sa ā no yonim̐ sadatu preṣṭho bṛhaspatir viśvavāro yo asti |
Er soll sich auf unserer Stätte niederlassen, der liebste Bṛhaspati, der alles Gewünschte hat [viśvavāra],
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 17
sa ā no yonim̐ sadatu preṣṭho bṛhaspatir viśvavāro yo asti |
Er soll sich auf unserer Stätte niederlassen, der liebste Bṛhaspati, der alles Gewünschte hat [viśvavāra],
kāmo rāyas suvīryasya taṃ dāt parṣan no ati saścato ariṣṭān ‖
[er ist] das Verlangen nach Reichtum und guter Manneskraft; diesen gebe er; er führe uns unversehrt hinüber über die uns Folgenden [Bedränger].
tam̐ śagmāso aruṣāso aśvā bṛhaspatim̐ sahavāho vahanti |
Ihn, den Bṛhaspati, tragen die kräftigen, rötlichen Rosse, die zusammen ziehen,
sahaś cid yasya nīlavat sadhasthaṃ nabho na rūpam aruṣaṃ vasānāḥ ‖
dessen Sitz sogar die Macht ist, dunkelblau [?]; gekleidet in rötliche Gestalt wie Gewölk.
bṛhaspatiḥ prathamaṃ jāyamānaḥ ‖
Bṛhaspati, als erster geboren werdend [Anm.: Anfang eines Verses, nur angezitiert].
tam ā no arkam amṛtāya juṣṭam ime dhāsur amṛtāsaḥ purājāḥ |
Diesen Preisgesang, der uns dem Unsterblichen willkommen ist, haben diese Unsterblichen, von alters her Geborenen, hingestellt [?];
śucikrandaṃ yajataṃ pastyānāṃ bṛhaspatim anarvāṇam̐ huvema ‖
den hellrufenden, verehrungswürdigen [Herrn] der Wohnstätten, Bṛhaspati, den unbehinderten, wollen wir rufen.
sa hi śuciś śatapatras sa śundhyur hiraṇyavāśīr iṣiras svarṣāḥ |
Denn er ist rein, hunderfach beflügelt [?], er ist läuternd, mit goldener Axt, rege, den Himmel gewinnend;
bṛhaspatis sa svāveśa ṛṣvaḥ purū sakhibhya āsutiṃ kariṣṭhaḥ ‖
er, Bṛhaspati, leicht zugänglich [?], erhaben, der Freunden viel Anregung [āsuti] am meisten schafft.
evā pitre viśvadevāya vṛṣṇe yajñair vidhema namasā havirbhiḥ |
So wollen wir dem Vater, dem Allgott, dem Stier, mit Opfern, mit Verehrung, mit Opfergaben dienen.
bṛhaspate suprajā vīravanto vayam̐ syāma patayo rayīṇām ‖
Bṛhaspati, wir wollen mit guten Nachkommen und Helden Herren der Reichtümer sein.
pra vāṃ dam̐sām̐sy aśvinā avocam asya patis syām̐ sugavas suvīraḥ |
Eure Wundertaten, ihr Aśvins, habe ich verkündet; dessen [des Reichtums] Herr möge ich sein, mit guten Kühen und guten Helden;
uta paśyann aśnuvan dīrgham āyur astam ivej jarimāṇaṃ jagamyām ‖
sehend und erreichend langes Leben möge ich ins Alter gelangen wie [ein Wanderer] nach Hause.
atāriṣma tamasas pāram asya prati stomaṃ devayanto dadhānāḥ |
Wir sind über das Dunkel hinausgekommen, dessen jenseitiges Ufer, indem wir gottsuchend den Lobgesang [entgegen]setzen.
purudam̐sā purutamā purājāmartyā havate aśvinā gīḥ ‖
Die Aśvins, die vieler Wunder Mächtigen, die Vielfältigsten, von alters her Geborenen, die Unsterblichen, ruft die Rede an.
yo ha sya vāṃ rathirā vasta usrā ratho yujānaḥ pariyāti vartiḥ |
Euer Wagen, ihr Wagenlenker, der im Morgen [?], in der Frühe angeschirrt wird, fährt die Bahn entlang;
tena naś śaṃ yor uṣaso vyuṣṭau ny aśvinā vahataṃ yajñe asmin ‖
mit diesem bringt uns Heil und Segen beim Aufleuchten der Morgenröte, ihr Aśvins, fahrt herab zu diesem Opfer!
tribandhureṇa trivṛtā rathena tricakreṇa suvṛtā yātam arvāk |
Mit dem dreisitzigen [?], dreifachen Wagen, dem dreiräderigen, gut rollenden, fahrt hierher!
pinvataṃ gā jinvatam arvato no vardhayatam aśvinā vīram asme ‖
Lasst die Kühe schwellen, belebt unsere Rosse, lasst uns den Helden [= Sohn] wachsen, ihr Aśvins!
sarasvatīṃ devayanto havante sarasvatīm adhvare tāyamāne |
Sarasvatī rufen die Gottsuchenden an, Sarasvatī, wenn das Opfer sich ausbreitet;
sarasvatīm̐ sukṛto ahvayanta sarasvatī dāśuṣe vāryaṃ dāt ‖
Sarasvatī riefen die gut Wirkenden; Sarasvatī gebe dem Opfernden das Erwünschte.
sarasvaty abhi no neṣi vasyo māpa spharīḥ payasā mā na ā dhak |
Sarasvatī, führe uns zum Besseren; entziehe dich nicht [?], laß uns nicht mit [deiner] Milch [?] verbrannt werden;
juṣasva nas sakhyā veśyā ca mā tvat kṣetrāṇy araṇāni ganma ‖
sei unserer Freundschaft und Nachbarschaft geneigt; wir wollen von dir aus nicht in fremde Gefilde gehen.
imā juhvānā ‖
„Diese opfernd“ [Anm.: Versanfang, nur angezitiert].
pāvīravī kanyā citrāyus sarasvatī vīrapatnī dhiyaṃ dhāt |
Die Speeregewaltige [pāvīravī ?], das Mädchen, deren Leben bunt ist, Sarasvatī, die Heldengattin, soll die Andacht [dhī] schenken;
gnābhir acchidram̐ śaraṇam̐ sajoṣā durādharṣaṃ gṛṇate śarma yam̐sat ‖
mit den Göttinnen [gnā] einträchtig soll sie dem Lobsänger unversehrten, unangreifbaren Schutz und Schirm geben.
indras sutrāmā |
Indra, der gute Schützer –
tasya vayam ‖
wir [sind] sein [Anm.: Anzitierung, ergänze: „in seiner Führung“ [?]].
trātāram indram avitāram indram̐ havehave suhavam̐ śūram indram |
Den Retter Indra, den Helfer Indra, bei jedem Anruf gut Anzurufenden, den Helden Indra,
hvayāmi śakraṃ puruhūtam indram̐ svasti no maghavā dhātv indraḥ ‖
rufe ich, den Mächtigen, den vielgerufenen Indra; Heil soll uns der Gabenreiche, Indra, verschaffen.
ugro jajñe vīryāya svadhāvāñ cakrir apo naryo yat kariṣyan |
Gewaltig wurde er zur Heldenkraft geboren, eigenmächtig, der die Gewässer schaffen wollte, der Männliche, als er [sie] zu schaffen im Begriff war;
jagmir yuvā nṛṣadanam avobhis trātā na indra enaso mahaś cit ‖
der junge, zum Männersitz gelangt mit Hilfen; Indra, [sei] unser Retter vor der Sünde, sogar vor großer.
adha smā te carṣaṇayo yad ejān indra trātota bhavā varūtā |
Dann [erst] sind deine Völker, wenn sie zittern, Indra, [sei du] Retter und Beschirmer;
asmākāso ye nṛtamāso arya indra sūrayo dadhire puro naḥ ‖
die unseren, die besten Männer, Herr, Indra, die Gönner, haben uns [als] Vorkämpfer voranstellen [lassen].
svastaye vājibhiś ca praṇetaḥ ‖
Zum Heil und mit den Siegespreisen [?], o Führer!