aśmann ūrjaṃ parvate śiśriyāṇām adbhya oṣadhībhyo vanaspatibhyo 'dhi saṃbhṛtām |
Im Stein [ist] die Kraft, im Berg, die bei den [dort] Ruhenden [?], aus den Wassern, den Pflanzen, den Bäumen zusammengetragen ist;
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 17
aśmann ūrjaṃ parvate śiśriyāṇām adbhya oṣadhībhyo vanaspatibhyo 'dhi saṃbhṛtām |
Im Stein [ist] die Kraft, im Berg, die bei den [dort] Ruhenden [?], aus den Wassern, den Pflanzen, den Bäumen zusammengetragen ist;
tāṃ na ūrjaṃ dhatta marutas saṃrarāṇā aśman te kṣud yaṃ dviṣmas taṃ te śug ṛcchatu ‖
diese Kraft verleiht uns, Maruts, ihr Gewährenden! Im Stein sei dein Hunger [?]; wen wir hassen, den soll dein Leid treffen.
samudrasya tvāvakayāgne parivyayāmasi |
Mit der Wasserpflanze [avakā] des Meeres umhüllen wir dich, Agni;
anyām̐s te asmat tapantu hetayaḥ pāvako asmabhyam̐ śivo bhava ‖
andere als uns sollen deine Geschosse [er]hitzen; sei uns ein Reinigender, sei uns gnädig!
himasya tvā jarāyuṇāgne parivyayāmasi |
Mit der Haut [wörtl. Nachgeburt] des Schnees umhüllen wir dich, Agni;
anyām̐s te asmat tapantu hetayaḥ pāvako asmabhyam̐ śivo bhava ‖
andere als uns sollen deine Geschosse [er]hitzen; sei uns ein Reinigender, sei uns gnädig!
upa jmann upa vetase 'vatara nadīṣv ā |
Zur Erde hin, zum Rohr hin steige hinab, hinein in die Flüsse!
agne pittam apām asi maṇḍūki tābhir āgahi |
Agni, du bist die Galle [pitta ?, d. h. das Hitzige] der Wasser; o Fröschin, mit ihnen komm herbei!
semaṃ no yajñaṃ pāvakavarṇam̐ śivaṃ kṛdhi ‖
Mach dieses unser Opfer von reinigender Farbe [?] und gnädig!
apām idaṃ nyayanam̐ samudrasya vimocanam |
Dies ist der Hinabgang der Wasser, des Meeres Entlassung;
anyām̐s te asmat tapantu hetayaḥ pāvako asmabhyam̐ śivo bhava ‖
andere als uns sollen deine Geschosse [er]hitzen; sei uns ein Reinigender, sei uns gnädig!
agne pāvaka rociṣā mandrayā deva jihvayā |
Agni, Reiniger, mit deinem Licht, mit erfreuender Zunge, o Gott,
ā devān vakṣi yakṣi ca ‖
führe die Götter herbei und opfere [ihnen]!
pāvakayā yaś citayantyā kṛpā kṣāmā ruruca uṣaso na ketunā |
Der [Agni], der mit reinigender, aufleuchtender Gestalt [kṛpā ?] die Erde erhellt hat wie das Banner der Morgenröten,
turo na yāmann etaśasya nū raṇa ā yo ghṛṇe na tatṛṣāṇo ajaraḥ ‖
wie der Eilende auf der Fahrt des Etaśa [Anm.: Sonnenross], nun in der Schlacht [?]; der [ist] unalternd, wie einer, der in der Glut dürstet [?].
namas te harase śociṣe namas te astv arciṣe |
Verehrung deiner Glut, deiner Flamme; Verehrung sei deinem Strahl!
anyām̐s te asmat tapantu hetayaḥ pāvako asmabhyam̐ śivo bhava ‖
Andere als uns sollen deine Geschosse [er]hitzen; sei uns ein Reinigender, sei uns gnädig!
nṛṣade veṭ
Dem unter den Männern Sitzenden – veṭ [Anm.: Opferruf, „Vaṣaṭ“-artig, „Es gelte!“ [?]]!
vanṛṣade veṭ
Dem im Holz [?] Sitzenden – veṭ!
apsuṣade veṭ
Dem in den Wassern Sitzenden – veṭ!
barhiṣade veṭ
Dem auf der Opferstreu Sitzenden – veṭ!
svarvide veṭ ‖
Dem den Himmel Findenden – veṭ!
ye devā devānāṃ yajñiyā yajñiyānām̐ saṃvatsarīṇam upa bhāgam āsate |
Die Götter, die unter den Göttern opferwürdig sind, unter den Opferwürdigen, die den jährlichen Anteil erwarten [wörtl. bei ihm sitzen],
ahutādo haviṣo yajñe asmin svayaṃ pibantu madhuno ghṛtasya ‖
die nicht Geopfertes Essenden – sie sollen bei diesem Opfer selbst von der Opfergabe trinken, vom Honig, vom Schmalz.
ye devā devebhyo adhi devatvam āyan ye brahmaṇaḥ puraetāro asya |
Die Götter, die von den Göttern her zur Gottheit gelangt sind, die diesem heiligen Wort [brahman ?] Vorangänger sind,
yebhyo narte pavate dhāma kiṃcana na te divo na pṛthivyā adhi snuṣu ‖
ohne die keine Stätte irgendwie rein wird – sie sind nicht auf den Rücken des Himmels, nicht der Erde [?].
prāṇadā vyānadā apānadā varcodā varivodāḥ |
Lebenshauch-Spender, Zwischenhauch-Spender, Abhauch-Spender, Glanzspender, Weiträumigkeit-Spender!
anyām̐s te asmat tapantu hetayaḥ pāvako asmabhyam̐ śivo bhava ‖
Andere als uns sollen deine Geschosse [er]hitzen; sei uns ein Reinigender, sei uns gnädig!