Quellen der Menschheit

Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 17

Anuvāka 18 Verse an Bṛhaspati, die Aśvins, Sarasvatī, Indra, ein Sautrāmaṇī-Zusammenhang: Bitte um Beistand, Kinder und Kühe, Nachkommenschaft und Schutz.

sa ā no yonim̐ sadatu preṣṭho bṛhaspatir viśvavāro yo asti |

Er soll sich auf unserer Stätte niederlassen, der liebste Bṛhaspati, der alles Gewünschte hat [viśvavāra],

kāmo rāyas suvīryasya taṃ dāt parṣan no ati saścato ariṣṭān ‖

[er ist] das Verlangen nach Reichtum und guter Manneskraft; diesen gebe er; er führe uns unversehrt hinüber über die uns Folgenden [Bedränger].

tam̐ śagmāso aruṣāso aśvā bṛhaspatim̐ sahavāho vahanti |

Ihn, den Bṛhaspati, tragen die kräftigen, rötlichen Rosse, die zusammen ziehen,

sahaś cid yasya nīlavat sadhasthaṃ nabho na rūpam aruṣaṃ vasānāḥ ‖

dessen Sitz sogar die Macht ist, dunkelblau [?]; gekleidet in rötliche Gestalt wie Gewölk.

bṛhaspatiḥ prathamaṃ jāyamānaḥ ‖

Bṛhaspati, als erster geboren werdend [Anm.: Anfang eines Verses, nur angezitiert].

tam ā no arkam amṛtāya juṣṭam ime dhāsur amṛtāsaḥ purājāḥ |

Diesen Preisgesang, der uns dem Unsterblichen willkommen ist, haben diese Unsterblichen, von alters her Geborenen, hingestellt [?];

śucikrandaṃ yajataṃ pastyānāṃ bṛhaspatim anarvāṇam̐ huvema ‖

den hellrufenden, verehrungswürdigen [Herrn] der Wohnstätten, Bṛhaspati, den unbehinderten, wollen wir rufen.

sa hi śuciś śatapatras sa śundhyur hiraṇyavāśīr iṣiras svarṣāḥ |

Denn er ist rein, hunderfach beflügelt [?], er ist läuternd, mit goldener Axt, rege, den Himmel gewinnend;

bṛhaspatis sa svāveśa ṛṣvaḥ purū sakhibhya āsutiṃ kariṣṭhaḥ ‖

er, Bṛhaspati, leicht zugänglich [?], erhaben, der Freunden viel Anregung [āsuti] am meisten schafft.

evā pitre viśvadevāya vṛṣṇe yajñair vidhema namasā havirbhiḥ |

So wollen wir dem Vater, dem Allgott, dem Stier, mit Opfern, mit Verehrung, mit Opfergaben dienen.

bṛhaspate suprajā vīravanto vayam̐ syāma patayo rayīṇām ‖

Bṛhaspati, wir wollen mit guten Nachkommen und Helden Herren der Reichtümer sein.

pra vāṃ dam̐sām̐sy aśvinā avocam asya patis syām̐ sugavas suvīraḥ |

Eure Wundertaten, ihr Aśvins, habe ich verkündet; dessen [des Reichtums] Herr möge ich sein, mit guten Kühen und guten Helden;

uta paśyann aśnuvan dīrgham āyur astam ivej jarimāṇaṃ jagamyām ‖

sehend und erreichend langes Leben möge ich ins Alter gelangen wie [ein Wanderer] nach Hause.

atāriṣma tamasas pāram asya prati stomaṃ devayanto dadhānāḥ |

Wir sind über das Dunkel hinausgekommen, dessen jenseitiges Ufer, indem wir gottsuchend den Lobgesang [entgegen]setzen.

purudam̐sā purutamā purājāmartyā havate aśvinā gīḥ ‖

Die Aśvins, die vieler Wunder Mächtigen, die Vielfältigsten, von alters her Geborenen, die Unsterblichen, ruft die Rede an.

yo ha sya vāṃ rathirā vasta usrā ratho yujānaḥ pariyāti vartiḥ |

Euer Wagen, ihr Wagenlenker, der im Morgen [?], in der Frühe angeschirrt wird, fährt die Bahn entlang;

tena naś śaṃ yor uṣaso vyuṣṭau ny aśvinā vahataṃ yajñe asmin ‖

mit diesem bringt uns Heil und Segen beim Aufleuchten der Morgenröte, ihr Aśvins, fahrt herab zu diesem Opfer!

tribandhureṇa trivṛtā rathena tricakreṇa suvṛtā yātam arvāk |

Mit dem dreisitzigen [?], dreifachen Wagen, dem dreiräderigen, gut rollenden, fahrt hierher!

pinvataṃ gā jinvatam arvato no vardhayatam aśvinā vīram asme ‖

Lasst die Kühe schwellen, belebt unsere Rosse, lasst uns den Helden [= Sohn] wachsen, ihr Aśvins!

sarasvatīṃ devayanto havante sarasvatīm adhvare tāyamāne |

Sarasvatī rufen die Gottsuchenden an, Sarasvatī, wenn das Opfer sich ausbreitet;

sarasvatīm̐ sukṛto ahvayanta sarasvatī dāśuṣe vāryaṃ dāt ‖

Sarasvatī riefen die gut Wirkenden; Sarasvatī gebe dem Opfernden das Erwünschte.

sarasvaty abhi no neṣi vasyo māpa spharīḥ payasā mā na ā dhak |

Sarasvatī, führe uns zum Besseren; entziehe dich nicht [?], laß uns nicht mit [deiner] Milch [?] verbrannt werden;

juṣasva nas sakhyā veśyā ca mā tvat kṣetrāṇy araṇāni ganma ‖

sei unserer Freundschaft und Nachbarschaft geneigt; wir wollen von dir aus nicht in fremde Gefilde gehen.

imā juhvānā ‖

„Diese opfernd“ [Anm.: Versanfang, nur angezitiert].

pāvīravī kanyā citrāyus sarasvatī vīrapatnī dhiyaṃ dhāt |

Die Speeregewaltige [pāvīravī ?], das Mädchen, deren Leben bunt ist, Sarasvatī, die Heldengattin, soll die Andacht [dhī] schenken;

gnābhir acchidram̐ śaraṇam̐ sajoṣā durādharṣaṃ gṛṇate śarma yam̐sat ‖

mit den Göttinnen [gnā] einträchtig soll sie dem Lobsänger unversehrten, unangreifbaren Schutz und Schirm geben.

tasya vayam ‖

wir [sind] sein [Anm.: Anzitierung, ergänze: „in seiner Führung“ [?]].

trātāram indram avitāram indram̐ havehave suhavam̐ śūram indram |

Den Retter Indra, den Helfer Indra, bei jedem Anruf gut Anzurufenden, den Helden Indra,

hvayāmi śakraṃ puruhūtam indram̐ svasti no maghavā dhātv indraḥ ‖

rufe ich, den Mächtigen, den vielgerufenen Indra; Heil soll uns der Gabenreiche, Indra, verschaffen.

ugro jajñe vīryāya svadhāvāñ cakrir apo naryo yat kariṣyan |

Gewaltig wurde er zur Heldenkraft geboren, eigenmächtig, der die Gewässer schaffen wollte, der Männliche, als er [sie] zu schaffen im Begriff war;

jagmir yuvā nṛṣadanam avobhis trātā na indra enaso mahaś cit ‖

der junge, zum Männersitz gelangt mit Hilfen; Indra, [sei] unser Retter vor der Sünde, sogar vor großer.

adha smā te carṣaṇayo yad ejān indra trātota bhavā varūtā |

Dann [erst] sind deine Völker, wenn sie zittern, Indra, [sei du] Retter und Beschirmer;

asmākāso ye nṛtamāso arya indra sūrayo dadhire puro naḥ ‖

die unseren, die besten Männer, Herr, Indra, die Gönner, haben uns [als] Vorkämpfer voranstellen [lassen].

svastaye vājibhiś ca praṇetaḥ ‖

Zum Heil und mit den Siegespreisen [?], o Führer!