Quellen der Menschheit

Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 17

Anuvāka 10 Niedersetzen der Backsteine im Sitz des Lebens, Verse an die Jahreszeiten, Zahlenreihen der Backsteine als Milchkühe.

āyos tvā sadane sādayāmy avataś chāyāyām

Im Sitz des Lebens setze ich dich nieder, im Schatten des Schutzbaumes [?].

namas samudrasya cakṣase ‖

Verehrung dem Auge des Meeres!

prothad aśvo na yavase 'viṣyan yadā mahas saṃvaraṇe vyasthāt |

Wie ein Roß, das im Futter schnaubt, begierig zu fressen [?], wenn er in der großen Umhegung sich aufgestellt hat –

ād asya vāto anuvāti śocir adha sma te vrajanam astu kṛṣṇam ‖

dann weht der Wind seiner Flamme nach; und dein Weg soll schwarz sein.

prajāpatis tvā sādayatu pṛthivyāḥ pṛṣṭhe jyotiṣmatīm

Prajāpati soll dich, die Lichtvolle, auf dem Rücken der Erde niedersetzen;

viśvasmai prāṇāya vyānāyāpānāya viśvaṃ jyotir yaccha

für den ganzen Einatem, Zwischenatem und Ausatem gib alles Licht.

viśvakarmā tvā sādayatv antarikṣasya pṛṣṭhe jyotiṣmatīm

Viśvakarman soll dich, die Lichtvolle, auf dem Rücken des Luftraums niedersetzen;

viśvasmai prāṇāya vyānāyāpānāya viśvaṃ jyotir yaccha

für den ganzen Einatem, Zwischenatem und Ausatem gib alles Licht.

parameṣṭhī tvā sādayatu divaḥ pṛṣṭhe jyotiṣmatīm

Parameṣṭhin soll dich, die Lichtvolle, auf dem Rücken des Himmels niedersetzen;

viśvasmai prāṇāya vyānāyāpānāya viśvaṃ jyotir yaccha

für den ganzen Einatem, Zwischenatem und Ausatem gib alles Licht.

madhuś ca mādhavaś ca vāsantikā ṛtū

Madhu und Mādhava sind die beiden Frühlingsjahreszeiten;

agner antaśśleṣo 'si ‖

du bist Agnis inniges Anschmiegen.

kalpetāṃ dyāvāpṛthivī kalpantām āpa oṣadhayaḥ |

Himmel und Erde sollen sich fügen, die Wasser und Pflanzen sollen sich fügen;

kalpantām agnayaḥ pṛthaṅ mama jyaiṣṭhyāya savratāḥ ‖

die Feuer sollen sich einzeln fügen, gleichen Gelübdes, zu meiner Vorrangstellung.

ye 'gnayas samanaso 'ntarā dyāvāpṛthivī |

Die Feuer, die einmütig zwischen Himmel und Erde sind –

ime vāsantikā ṛtū abhikalpamānā indram iva devā abhisaṃviśantu ‖

diese beiden Frühlingsjahreszeiten sollen sich (ihnen) fügend eingehen, wie die Götter zu Indra eingehen.

śukraś ca śuciś ca graiṣmā ṛtū

Śukra und Śuci sind die beiden Sommerjahreszeiten,

nabhaś ca nabhasyaś ca vārṣikā ṛtū

Nabhas und Nabhasya die beiden Regenzeiten,

iṣaś corjaś ca śāradā ṛtū

Iṣa und Ūrja die beiden Herbstjahreszeiten,

sahaś ca sahasyaś ca haimantikā ṛtū

Sahas und Sahasya die beiden Vorwinterjahreszeiten,

tapaś ca tapasyaś ca śaiśirā ṛtū

Tapas und Tapasya die beiden Winterjahreszeiten;

agner antaśśleṣo 'si ‖

du bist Agnis inniges Anschmiegen.

kalpetāṃ dyāvāpṛthivī kalpantām āpa oṣadhayaḥ |

Himmel und Erde sollen sich fügen, die Wasser und Pflanzen sollen sich fügen;

kalpantām agnayaḥ pṛthaṅ mama jyaiṣṭhyāya savratāḥ ‖

die Feuer sollen sich einzeln fügen, gleichen Gelübdes, zu meiner Vorrangstellung.

ye 'gnayas samanaso 'ntarā dyāvāpṛthivī |

Die Feuer, die einmütig zwischen Himmel und Erde sind –

ime śaiśirā ṛtū abhikalpamānā indram iva devā abhisaṃviśantu ‖

diese beiden Winterjahreszeiten sollen sich (ihnen) fügend eingehen, wie die Götter zu Indra eingehen.

sahasrasya pratimāsi

du bist das Gegenmaß des Tausends,

imā me agna iṣṭakā dhenavas santu

Diese Backsteine sollen mir, Agni, Milchkühe sein:

ayutaṃ ca prayutaṃ ca

zehntausend und Prayuta (hunderttausend [?]),

prayutaṃ ca niyutaṃ ca

Prayuta und Niyuta (Million [?]),

tā me agna iṣṭakā dhenavas santu

Diese Backsteine sollen mir, Agni, Milchkühe sein,

ṛtavas sthartāvṛdhas

Jahreszeiten seid ihr, die zur (rechten) Zeit wachsen [?],

ṛtuṣṭhās sthartuspṛśas

in der Jahreszeit stehend, die Jahreszeit berührend [?],

ghṛtaścuto madhuścutas

Schmalz träufelnd, Honig träufelnd,

ūrjasvatīs svadhāyinīr

kraftvoll, eigenmächtig-nährend (svadhā),

virājo nāma kāmadughās

„Virāj“ mit Namen, wunscherfüllende Melkerinnen;

tā me agna iṣṭakā dhenavas santu ‖

diese Backsteine sollen mir, Agni, Milchkühe sein.