tat puruṣāya vidmahe mahādevāya dhīmahi |
Diesen erkennen wir als Puruṣa, dem großen Gott sinnen wir nach;
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 17
tat puruṣāya vidmahe mahādevāya dhīmahi |
Diesen erkennen wir als Puruṣa, dem großen Gott sinnen wir nach;
tan no rudraḥ pracodayāt ‖
der soll uns Rudra antreiben.
namas te rudra manyave bāhubhyām uta te namaḥ |
Verehrung deinem Zorn, Rudra, und deinen beiden Armen Verehrung,
uto ta iṣave namaḥ ‖
und deinem Pfeil Verehrung.
yā te rudra śivā tanūr aghorāpāpakāśinī |
Deine glückbringende Gestalt, Rudra, die nicht schreckliche, nicht Übles zeigende,
tayā nas tanvā śaṃtamayā giriśantābhicākaśīhi ‖
mit dieser, der heilsamsten Gestalt, Bergbewohner, Heilbringer, blicke auf uns herab.
yām iṣuṃ giriśanta haste bibharṣy astave |
Den Pfeil, Bergbewohner, den du in der Hand trägst, um ihn zu schleudern,
śivāṃ giritra tāṃ kuru mā him̐sīḥ puruṣaṃ jagat ‖
mach ihn glückbringend, Bergbeschützer; verletze nicht den Menschen, nicht die Welt der Lebewesen.
śivena vacasā tvā giriśācchā vadāmasi |
Mit glückbringendem Wort reden wir dich an, Bergbewohner,
yathā nas sarvam ij jagad ayakṣmam̐ sumanā asat ‖
damit unsere ganze Welt der Lebewesen ohne Siechtum und wohlgesinnt sei.
adhyavocad adhivaktā prathamo daivyo bhiṣak |
Fürsprache hat eingelegt der erste Fürsprecher, der göttliche Arzt;
ahīm̐ś ca sarvāñ jambhaya sarvāś ca yātudhānyas
zermalme alle Schlangen und alle Zauberweiber (yātudhānī),
adharācīḥ parāsuva ‖
nach unten gewandt, treibe sie fort.
asau yas tāmro aruṇa uta babhrus sumaṅgalaḥ |
Der dort, der kupferrote, rötliche, auch braune, der sehr Heilvolle,
ye ceme rudrā abhito dikṣu śritās sahasraśas
und diese Rudras, die ringsum in den Himmelsrichtungen zu Tausenden verweilen –
avaiṣām̐ heḍa īmahe ‖
ihren Zorn bitten wir abzuwenden [?].
asau yo 'vasarpati nīlagrīvo vilohitaḥ |
Der dort, der herabkriecht, mit blauem Hals, tiefrot,
utainaṃ gopā adṛśrann utainam udahāryaḥ |
ihn haben die Kuhhirten gesehen, ihn auch die Wasserträgerinnen,
utainaṃ viśvā bhūtāni sa dṛṣṭo mṛḍayāti naḥ ‖
ihn auch alle Wesen; wenn er gesehen ist, möge er uns gnädig sein.
namo astu nīlagrīvāya sahasrākṣāya mīḍhuṣe |
Verehrung sei dem Blauhalsigen, dem Tausendäugigen, dem Spender (Bespritzer) [?];
atho ye asya satvāno 'haṃ tebhyo 'karaṃ namaḥ ‖
und seinen Gefolgsleuten habe ich Verehrung dargebracht.
pramuñca dhanvanas tvam ubhayor ārtnyor jyām |
Löse du die Sehne vom Bogen, von beiden Bogenenden;
yāś ca te hasta iṣavaḥ parā tā bhagavo vapa ‖
und die Pfeile in deiner Hand, herrlicher, wirf sie weg.
vijyaṃ dhanuḥ kapardino viśalyo bāṇavān uta |
Ohne Sehne sei der Bogen des Haarknotenträgers, pfeillos [?] auch der Köcherträger;
aneśann asyeṣava ābhūr asya niṣaṅgathiḥ ‖
nicht verlierend [?] seine Pfeile, der Köcher (ābhū) bereit [?], sein Schwertgehänge (niṣaṅgathi) [?].
yā te hetir mīḍhuṣṭama haste babhūva te dhanuḥ |
Dein Geschoß, du reichster Spender, das in deiner Hand ist, dein Bogen –
tayāsmān viśvatas tvam ayakṣmeṇa paribhuja ‖
damit umfasse du uns ringsum, ohne Siechtum.
pari te dhanvano hetir asmān vṛṇaktu viśvataḥ |
Das Geschoß deines Bogens soll uns ringsum meiden;
atho ya iṣudhis tavāre asman nidhehi tam ‖
und den Köcher, der dir gehört, lege fern von uns nieder.
namām̐si ta āyudhāyānātatāya dhṛṣṇave |
Verehrungen dir, dem Waffenträger mit ungespanntem (Bogen), dem Kühnen;
ubhābhyām uta te namo bāhubhyāṃ tava dhanvane ‖
beiden Armen Verehrung von dir aus, deinem Bogen Verehrung.
avatatya dhanus tvam̐ sahasrākṣa śateṣudhe |
Nachdem du den Bogen entspannt hast, Tausendäugiger, Hundertköcheriger,
niśīrya śalyānāṃ mukham̐ śivo nas sumanā bhava ‖
und die Spitzen der Pfeile zerbrochen hast, sei uns glückbringend und wohlgesinnt.
yā ta iṣuś śivatamā śivaṃ babhūva te dhanuḥ |
Dein Pfeil, der glückbringendste, und dein Bogen, der glückbringend geworden ist,
śivā śaravyā yā tava tayā no mṛḍa jīvase ‖
und dein Geschoß, das heilvoll ist – damit sei uns gnädig, damit wir leben.