāna, Kāmarūpa, Jālandhara und Pūrṇagiri sind die vier klassischen Pīṭhas. Vers 26cd: OCR „sāmānyaśrīguru…bhogabalipātrāṇi“ entstellt; Fußnote 4 (kha ṅa) liest etwa „…arghyaṃ bhogapūjābalipātraṃ ca pañcadhā“; unsicher [?]. Vers 27: laut Fußnoten fehlt dieser Vers (bzw. ein Halbvers) in den Handschriften kha und ṅa; Text unsicher [?]. „māṣa“: Bohne (Phaseolus radiatus) als Maßeinheit.

naṣṭaiḥ paryuṣitocchiṣṭair durgandhair vivarjitaiḥ [?] | hetubhiḥ parapātrasthais tarpitaṃ niṣphalaṃ bhavet [?] ||29|| na pūrayanti pātrāṇi apriyais taiḥ kuleśvari | svādiṣṭaiś ca madirādidravyair atisaṃskṛtaiḥ [?] | manoharair … tarpaṇaṃ saphalaṃ bhavet [?] ||30|| asaṃskṛtā surā pāpakalahavyādhiduḥkhadā | āyuḥśrīkīrtisaubhāgyadhanadhānyavināśinī ||31|| tasmāt saṃskṛtya vidhivat kuladravyaṃ tato 'rcayet | anyathā narakaṃ yāti dātā bhoktā na saṃśayaḥ ||32|| vinā dravyādhivāsena na japen na smaret priye | ye smaranti narā mūḍhās teṣāṃ duḥkhaṃ pade pade ||33|| nāsavena vinā mantro na mantreṇa vināsavaḥ | parasparavirodhitvāt [?] kathaṃ pūjā vidhīyate ||34|| tataḥ … jñātvā gurumukhāt priye | vīkṣaṇaṃ prokṣaṇaṃ dhyānaṃ mantramudrā viśodhanam | dravyaṃ tarpaṇayogyaṃ syād devatāprītikārakam ||35||

Mit verdorbenen, abgestandenen, unreinen, übelriechenden [Stoffen; oder: „frei von“ – unsicher, ?] … und mit [Dingen] aus Gefäßen anderer [?] dargebrachte Sättigung (tarpaṇa) wird fruchtlos. (29) Mit ihnen, Herrin der Kula, füllt man die Gefäße nicht, wenn sie unerwünscht sind; [dagegen] mit wohlschmeckenden Substanzen wie Wein usw., [gut] zubereitet [?], herzgewinnenden …, wird die Sättigung fruchtbar. (30) Nicht zubereiteter (asaṃskṛtā) Wein (surā) bringt Sünde, Streit, Krankheit und Leid, und zerstört Lebensdauer, Glanz, Ruhm, Glück, Besitz und Getreide. (31) Darum soll man die Kula-Substanz nach Vorschrift zubereiten (saṃskṛ) und dann verehren; andernfalls kommt sowohl der Geber wie der Genießer in die Hölle – daran ist kein Zweifel. (32) Ohne die „Einweihung“ der Substanzen (dravyādhivāsa) soll man weder rezitieren noch sich [der Gottheit] erinnern, Liebe; wer sich, verblendet, [dennoch] erinnert, dem [wird] Leid auf Schritt und Tritt. (33) Ohne Wein (āsava) kein Mantra, ohne Mantra kein Wein; wegen [ihrer] gegenseitigen [?] … – wie soll [dann] Verehrung vollzogen werden? (34) Dann, nachdem man [das Verfahren] vom Mund des Guru erkannt hat, Liebe: Anschauen, Besprengen, Meditation, Mantra, Mudrā, Reinigung – [so] wird die Substanz tauglich zur Sättigung und erfreut die Gottheit. (35)

Vers 29–30: OCR stark entstellt, Lesarten der Handschriften weichen voneinander ab (Fußnoten 6–9); Übersetzung unsicher [?]. Der Text von 30 ist in der zweiten Hälfte unvollständig (…). Vers 31: OCR-Zählung „21“ = 31; Fußnote 9 (ka ga): „asaṃskṛtasurāpānaṃ kalahavyādhiduḥkhadam“. Vers 34: „parasparavirodhitvāt“ steht so in der OCR; der Sinn verlangt eher „gegenseitige Unzertrennlichkeit“ (also evtl. a-virodhitvāt oder avinābhāvāt) [?]; ich gebe die Lesart der Vorlage und markiere sie. Vers 35a: OCR unlesbar; Rest sinngemäß. „dravyādhivāsa“: vorbereitende Weihe der Substanzen (nach Fußnote ka/ṅa).

agnisūryendubrahmaviṣṇurudreśasadāśivāḥ [?] | caturnavatimantraḥ syād yaś caiva parākhyakaḥ [?] ||36|| amṛtā mānadā pūṣā tuṣṭiḥ puṣṭī ratir dhṛtiḥ | śaśinī candrikā kāntir jyotsnā śrīḥ prītir aṅgadā ||37|| pūrṇā pūrṇāmṛtā ceti kathitāḥ kalāḥ priye | saumyāḥ kāmapradāyinyaḥ ṣoḍaśa somajāḥ kalāḥ ||38|| tapinī tāpinī dhūmrā marīcir jvālinī ruciḥ | suṣumṇā bhogadā viśvā bodhinī dhāriṇī kṣamā | kādyā vasudāḥ saurāḥ ṭhāntā dvādaśa smṛtāḥ [?] ||39|| dhūmrārciḥ ūṣmā jvalinī jvālinī visphuliṅginī | suśrīḥ surūpā kapilā havyakavyavahe api | āgneyā ḍādiphāntāś ca daśa dharmapradāḥ kalāḥ [?] ||40||

Feuer, Sonne, Mond, Brahmā, Viṣṇu, Rudra, Īśa und Sadāśiva [sind die Herrscher der Kalā-Gruppen; ?]; ein „Vierundneunzig-Mantra“ soll [es] sein, und jenes, das „das Höchste“ (parā) heißt [?]. (36) Amṛtā, Mānadā, Pūṣā, Tuṣṭi, Puṣṭi, Rati, Dhṛti, Śaśinī, Candrikā, Kānti, Jyotsnā, Śrī, Prīti, Aṅgadā, (37) Pūrṇā und Pūrṇāmṛtā – so sind die Kalās (Teil-Kräfte) genannt, Liebe: sanft, Wünsche gewährend, sechzehn mondgeborene Kalās (die den sechzehn Vokalen entsprechen). (38) Tapinī, Tāpinī, Dhūmrā, Marīci, Jvālinī, Ruci, Suṣumṇā, Bhogadā, Viśvā, Bodhinī, Dhāriṇī, Kṣamā – die von „ka“ bis „ṭha“ [reichenden] Sonnen-Kalās, Reichtum gebend, sind als zwölf überliefert. (39) Dhūmrārci, Ūṣmā, Jvalinī, Jvālinī, Visphuliṅginī, Suśrī, Surūpā, Kapilā, Havyavāhā und Kavyavāhā: die Feuer-Kalās, von „ḍa“ bis „pha“ [?], zehn an der Zahl, Tugend (dharma) verleihend. (40)

Verse 36–59 behandeln die Kalās (Teilkräfte), die den Buchstaben der Mātṛkā zugeordnet sind, und die Reinigungsmantras für das Trankgefäß; der Text ist hier besonders schlecht überliefert. Vers 36: OCR unsicher; die Aufzählung der Herrscher (Feuer, Sonne, Mond, Brahmā, Viṣṇu, Rudra, Īśa, Sadāśiva) ist aus den folgenden Gruppen erschlossen [?]; „caturnavati“ (94) nach Vers 48. Vers 39d und 40c: Buchstabenreihen nach der Zählung der Kalās (12 Sonnen-Kalās = ka … ṭha, 10 Feuer-Kalās = ḍa … pha) erschlossen [?]; Fußnote 7 (ṅa) weicht ab. Vers 40: Fußnote zufolge steht in den Handschriften ein zusätzlicher Halbvers.

sṛṣṭir ṛddhiḥ smṛtir medhā kāntir lakṣmīr dyutiḥ sthirā | sthitiḥ siddhir iti proktāḥ kavargakalā daśa | akāraprabhavā brahmajātāḥ syuḥ sṛṣṭaye kalāḥ ||41|| jarā ca pālinī śāntir īśvarī ratikāmike | varadā hlādinī prītir dīrghā syuḥ ṭavargajāḥ [?] | ukāraprabhavā viṣṇujātāḥ syuḥ sthitaye kalāḥ ||42|| tīkṣṇā raudrī bhayā nidrā tandrā kṣut krodhinī kriyā | utkārī mṛtyur ity uktā payavargakalā daśa | makāraprabhavā rudrajātāḥ syuḥ saṃhṛtaye kalāḥ ||43|| śavargāc catasraḥ syuḥ pītā śvetāruṇāsitāḥ | kalā īśvarasaṃjātās tirodhānāya bindujāḥ [?] ||44|| nivṛttiś ca pratiṣṭhā ca vidyā śāntis tathaiva ca | indhikā dīpikā cāpi recikā mocikā parā ||45|| sūkṣmā sūkṣmāmṛtā jñānā 'mṛtā cāpyāyinī tathā | vyāpinī vyomarūpā ca ṣoḍaśa syuḥ kalāḥ | sadāśivabhavā nādād anugrahakalāḥ kramāt ||46||

Schöpfung (Sṛṣṭi), Wohlstand (Ṛddhi), Erinnerung (Smṛti), Einsicht (Medhā), Glanz (Kānti), Lakṣmī, Dyuti, Sthirā (Beständigkeit), Sthiti (Bestand), Siddhi (Vollkommenheit): so werden die zehn Kalās der ka-Gruppe (kavarga) genannt; vom Laut „a“ hervorgebracht, von Brahmā geboren, sind es die Kalās für die Schöpfung. (41) Jarā (Alter), Pālinī, Śānti, Īśvarī, Rati und Kāmikā, Varadā, Hlādinī, Prīti, Dīrghā [?]: sie sind aus den ṭa- und ta-Gruppen geboren [?]; vom Laut „u“ hervorgebracht, von Viṣṇu geboren, sind es die Kalās für die Erhaltung. (42) Tīkṣṇā (die Scharfe), Raudrī, Bhayā (Furcht), Nidrā (Schlaf), Tandrā (Mattigkeit), Kṣut (Hunger), Krodhinī (Zorn), Kriyā, Utkārī, Mṛtyu (Tod): so heißen die zehn Kalās der pa- und ya-Gruppe [?]; vom Laut „ma“ hervorgebracht, von Rudra geboren, sind es die Kalās für die Auflösung. (43) Aus der śa-Gruppe [stammen] vier: die gelbe, die weiße, die rote und die schwarze; die Kalās, aus Īśvara geboren, sind aus dem Punkt (bindu) entstanden, für die Verhüllung [?]. (44) Nivṛtti, Pratiṣṭhā, Vidyā und Śānti, ebenso Indhikā, Dīpikā, Recikā, Mocikā, Parā, (45) Sūkṣmā, Sūkṣmāmṛtā, Jñānā, Amṛtā, Āpyāyinī, Vyāpinī und Vyomarūpā: [zusammen] sollen es sechzehn Kalās sein; aus Sadāśiva, aus dem Nāda (Urklang) geboren, der Reihe nach die Kalās der Gnade (anugraha). (46)

Die fünf Gruppen entsprechen den fünf Werken (Schöpfung, Erhaltung, Auflösung, Verhüllung, Gnade). Vers 42/43: Zuordnung der Buchstabengruppen (ṭa/ta; pa/ya) nach OCR-Formen „ṭatavarga“ und „payavarga“ unsicher [?]. Vers 44: OCR „ṣavarga“ (Lesung śavarga für die vier Zischlaute śa ṣa sa ha); die Farbnamen aus entstellten OCR-Formen erschlossen [?]; Fußnote 10 (ṅa) „sthirā jñānāya bindujāḥ“ abweichend. Vers 46: Genannt sind nur 15 Namen erkennbar; die Zahl sechzehn ist im Text vorgegeben (evtl. ist ein Name in OCR verschmolzen) [?].

prathamaṃ prakṛter haṃsaḥ pratadviṣṇur anantaram | tryambakaṃ tu tṛtīyaṃ syāc caturthas tatpadādikaḥ ||47|| viṣṇur yoniṃ kalpayatu pañcamaḥ kalpanāmanuḥ | caturnavatimantrātmadevatābhāvasiddhidāḥ ||48|| mantrajāpaś ca saṃprokta ātmastavaś ca pañcabhiḥ | atraite pañca saṃproktā mantrās te kulanāyike ||49|| akhaṇḍaikarasānandākāre paramasudhātmani | svacchandasphuraṇārthāya [?] naivedyakularūpiṇi ||50|| akulasyāmṛtākāre siddhijñānakare pare | aśuddhatvaṃ vidhūyāsmin vastuni cidrūpiṇi [?] ||51|| tadrūpeṇaikarasatvaṃ kṛtvāsyāṃ [?] tatsvarūpiṇi | bhūtvā parāmṛtākārā mayi citsphuraṇaṃ kuru ||52||

Der erste ist „haṃsaḥ“ (Mantra) der Prakṛti (Urnatur), danach „pra tad viṣṇuḥ“; das dritte sei „tryambakam“, das vierte beginne mit „tat“ (tat-pada); (47) als fünfter der Mantra „viṣṇur yoniṃ kalpayatu“ (Mantra der Bildung [des Keims]). [Diese sind] die vierundneunzig Mantras, die Erfüllung des Gottheits-Zustandes (devatā-bhāva) in sich verleihend [?]. (48) Rezitation der Mantras ist gelehrt, und der Selbstpreis (ātmastava) mit fünf [Mantras]; hier sind diese fünf Mantras genannt, o Herrin der Kula. (49) [Anrufung des Trankes:] „Du, deren Gestalt ungeteilte, einheitliche Wonne, deren Wesen höchster Nektar ist, die du in Gestalt der Kula[-Substanz] als Opfergabe erscheinst, zum Zweck [ihres] freien Aufleuchtens [?]! (50) Du, Nektargestalt des Akula (des Nicht-Kula, der höchsten Einheit), Vollkommenheit und Erkenntnis schaffende, Höchste! Nachdem du in dieser Substanz die Unreinheit vertrieben hast, [Du] deren Gestalt Bewusstsein (cit) ist [?], (51) und nachdem du sie mit jener Gestalt [in] Einheit des Geschmacks (ekarasa) gebracht hast, [Du] deren Wesen jenes ist, werde zur höchsten Nektargestalt und bewirke in mir das Aufleuchten des Bewusstseins!“ (52)

Vers 47–48: Die fünf Mantras sind vedische Anfänge (hier nur mit Stichworten genannt; „viṣṇur yoniṃ kalpayatu“ ist eine bekannte Formel der Keim-/Zeugungsverse). Vers 48cd und Vers 49 unsicher; Fußnote (kha): „Die Kalās und ihre Unterteilungen verbinden sich einzeln miteinander; die Vierundneunzig sind genannt…“ (Sinn: zusätzliche Zeilen nur in Handschrift kha). Verse 50–52: eine an die Göttin gerichtete Anrufung des Weinbechers; OCR stark entstellt; Handschriftenvarianten in Fußnoten 5–10 (v. a. ṅa). Die Lesungen „svacchandasphuraṇārthāya“ (Fußnote kha), „aśuddhatvaṃ vidhūyāsmin“ und „ekarasatvaṃ“ sind Rekonstruktionen [?].

vāgbhavaṃ pārśvagaṃ bhūmiḥ śira indusamanvitāḥ | [sa]ti pāvakānugrahārdhendusamalaṅkṛtā [?] ||53|| sirendhikendusaṃyuktā śvetā bindudvayānvitā [?] | tathāmṛte padaṃ nyasyāt tat paścād amṛtodbhave ||54|| tathāmṛteśvarīty uktvā padam amṛtavarṣiṇi | amṛtaṃ srāvaya srāvaya … [?] devy aśuddhikṛt [?] | amṛteśvarīmanuḥ proktaḥ pañcatriṃśadbhir akṣaraiḥ ||55|| vāgbhavaṃ vada vada vāgvādinīti vāgbhavam | kāmarājaṃ tataḥ klinne kledini kledayeti ca ||56|| mahāmokṣaṃ kuru kuru kāmarājam ataḥ param | tārtīyaṃ mokṣaśabdānte kuru yugmaṃ vadet tataḥ ||57|| syāt prāsādaparā cānte saptatriṃśadbhir akṣaraiḥ [?] | dīpanīmanur ity uktaḥ sarvasiddhikaraḥ priye ||58|| sarvāḥ kalā mātṛkāś cāpi akhaṇḍaikādikān manūn | amṛteśīṃ dīpanīṃ ca mūlamantram api kramāt ||59||

[Die folgenden Verse beschreiben in Bīja-Fachsprache den Aufbau zweier Mantras.] Das vāgbhava[-Bīja], an der Seite die „Erde“ (bhūmi), das Haupt mit dem Punkt (indu) verbunden …, mit Gnade (anugraha)/Halbmond geschmückt [?] (53); [...] weiß, mit zwei Punkten verbunden [?]. Dann setze man das Wort „amṛte“ und danach „amṛtodbhave“. (54) Dann sage man „amṛteśvari“, das Wort „amṛtavarṣiṇi“, „amṛtaṃ srāvaya srāvaya“ … Göttin, Reinigung bewirkend [?]. Der „Amṛteśvarī-Mantra“ ist genannt, [er hat] fünfunddreißig Silben. (55) Vāgbhava (Bīja), „vada vada vāgvādini“ und wieder vāgbhava; dann kāmarāja (Bīja) „klinne kledini kledaya“ – (56) „mahāmokṣaṃ kuru kuru“, darauf kāmarāja; das dritte (Bīja) am Ende des Wortes „mokṣa“, dann sage man „kuru kuru“. (57) Am Ende folge „prāsāda“ und „parā“ (Bīja); [er hat] siebenunddreißig [?] Silben. Er heißt Dīpanī-Mantra, verleiht alle Vollkommenheiten, Liebe. (58) Alle Kalās und Mātṛkās, sodann die Mantras beginnend mit „akhaṇḍaika…“ [Verse 50–52], der Amṛteśī, der Dīpanī und der Wurzelmantra – der Reihe nach [rezitiere man]: (59)

Verse 53–59: OCR extrem entstellt; die Bīja-Beschreibungen (53–54) sind nur bruchstückhaft rekonstruierbar und in eckigen Klammern/[?] gekennzeichnet; sinnvolle Übersetzung nur des Erkennbaren. Vers 55: „paṅcatriṃśat“ (35 Silben) nach OCR. Vers 58: OCR „saptatiśad“ – ich lese saptatriṃśat (37) [?], die Zahl kann auch anders gemeint sein. Die Fußnoten mit Hinweisen ka/ṅa (mehrere Zusatzlesarten) sind teils nicht lesbar.

ekadvitricatuḥpañcadvicaturvāram ambike [?] | saṃspṛśyābhyarcayet pātraṃ pūjayed dhenumudrayā [?] ||60|| brahmāṇḍakhaṇḍasambhūtam aśeṣarasasambhṛtam | āpūritaṃ mahāpātraṃ pīyūṣarasabhāvitam [?] ||61|| śuddhadravyeṇa tenāpi gandhapuṣpākṣatair api | nyāsoktasarvamantraiś ca ātmānaṃ pūjayet priye ||62|| mūrdhni śrīgurupaṅktiṃ ca mūlādhāre ca pādukām | divyaughe cādināthaś ca tacchaktiś ca sadāśivaḥ ||63|| tatpatnī ceśvaras tasya bhāryā rudraś ca tadvadhūḥ | viṣṇuś ca tatpriyā brahmā tatkāntā dvādaśa smṛtāḥ ||64|| siddhaughe sanakaś caiva sanandaś ca sanātanaḥ | sanatkumāraś ca sanatsujātaś ca bhṛguḥ [?] ||65|| dattātreyo raivatako vāmadevas tataḥ param | tato vyāsaḥ śukaś caiva ekādaśa samīritāḥ ||66|| mānavaughe siṃhaḥ sameghaḥ [?] bhāskaras tathā | mandro mādhavo viṣṇuḥ ṣaḍ ete ca prakīrtitāḥ ||67|| namo 'nte yojayed divyaughe paramaṃ śivam | mahāśivaṃ ca siddhaughe mānavaughe sadāśivam ||68||

[Man rezitiere die Mantras] ein-, zwei-, drei-, vier-, fünf-, [dann] zwei- und viermal, o Ambikā [?]; man berühre das Gefäß, verehre es und [zeige] die Dhenu-Mudrā [?]. (60) [Das Trankgefäß:] aus Teilen des Weltalls (brahmāṇḍa) entstanden, mit allen Säften/Essenzen gefüllt, das große Gefäß, angefüllt, durchtränkt vom Saft des Nektars [?] – (61) mit dieser reinen Substanz, ebenso mit Duftstoffen, Blumen und ungebrochenem Reis, und mit allen im Nyāsa genannten Mantras soll man sich selbst verehren, Liebe. (62) Auf dem Scheitel die Reihe der Gurus, im Wurzelzentrum (mūlādhāra) die Sandalen (pādukā) [des Guru]: im Göttlichen Strom (divyaugha) Ādinātha und seine Śakti, Sadāśiva, (63) dessen Gattin, Īśvara, dessen Gemahlin, Rudra und dessen Frau, Viṣṇu und dessen Geliebte, Brahmā und dessen Geliebte: zwölf sind genannt. (64) Im Strom der Siddhas: Sanaka, Sananda, Sanātana, Sanatkumāra, Sanatsujāta und Bhṛgu [?], (65) Dattātreya, Raivataka, Vāmadeva, danach Vyāsa und Śuka: elf sind überliefert. (66) Im Strom der Menschen (mānavaugha): Siṃha, Sameghaḥ [?], Bhāskara, Mandra, Mādhava, Viṣṇu: diese sechs sind genannt. (67) Am Ende füge man „namaḥ“ (Verehrung) an: im Göttlichen Strom „Parama-Śiva“, im Siddha-Strom „Mahā-Śiva“, im Menschen-Strom „Sadāśiva“. (68)

Vers 60: Zahlenangabe unsicher; Fußnote 1 (ṅa): „…ca catvārikā“. Vers 61: „sambhūtam“ … Konstruktion ohne Prädikat (Beschreibung des Gefäßes). Vers 63–68: Aufzählung der drei „Ströme“ (divyaugha, siddhaugha, mānavaugha) der Guru-Reihe: 12 + 11 + 6 Namen; Namen aus OCR-Formen rekonstruiert; „Bhṛgu“ (Fußnote 12: bhārgava) und „Siṃha Sameghaḥ“ [?] unsicher. Die Verse 63/64 sind syntaktisch lose (Nominativreihe).

tataḥ pīṭhaṃ samabhyarcya devīm āvāhayet priye | mahāpadmavanāntasthe kāraṇānandavigrahe | sarvabhūtahite mātar ehy ehi parameśvari ||69|| deveśi bhaktisulabhe sāvaraṇasaṃyute [?] | yāvat tvāṃ pūjayāmi tāvat tvaṃ susthirā bhava ||70|| mantreṇānena cāvāhya yajed devīm ananyadhīḥ | dhyātvā mudrāṃ pradarśyārcet gandhapuṣpākṣatādibhiḥ ||71|| cinmayasyāprameyasya nirguṇasyāśarīriṇaḥ | sādhakānāṃ hitārthāya brahmaṇo rūpakalpanā ||72|| liṅgasthaṇḍilabimbeṣu aṅge kuṇḍe paṭeṣu ca | maṇḍale phalake mūrdhni sthānāni daśa kīrtitāḥ [?] ||73|| eteṣu sthāneṣu deveśi yajanti paramāṃ śivām | arūpāṃ rūpiṇīṃ kṛtvā kāryārtharatā narāḥ [?] ||74|| gavāṃ sarvāṅgajaṃ kṣīraṃ sravet stanamukhād yathā | tathā sarvagato devaḥ pratimādiṣu rājate ||75|| ābhirūpyāc ca bimbasya pūjāyā viśeṣataḥ | sādhakasya ca viśvāsāt sannidhau devatā bhavet ||76||

Dann, nachdem man den Sitz (pīṭha) verehrt hat, rufe man die Göttin herbei, Liebe: „Die du inmitten des großen Lotoswaldes weilst, Verkörperung der Wonne, die Ursache [der Welt] ist, Mutter, den Wesen aller Art wohlgesinnt – komm, komm, höchste Herrin! (69) Göttin der Götter, durch Hingabe leicht zu erlangen, von Hüllen (āvaraṇa) umgeben [?]: solange ich dich verehre, so lange bleibe du fest [hier]!“ (70) Mit diesem Mantra herbeigerufen, verehre man die Göttin mit ungeteiltem Sinn, nach Meditation und Zeigen der Mudrā, mit Duft, Blumen, ungebrochenem Reis usw. (71) Das Brahman, aus reinem Bewusstsein bestehend, unermesslich, eigenschaftslos, körperlos – ihm wird zum Wohl der Übenden (sādhaka) eine Gestalt zugeschrieben. (72) Im Liṅga, auf einem Opferplatz (sthaṇḍila), im Bildnis, am Körper, in der Feuergrube, auf dem Tuch, im Maṇḍala, auf dem Brett, auf dem Scheitel: [so] werden [die Orte] genannt; zehn sind genannt [?]. (73) An diesen Orten, Göttin der Götter, verehren die Menschen die höchste Śivā (die Göttin), die Gestaltlose zur Gestalthaften gemacht, auf ihr Ziel bedacht [?]. (74) Wie Milch, die in allen Gliedern der Kühe entsteht, aus dem Euter fließt, so leuchtet der allgegenwärtige Gott in Bildern usw. (75) Durch die Schönheit des Bildes und besonders durch die Verehrung, und durch das Vertrauen des Übenden wird die Gottheit [dort] gegenwärtig. (76)

Vers 69–70: Anrufungsformel. Vers 70b: OCR „sandhāvaraṇa-“; Fußnote 1 (ṅa): „parivārasamanvite“ (mit Gefolge versehen); Lesung unsicher [?]. Vers 73: Aufzählung der zehn Orte (sthāna) nach OCR unsicher; erkennbar sind neun (liṅga, sthaṇḍila, bimba, aṅga, kuṇḍa, paṭa, maṇḍala, phalaka, mūrdhan) [?]; Fußnote 7 (kha ga gha) „aṅgokuṇḍapaṭeṣu ca“. Vers 74: „kāryārtharatā“ [?] aus entstelltem OCR. Vers 75: nach Fußnote sind mehrere Wörter variiert.

gavāṃ sarpiḥ śarīrasthaṃ na karoty aṅgapoṣaṇam | svakarmaracitaṃ dattaṃ punas tām eva poṣayet [?] ||77|| evaṃ sarvaśarīrasthā sarpivat parameśvarī | vinopāsanayā devi na dadāti phalaṃ nṛṇām ||78|| sakalīkṛtya tatprāṇān samuddīpyendriyāṇi ca | pratiṣṭhāpyārcayed devīm anyathā niṣphalaṃ bhavet ||79|| mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ vidhihīnaṃ ca yad bhavet | tan na sādhayate sarvaṃ hīnam aṅgapadaṃ tathā [?] ||80|| niyamād atirekeṇa yad yat karma karoti yaḥ | na kiñcid apy asya phalaṃ sidhyati kramadoṣataḥ ||81|| nyūnātiriktakarmāṇi na phalanti kadācana | yathāvidhikṛtānīha satkarmāṇi phalanti hi ||82|| tadvidhānakṛtaṃ karma japahomārcanādiṣu | devatāprītidaṃ bhūyād bhuktimuktiphalapradam ||83||

Das Ghee (geklärte Butter) im Körper der Kühe bewirkt keine Ernährung der Glieder; [wenn es aber] durch eigenes Wirken bereitet [und] dargebracht wird, nährt es eben diese wieder [?]. (77) Ebenso gibt die höchste Herrin, die in allen Körpern wohnt wie das Ghee [in der Milch], Göttin, den Menschen ohne Verehrung (upāsanā) keine Frucht. (78) Nachdem man ihre Lebenskräfte vollständig gemacht (sakalīkṛtya) und die Sinne entzündet hat, verehre man die Göttin, sie [zuvor] einsetzend (pratiṣṭhā); sonst wird es fruchtlos. (79) Was ohne Mantra, ohne Handlung, ohne Regel geschieht, das bringt nichts zustande, ebenso wenn ein Glied (aṅga) oder Wort fehlt [?]. (80) Wer welche Handlung auch immer über die Vorschrift hinaus tut, dem gelingt keinerlei Frucht wegen des Fehlers in der Reihenfolge. (81) Handlungen, denen etwas fehlt oder zu viel ist, tragen niemals Frucht; nur die hier vorschriftsmäßig vollzogenen guten Werke tragen Frucht. (82) Die nach dieser Vorschrift ausgeführte Handlung bei Rezitation, Feueropfer, Verehrung usw. erfreue die Gottheit und verleihe die Frucht von Genuss und Erlösung. (83)

Vers 77: Fußnoten: In Handschrift ṅa steht vor diesem Vers eine Variante („svakarmaracitaṃ dattam ahantām eva poṣayet“); kha: „dravyaṃ śaktiḥ śarīrasthā na karoty ātmapoṣaṇam | sukarmaṇārjitaṃ dattaṃ punas tām eva poṣayet“. Die Lesung und das Bild (Ghee als verborgene Kraft, die erst durch Bereitung und Gabe nährt) sind unsicher [?]. Vers 79: Fußnote 4 (kha ṅa): „tadīyānīndriyāṇi“. Vers 80: Fußnote 7 (ga gha): „īśaḥ sādhayate“, kha „na tat sādhayate“; Lesung d unsicher [?]. Vers 81: Fußnote 9 (ka) „niyamād viṣekeṇa“ (Lesart nicht sinnvoll).

devasya mantrarūpasya mantravyāptim ajānatām | lakṣārcanādi vā sarvaṃ vyarthaṃ bhavati śāmbhavi [?] ||84|| yantraṃ mantramayaṃ proktaṃ devatā mantrarūpiṇī | yantre saṃpūjitā devi sahasaiva prasīdati ||85|| kāmakrodhādidoṣotthasarvaduḥkhaniyantraṇāt | yantram ity āhur etasmin devaḥ prīṇāti pūjitaḥ ||86|| śarīram iva jīvasya dīpasya snehavat priye | sarveṣām api devānāṃ tathā yantraṃ pratiṣṭhitam ||87|| gandhādyair yantraṃ likhitvā vā dhyātvā sāhatikaṃ [?] śivam | jñātvā gurumukhāt sarvaṃ pūjayed vidhinā priye ||88|| ekapīṭhe pṛthak pūjāṃ vinā yantraṃ karoti yaḥ | aṅgāṅgitvaṃ parityajya devatāśāpam āpnuyāt ||89|| ekapīṭhe kuleśāni sve sve yantre pṛthak pṛthak | yajed āvaraṇopetā devatās tadvidhānataḥ ||90|| bāhyadevatā anekāḥ pūjayed anyadevatām [?] | ubhābhyāṃ labhate bhraṃśaṃ vā labhate śāpaṃ mantrī cañcalamānasaḥ ||91|| […] jñātvā gurutaḥ śāstrataḥ priye | [ … ]bhyarcayet samyag devatā suprasīdati ||92||

Wer das Mantra-Durchdringen (mantra-vyāpti) des Gottes, dessen Wesen Mantra ist, nicht kennt, dessen gesamte Verehrung usw. mit Hunderttausenden [von Rezitationen?] ist vergeblich, Śāmbhavī [?]. (84) Das Yantra (Diagramm) wird als „aus Mantra bestehend“ bezeichnet; die Gottheit hat Mantra-Gestalt; wird sie im Yantra recht verehrt, Göttin, so wird sie sogleich gnädig. (85) Weil es alle aus Fehlern wie Begierde und Zorn entstehenden Leiden einschränkt (niyantraṇa), nennt man es Yantra; in diesem freut sich der verehrte Gott. (86) Wie der Körper für das Lebewesen, wie das Öl für die Lampe, Liebe, so ist bei allen Göttern das Yantra eingerichtet. (87) Nachdem man mit Duftstoffen usw. das Yantra gezeichnet oder Śiva [?] meditiert und alles vom Mund des Guru erkannt hat, verehre man nach Regel, Liebe. (88) Wer auf einem einzigen Sitz getrennte Verehrung ohne Yantra vollzieht, indem er die Beziehung von Hauptgottheit und Nebengottheit (aṅga-aṅgitva) aufgibt, der zieht sich den Fluch der Gottheit zu. (89) Auf einem [gemeinsamen] Sitz, Herrin der Kula, soll man in je ihrem eigenen Yantra getrennt die Gottheiten mit ihren Umhüllungen (āvaraṇa) nach der entsprechenden Vorschrift verehren. (90) Wer außenstehende, viele Gottheiten oder eine andere Gottheit verehrt [?] – der Mantra-Übende mit schwankendem Geist erlangt durch beides Abfall oder erlangt Fluch. (91) […] nachdem man es vom Guru und aus der Schrift erkannt hat, Liebe, [ … ] verehre man recht; dann wird die Gottheit sehr gnädig. (92)

Vers 84: „lakṣārcanādi“ [?] (OCR „latārcanādi“); „mantravyāpti“ [?]; Anrede „śāmbhavi“ [?]. Vers 88: „sāhatikaṃ“ unklar (OCR „sāhatika“, Fußnote 5 ka ga gha „sāṃhatika“; ṅa abweichend), daher [?]. Vers 89: Die Halbzeile b ist syntaktisch unsicher; Fußnote 8 (ṅa) „aṅgadānim api tyaktvā“. Vers 91: OCR entstellt; Fußnoten 10–12 (ka ga gha ṅa) variieren. Vers 92: erste Halbzeile und Anfang der zweiten im OCR ausgefallen/unlesbar; nur „jñātvā gurutaḥ śāstrataḥ priye“ und „…arcayet samyag devatā suprasīdati“ lesbar.

ṣoḍaśair upacāraiś ca sāṅgaṃ sāvaraṇaṃ śivam | pūjayen mūlamantreṇa gandhapuṣpākṣatādibhiḥ ||93|| mahāṣoḍhoditāśeṣaparivārāṃś ca śāmbhavi | praṇavādi namo 'ntena tattannāmnā samarcayet [?] ||94|| āgamoktena mārgeṇa tarpayed alibindubhiḥ | aṅguṣṭhānāmikābhyāṃ ca nakhe niḥśabdam eva ca [?] | svapātrasyandaniḥsyandaṃ vidhivat kulanāyike [?] ||95|| sakṛt tarpaṇam utsṛjya laghu mūlapādukām | antaḥśaktiṃ samuccāryaiva [?] tarpayed vīradevatāḥ ||96|| aṅguṣṭho bhairavo devo madhyamā caṇḍikā priye | madhyamāṅguṣṭhayogena tarpayet kulasantatim ||97|| aṅguṣṭhānāmikābhyāṃ ca vaśyakarmaṇi tarpayet | tarjanyaṅguṣṭhayogena tarpayed abhicārake | kaniṣṭhāṅguṣṭhayogena stambhane tarpayet priye ||98|| evaṃ santarpya deveśi kuladravyair yathāvidhi | devatāpurato devi gurupaṅktiṃ ca pūjayet | paṅktitrayakrameṇātha jñātvā samyag ananyadhīḥ ||99||

Mit den sechzehn Verehrungsgaben (upacāra) soll man Śiva [bzw. die Göttin] samt Gliedern (aṅga) und Umhüllungen (āvaraṇa) mit dem Wurzelmantra verehren, mit Duftstoffen, Blumen, ungebrochenem Reis usw. (93) Und das gesamte Gefolge, das im „Mahāṣoḍhā“ [-Abschnitt/Nyāsa] genannt ist, o Śāmbhavī, soll man verehren, indem man „oṃ“ voranstellt und „namaḥ“ ans Ende, mit dem jeweiligen Namen [?]. (94) Auf dem in der Überlieferung (āgama) genannten Weg soll man mit Tropfen des „Alis“ (Weins) sättigen: mit Daumen und Ringfinger und … lautlos [?], [die Tropfen] aus dem eigenen Gefäß rinnend, nach Regel, Herrin der Kula [?]. (95) Nachdem man eine einmalige Sättigung geopfert, [und] kurz die Wurzel-Pādukā[-Formel] und die innere Śakti [ausgesprochen hat?], sättige man die Vīra-Gottheiten (Heldengottheiten). (96) Der Daumen ist der Gott Bhairava, der Mittelfinger Caṇḍikā, Liebe; durch das Zusammenbringen von Mittelfinger und Daumen sättige man die Kula-Nachkommenschaft (kulasantati). (97) Mit Daumen und Ringfinger sättige man bei einem Unterwerfungsritus (vaśyakarman); durch das Zusammenbringen von Zeigefinger und Daumen sättige man bei einem Schadenszauber (abhicāraka); mit kleinem Finger und Daumen bei einem Lähmungsritus (stambhana), Liebe. (98) Nachdem man so, Göttin der Götter, mit den Kula-Substanzen nach Vorschrift gesättigt hat, verehre man vor der Gottheit auch die Reihe der Gurus – nachdem man die Ordnung der drei Reihen (paṅkti) recht erkannt hat, mit ungeteiltem Sinn. (99)

Vers 93: OCR „śivam“; Fußnote 1 (ṅa) „priye“. Der Bezug (Śiva oder Göttin) bleibt offen; ich übersetze neutral. Vers 94: „mahāṣoḍhā“ ist ein Nyāsa-/Gruppen-Fachterm, Sinn unsicher [?]. Vers 95: OCR stark entstellt; Fußnoten 4–5 (ka ga gha vs. kha) mit stark abweichenden Lesarten; die Lesung von c–d ist Rekonstruktion [?]. Vers 96: „aham“ im OCR (Fußnote 8 ṅa: vīradevatāḥ); Text unsicher [?]. Vers 98: Der Halbvers mit tarjanī (Zeigefinger) steht in der Ausgabe ohne eigene Numerierung. Vers 99: drei Zeilen. „Drei Reihen der Gurus“: divya-, siddha-, mānava-Reihe (vgl. Vers 63–68).

karābhyāṃ cinmudrāṃ samadhukapālaṃ ca dadhatīṃ | [dru]tākhaḍgaprābhāsvāṃ [?] sṛṇisamālepavasanām | kṣapāpūrṇopāṅgīm aruṇanayanām ambujajaṭām | upetāṃ siddhaughair yajatu gurupaṅktiṃ kramamatiḥ [?] ||100|| evaṃ saṃpūjya dhūpaṃ ca dīpaṃ naivedyam eva ca | āsavaṃ miśritopetaṃ bhakṣyāṇi vividhāni ca | kadalyādiphalāny eva tāmbūlaṃ ca samarpayet ||101|| ity ete kathitaṃ devi kulācārasya lakṣaṇam | dravyasaṃskāraśuddhyādi kim anyac chrotum icchasi ||102|| iti śrīkulārṇave nirvāṇa[?]mahārahasye [?] sarvāgamottamottame sapādalakṣagranthasāre [?] pañcamakhaṇḍe ūrdhvāmnāyatantre dravyasaṃskāravidhānakathanaṃ nāma ṣaṣṭha ullāsaḥ ||

[Meditation der Gurureihe:] „Mit den (beiden) Händen die Cinmudrā (Geste des Bewusstseins) und eine Schale mit Honig[-Wein] (madhu) haltend, … [?], gekleidet in … [?]; mit … Nacht-erfüllt [?], rotäugig, mit Lotos-Haarflechte, umgeben von den Siddha-Strömen [?] – [so] verehre der, der die Reihenfolge kennt, die Reihe der Gurus.“ (100) Nachdem man so verehrt hat, opfere man Räucherwerk, Lampe und Speiseopfer, ebenso Wein (āsava) [mit Beimischung?], vielerlei Speisen, Früchte wie Bananen und Betelblatt (tāmbūla). (101) Damit ist dir, Göttin, das Kennzeichen des Kula-Wandels (kulācāra) dargelegt, samt Zubereitung und Reinigung der Substanzen; was willst du sonst noch hören? (102) Hier endet im heiligen Kulārṇava[-Tantra], im [Nirvāṇa-]Mahārahasya [?], dem Höchsten der höchsten Āgamas, dem Kern des Werkes von einhundertfünfundzwanzigtausend [Versen], im fünften Abschnitt, im Tantra der oberen Überlieferung (ūrdhvāmnāya), der sechste Ullāsa (Abschnitt), genannt „Darlegung der Regeln zur Zubereitung der Substanzen“.

Vers 100: Meditationsvers (Sragdharā-Metrum) auf die Göttin/Gurureihe; OCR und Fußnoten (1–4) stark entstellt; die Lesung ist nur teilweise gesichert; einzelne Wörter (z. B. „dru…khaḍga-…“, „sṛṇi-…“) sind nicht sicher rekonstruierbar [?]; Fußnote 1 (ṅa) „hastābhyāṃ dhenumudrāṃ“. Vers 101: „miśritopetam“ nach OCR. Kolophon: Die Titelbestandteile „nirvāṇa…mahārahasye“ und „sapādalakṣagrantha“ sind aus dem OCR nur teilweise lesbar [?]; „sapādalakṣa“ = 125.000.

Interaktive Leseansicht des ganzen Werks