namo vaḥ kirikebhyo devānām̐ hṛdayebhyas
Verehrung euch, den Kiriken [Anm.: Deutung unsicher, etwa „Ausstreuende“ [?]], den Herzen der Götter,
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 17
namo vaḥ kirikebhyo devānām̐ hṛdayebhyas
Verehrung euch, den Kiriken [Anm.: Deutung unsicher, etwa „Ausstreuende“ [?]], den Herzen der Götter,
namo vicinvatkebhyas
Verehrung den Auslesenden [?],
namo vikṣīṇakebhyas
Verehrung den Zerstörenden [?],
nama ānirhatebhyaḥ ‖
Verehrung den bis zum Ende Niedergeschlagenen [?]!
drāpe andhasas pate daridra nīlalohita |
O Läufer [drāpi ?], Herr des Trankes, du Umherziehender, Blaurot!
āsāṃ prajānām eṣāṃ puruṣāṇām eṣāṃ paśūnām |
Von diesen Geschöpfen, diesen Menschen, diesem Vieh –
mā bhair mā rauṅ mā naḥ kiñcanāmamat ‖
fürchte dich nicht, brülle nicht [?], nichts soll uns erkranken lassen!
imā rudrāya tavase kapardine kṣayadvīrāya prabharāmahe matīḥ |
Diese Gedanken tragen wir dem starken Rudra dar, dem Haarknotigen, dem über Helden Gebietenden,
yathā naś śam asad dvipade catuṣpade viśvaṃ puṣṭaṃ grāme asminn anāturam ‖
damit es Heil sei für unsere Zweifüßler und Vierfüßler und alles Gedeihen in diesem Dorf frei von Krankheit sei.
yā te rudra śivā tanūś śivā viśvāha bheṣajī |
Deine Gestalt, Rudra, die gnädig ist, gnädig, allezeit heilend,
śivā rutasya bheṣajī tayā no mṛḍa jīvase ‖
die gnädige, Heilmittel für das Wehgeschrei, mit ihr sei uns gnädig, damit wir leben!
pari ṇo rudrasya hetir vṛṇaktu pari tveṣasya durmatir aghāyoḥ |
Rudras Geschoss soll uns umgehen, und des Ungestümen Missgunst, des Böses Sinnenden, soll uns umgehen;
ava sthirā maghavadbhyas tanuṣva mīḍhvas tokāya tanayāya mṛḍa ‖
spanne die festen [Bögen] ab bei den Gabenreichen, o Spender, sei gnädig unserer Nachkommenschaft und unseren Söhnen!
mīḍhuṣṭama śivatama śivo nas sumanā bhava |
O reichlichst Spendender, gnädigster, sei uns gnädig, wohlgesinnt!
parame vṛkṣa āyudhaṃ nidhāya kṛttiṃ vasāna uccara
Lege die Waffe auf den höchsten Baum, hülle dich ins Fell und ziehe fort,
pinākaṃ bibhrad uccara ‖
den Pinaka tragend ziehe fort!
vikiriḍa vilohita namas te astu bhagavaḥ |
O Vikiriḍa [Anm.: Beiname, Deutung unsicher [?]], Rotgefärbter, Verehrung sei dir, o Erhabener!
yās te sahasram̐ hetayo 'nye 'sman nivapantu tāḥ ‖
Deine tausend Geschosse – andere als wir mögen sie treffen [?], sie sollen anderswohin fallen.
sahasradhā sahasrāṇi hetayas tava bāhvoḥ |
Tausendfach sind Tausende die Geschosse in deinen Armen;
tāsām īśāno bhagavaḥ parācīnā mukhā kuru ‖
ihr Gebieter, o Erhabener, kehre ihre Spitzen [wörtl. Mündungen] nach auswärts!
asaṃkhyātā sahasrāṇi ye rudrā adhi bhūmyām |
Unzählbar sind die Tausende der Rudras, die auf der Erde sind;
teṣām̐ sahasrayojane 'va dhanvāni tanmasi ‖
ihre Bögen spannen wir ab auf tausend Yojanas [Anm.: yojana: Wegmaß, etwa eine Wegstrecke].
ye 'smin mahaty arṇave 'ntarikṣe bhavā adhi |
Die in diesem großen Meer, im Luftraum, entstanden sind [?] –
teṣām̐ sahasrayojane 'va dhanvāni tanmasi ‖
ihre Bögen spannen wir ab auf tausend Yojanas.
ye nīlagrīvāś śitikaṇṭhā divaṃ rudrā upaśritāḥ |
Die Blaunackigen, Weißkehligen, die Rudras, die den Himmel bewohnen [wörtl. sich an ihn angelehnt haben] –
teṣām̐ sahasrayojane 'va dhanvāni tanmasi ‖
ihre Bögen spannen wir ab auf tausend Yojanas.
ye nīlagrīvāś śitikaṇṭhāś śarvā adhaḥ kṣamācarāḥ |
Die Blaunackigen, Weißkehligen, die Śarvas, unten auf der Erde Wandelnden –
teṣām̐ sahasrayojane 'va dhanvāni tanmasi ‖
ihre Bögen spannen wir ab auf tausend Yojanas.
ye vaneṣu śaṣpiñjarā nīlagrīvā vilohitāḥ |
Die in den Wäldern Grasgelben, Blaunackigen, Rotgefärbten –
teṣām̐ sahasrayojane 'va dhanvāni tanmasi ‖
ihre Bögen spannen wir ab auf tausend Yojanas.
ye 'nneṣu vividhyanti pātreṣu pibato janān |
Die in den Speisen die Leute durchbohren, wenn diese aus den Bechern trinken –
teṣām̐ sahasrayojane 'va dhanvāni tanmasi ‖
ihre Bögen spannen wir ab auf tausend Yojanas.
ye bhūtānām adhipatayo viśikhāsaḥ kapardinaḥ |
Die Oberherren der Wesen, die Schopflosen [?] [viśikha], die Haarknotigen –
teṣām̐ sahasrayojane 'va dhanvāni tanmasi ‖
ihre Bögen spannen wir ab auf tausend Yojanas.
ye pathīnāṃ pathirakṣaya aiḍamṛdā yavyudhaḥ |
Die Hüter der Wegehüter [?], die Aiḍamṛdas [Anm.: Deutung unsicher [?]], die um Gerste Kämpfenden [?] –
teṣām̐ sahasrayojane 'va dhanvāni tanmasi ‖
ihre Bögen spannen wir ab auf tausend Yojanas.
ye tīrthāni pracaranti sṛkāvanto niṣaṅgiṇaḥ |
Die an den Furten umherziehen, mit Speeren [?] und Schwertern [?] versehen –
teṣām̐ sahasryojane 'va dhanvāni tanmasi ‖
ihre Bögen spannen wir ab auf tausend Yojanas.
ya etāvanto vā bhūyām̐so vā diśo rudrā vitasthire |
Die Rudras, die sich so zahlreich oder noch zahlreicher über die Weltgegenden verteilt haben –
teṣām̐ sahasrayojane 'va dhanvāni tanmasi ‖
ihre Bögen spannen wir ab auf tausend Yojanas.
namo astu rudrebhyo ye divi yeṣāṃ varṣam iṣavas
Verehrung sei den Rudras, die im Himmel sind, deren Pfeile der Regen ist;
tebhyo daśa prācīr daśa dakṣiṇā daśa pratīcīr daśodīcīr daśordhvās
ihnen [gehören] zehn östliche, zehn südliche, zehn westliche, zehn nördliche, zehn aufwärts gerichtete [Himmelsrichtungen/Hände [?]];
tebhyo namo astu
ihnen sei Verehrung,
te no mṛḍayantu
sie sollen uns gnädig sein,
te yaṃ dviṣmo yaś ca no dveṣṭi tam eṣāṃ jambhe dadhāmi |
den wir hassen und der uns hasst, den lege ich in ihren Rachen.
namo astu rudrebhyo ye 'ntarikṣe yeṣāṃ vāta iṣavas
Verehrung sei den Rudras, die im Luftraum sind, deren Pfeile der Wind ist;
tebhyo daśa prācīr daśa dakṣiṇā daśa pratīcīr daśodīcīr daśordhvās
ihnen [gehören] zehn östliche, zehn südliche, zehn westliche, zehn nördliche, zehn aufwärts gerichtete;
tebhyo namo astu
ihnen sei Verehrung,
te no mṛḍayantu
sie sollen uns gnädig sein,
te yaṃ dviṣmo yaś ca no dveṣṭi tam eṣāṃ jambhe dadhāmi |
den wir hassen und der uns hasst, den lege ich in ihren Rachen.
namo astu redrebhyo ye pṛthivyāṃ yeṣām annam iṣavas
Verehrung sei den Rudras [Text: redrebhyo], die auf der Erde sind, deren Pfeile die Speise ist;
tebhyo daśa prācīr daśa dakṣiṇā daśa pratīcīr daśodīcīr daśordhvās
ihnen [gehören] zehn östliche, zehn südliche, zehn westliche, zehn nördliche, zehn aufwärts gerichtete;
tebhyo namo astu
ihnen sei Verehrung,
te no mṛḍayantu
sie sollen uns gnädig sein,
te yaṃ dviṣmo yaś ca no dveṣṭi tam eṣāṃ jambhe dadhāmi ‖
den wir hassen und der uns hasst, den lege ich in ihren Rachen.