yuvam̐ surāmam aśvinā namucā āsure sacā |
Ihr habt, Aśvins, den Surā-Trank, bei Namuci, dem Asura, gemeinsam [angeeignet];
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 17
yuvam̐ surāmam aśvinā namucā āsure sacā |
Ihr habt, Aśvins, den Surā-Trank, bei Namuci, dem Asura, gemeinsam [angeeignet];
vipipānā śubhas patī indraṃ karmasv āvatam ‖
ihr, die ihn getrunken habt, ihr Herren des Schönen, habt Indra in [seinen] Taten geholfen.
hotā yakṣad aśvinā sarasvatīm indram̐ sutrāmāṇam̐ somānām̐ surāmṇāṃ juṣantāṃ vyantu pibantu somān surāmṇas
Der Hotṛ soll die Aśvins, die Sarasvatī, den Indra, den guten Schützer, verehren [mit den Opfergaben] der Soma-Tränke, der Surā-Tränke; sie sollen [sie] genießen, [sie] sich zu eigen machen, sie sollen die Soma-Tränke trinken, die Surā-Tränke –
hotar yaja ‖
Hotṛ, opfere!
putram iva pitarā aśvinobhendrāvataṃ kāvyair dam̐sanābhiḥ |
Wie Eltern den Sohn habt ihr beiden Aśvins den Indra geschützt mit Dichterkraft, mit Wundertaten;
yat surāmaṃ vyapibaś śacībhis sarasvatī tvā maghavann abhiṣṇak ‖
als du den Surā-Trank austrankst mit Kräften, hat Sarasvatī dich, Gabenreicher, geheilt [abhiṣṇak].
ā devo yātu savitā suratno 'ntarikṣaprā vahamāno aśvaiḥ |
Es komme der Gott Savitṛ, der Schöngeschenkte, den Luftraum erfüllend, von Rossen gefahren;
haste dadhāno naryā purūṇi niveśayañ ca prasuvañ ca bhūma ‖
in der Hand viele Mannesgaben haltend, [alles] zur Ruhe bringend und in Bewegung setzend, [gebietend] über das Dasein.
asmabhyaṃ tad divo adbhyaḥ pṛthivyās tvayā dattaṃ kāmyaṃ rādha āgāt |
Uns ist jener von dir gegebene erwünschte Reichtum zugekommen, vom Himmel, aus den Wassern, von der Erde;
śaṃ yat stotṛbhya āpaye bhavāty uruśam̐sāya savitar jaritre ‖
der den Lobsängern Heil, dem Freunde [?], dem weit Rühmenden, dem Sänger, o Savitṛ, sein soll.
evā vandasva varuṇaṃ bṛhantaṃ namasyā dhīram amṛtasya gopām |
So preise Varuṇa, den Großen, verehre den Weisen, den Hüter des Unsterblichen;
sa naś śarma trivarūthaṃ viyam̐sat pātaṃ no dyāvāpṛthivī upasthe ‖
er soll uns dreifach schützenden Schirm breiten; schützt uns, Himmel und Erde, im Schoß!
tat tvā yāmi ‖
Dies erbitte ich von dir [Anm.: Anfang eines Verses, angezitiert].
yad atra śiṣṭaṃ rasinas sutasya yasyendro apibac chacībhiḥ |
Was hier übrig ist vom saftreichen, gepressten [Trank], von dem Indra mit Kräften trank,
tenāham adya manasā sutasya somaṃ rājānam iha bhakṣayāmi ‖
damit genieße ich heute im Geist den Soma, den König, vom Gepressten hier.
iṣireṇa te manasā sutasya bhakṣīmahi pitryasyeva rāyaḥ |
Mit deinem regen Geist wollen wir vom Gepressten genießen wie vom väterlichen Reichtum;
ahānīva sūryo vāsarāṇi prā ṇa āyur jīvase soma tārīḥ ‖
wie die Sonne die Tage [verlängert], so verlängere uns, Soma, das Leben zum Leben!
nānā hi devaiś cakṛpe sado vāṃ mā sam̐sṛkṣāthāṃ parame vyoman |
Denn getrennt von den Göttern habt ihr beide euren Sitz eingerichtet; vermischt euch nicht im höchsten Himmelsraum!
surā tvam asi śuṣmiṇī soma eṣa mā mām̐ him̐siṣṭaṃ yat svaṃ yonim āviśāthaḥ ‖
Du [f.] bist Surā, die Kraftvolle, dies [m.] ist Soma; tut mir nichts zuleide, wenn ihr in euren eigenen Schoß eingeht!
tvam̐ soma surayā saṃvidānaḥ prajām anyaḥ kṣatram anyaḥ pipartu |
Du, Soma, mit Surā einträchtig: der eine soll Nachkommenschaft, der andere Herrschaft [kṣatra] erfüllen;
yuvaṃ no atra varivaḥ kṛṇutaṃ vayam̐ syāma patayo rayīṇām ‖
ihr beiden schafft uns hier Weite; wir wollen Herren der Reichtümer sein.
indrāgnī maitaṃ nirhvethāṃ yam̐ somaṃ papimā vayam |
Indra und Agni, laßt den nicht [von uns] weichen, den Soma, den wir getrunken haben;
ihaiṣo astu bhakṣitaś śivaś śivābhir ūtibhiḥ ‖
hier soll er, genossen, gnädig sein mit gnädigen Hilfen.
dve sṛtī aśṛṇavaṃ pitṝṇām ahaṃ devānām uta martyānām |
Zwei Wege habe ich gehört, [den] der Väter, der Götter und der Sterblichen [d. h. den der Väter und den der Götter, und den der Sterblichen] [?];
tābhyām idaṃ viśvaṃ bhuvanam̐ sameti yad antarā pitaraṃ mātaraṃ ca ‖
auf ihnen geht dieses ganze Wesen zusammen, was zwischen Vater und Mutter [Himmel und Erde] ist.
yas te rājan varuṇa druhaḥ pāśo gāyatracchandāḥ pṛthivīm anvāviveśa brahmaṇi pratiṣṭhitas taṃ ta etad avayaje tasmai svāhā
Deine Fessel, König Varuṇa, [die] des Trugs, die im Gāyatrī-Metrum [Anm.: Gāyatra-Metrum] in die Erde eingedrungen ist, im heiligen Wort [Brahman] gegründet, diese löse ich dir hiermit durch Opfer ab; ihr Svāhā!
yas te rājan varuṇa druhaḥ pāśas triṣṭupchandā antarikṣam anvāviveśa kṣatre pratiṣṭhitas taṃ ta etad avayaje tasmai svāhā
Deine Fessel, König Varuṇa, [die] des Trugs, die im Triṣṭubh-Metrum in den Luftraum eingedrungen ist, in der Herrschaft [kṣatra] gegründet, diese löse ich dir hiermit durch Opfer ab; ihr Svāhā!
yas te rājan varuṇa druhaḥ pāśo jagacchandā divam anvāviveśa viśi pratiṣṭhitas taṃ ta etad avayaje tasmai svāhā
Deine Fessel, König Varuṇa, [die] des Trugs, die im Jagatī-Metrum in den Himmel eingedrungen ist, im Volk [viś] gegründet, diese löse ich dir hiermit durch Opfer ab; ihr Svāhā!
yas te rājan varuṇa druhaḥ pāśo 'nuṣṭupchandā diśo 'nvāviveśa paśuṣu pratiṣṭhitas taṃ ta etad avayaje tasmai svāhā ‖
Deine Fessel, König Varuṇa, [die] des Trugs, die im Anuṣṭubh-Metrum in die Himmelsrichtungen eingedrungen ist, im Vieh gegründet, diese löse ich dir hiermit durch Opfer ab; ihr Svāhā!
iti śrīmadyajuṣi kāṭhake carakaśākhāyām iṭhimikāyāṃ dhruvakṣitir nāma saptādaśaṃ sthānakaṃ saṃpūrṇam ‖
Schlussvermerk: Damit ist im ehrwürdigen Yajus der Kāṭhaka, in der Caraka-Schule, in der Iṭhimikā, das siebzehnte Sthānaka mit dem Namen Dhruvakṣiti vollendet.