Quellen der Menschheit

Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 18

Anuvāka 1 Verse an Agni und an Viśvakarman, den Allschöpfer, den Vater und Urgrund der Welt, und die Frage nach dem ersten Keim in den Wassern.

agnis tigmena śociṣā yam̐sad viśvaṃ ny atriṇam |

Agni soll mit scharfer Flamme jeden Fresser [Dämon] niederhalten;

agnir no vam̐sate rayim ‖

Agni soll uns Reichtum gewinnen.

ya imā viśvā bhuvanāni juhvad ṛṣir hotā nyasīdat pitā naḥ |

Der, all diese Wesen opfernd, als Seher, als Hotṛ, sich niedergesetzt hat, unser Vater,

sa āśiṣā draviṇam icchamānaḥ paramacchad avarām̐ āviveśa ‖

er, mit Segensspruch Gut begehrend, ist, [das] Höchste verhüllend [?], in die niedrigeren [Wesen] eingedrungen.

viśvakarmā vimanā yo vyomā dhātā vidhātā paramo na saṃvṛk |

Viśvakarman, der Weitsinnige [?], der Himmelsraum, der Erhalter, der Ordner, der Höchste, der nicht zu Verhüllende [?];

saṃ no mahāni sam iṣo mahantāṃ yatra saptarṣīn para ekam āhuḥ ‖

möge uns Großes, mögen uns Stärkungen zusammenkommen, dort, wo man jenseits der sieben Seher „das Eine“ nennt.

ta āyajanta draviṇā sam asmā ṛṣayaḥ pūrve janimāni bhūnā |

Diese haben ihm Gut geopfert [?], die früheren Seher, [ihre] Geschlechter [in] Fülle;

asūrtā sūrte rajasi na sattā ye bhūtāni samakṛṇvann imāni ‖

die nicht [mehr] Unruhigen [?], im ruhelosen [?] Raum nicht sitzend, die diese Wesen zusammengefügt haben.

yo naḥ pitā janitā yo vidhātā yo nas sato abhy ā san nināya |

Der unser Vater ist, Erzeuger, der Ordner, der uns, den Seienden, dem Seienden zugeführt hat [?],

yo devānāṃ nāmadhā eko asti tam̐ saṃpraśnaṃ bhuvanā yanty anyā ‖

der als einziger der Götter Namen setzt – zu ihm, dem Fragezentrum, gehen die anderen Wesen.

na taṃ vidātha ya idaṃ jajānānyad yuṣmākam antaraṃ babhūva |

Ihr kennt ihn nicht, der dies erzeugt hat; ein Anderes ist zwischen euch getreten.

nīhāreṇa prāvṛtā jalpyā cāsutṛpa ukthaśāsaś caranti ‖

Von Nebel umhüllt und mit Geschwätz [?] wandeln die Lebensgenießer [asutṛp], die Lobsprüche Sprechenden.

viśvakarmā ced ajaniṣṭa deva ād id gandharvo abhavad dvitīyaḥ |

Wenn Viśvakarman als Gott geboren wurde, dann wurde erst als Zweiter ein Gandharva;

tṛtīyaḥ pitā janitauṣadhīnām apāṃ garbhaṃ vyadadhāt purutrā ‖

der Dritte, Vater, Erzeuger der Pflanzen, hat den Keim der Wasser vielfach verteilt.

paro divā para enā pṛthivyā paro devebhir asurair yad asti |

Jenseits des Himmels, jenseits dieser Erde, jenseits der Götter und Asuras, was ist [das]?

kam̐ svid garbhaṃ prathamaṃ dadhra āpo yatra devās samapaśyanta viśve ‖

Welchen Keim haben die Wasser zuerst getragen, wo alle Götter zusammenblickten?

tam id garbhaṃ prathamaṃ dadhra āpo yatra devās samapaśyanta viśve |

Eben diesen Keim haben die Wasser zuerst getragen, wo alle Götter zusammenblickten;

ajasya nābhā adhy ekam arpitaṃ tatredaṃ viśvaṃ bhuvanam adhi śritam ‖

auf dem Nabel des Ungeborenen ist das Eine eingefügt; darin ruht diese ganze Welt.