Quellen der Menschheit

Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 18

Anuvāka 15 Verse zum Aufstieg: Agni als Vogel und seine Flügel tragen den Opferherrn zum Himmel; Anrufung des Falken und Bitte um Regen.

agniṃ yunajmi śavasā ghṛtena divyam̐ suparṇaṃ vayasā bṛhantam |

Agni schirre ich an mit Kraft, mit Schmalz, den himmlischen Schönbeschwingten, groß an Lebenskraft [?];

tena vayaṃ patema bradhnasya viṣṭapam̐ svo ruhāṇā adhi nāka uttame ‖

mit ihm wollen wir zum Firmament des Rötlichen [?] (Sonne) fliegen, zum Himmelslicht aufsteigend, auf den höchsten Himmelsrücken!

imau te pakṣā ajarau patatriṇo yābhyāṃ rakṣām̐sy apaham̐sy agne |

Diese beiden deiner Flügel sind unalternd, beschwingt, mit denen du die Rakṣas erschlägst, o Agni;

tābhyāṃ vayaṃ patema sukṛtām u lokaṃ yatrarṣayo jagmuḥ prathamāḥ purāṇāḥ ‖

mit ihnen wollen wir zur Welt der Wohlgetanen fliegen, wohin die ersten alten Ṛṣis gegangen sind!

indur dakṣaś śyena ṛtāvā hiraṇyapakṣaś śakuno bhuraṇyuḥ |

Der Tropfen, der Tüchtige, der Falke, der Ordnungsgemäße, der Goldbeschwingte, der Vogel, der Rege,

mahān sadhasthe dhruva ā niṣattas

der Große, fest im gemeinsamen Sitz niedergelassen –

divo mūrdhāsi pṛthivyā nābhir ūrg apām oṣadhīnām |

Du bist das Haupt des Himmels, der Nabel der Erde, die Kraft der Wasser und Kräuter;

viśvāyuś śarma saprathā namas pathe viśvasya mūrdhann adhitiṣṭhasi śritaḥ ‖

Alles Leben, Zuflucht, Weite – Verehrung dem Weg; du stehst auf dem Haupt des Alls, angelehnt [?].

samudre te hṛdayam antar āyur udno dehy udadhiṃ bhindhi |

Im Meer ist dein Herz, im Inneren, das Leben des Wassers; gib (es), spalte den Wasserspeicher [?] auf;

divaḥ parjanyād antarikṣāt pṛthivyās

vom Himmel, von Parjanya, vom Luftraum, von der Erde her –

tato mā vṛṣṭyāva ‖

von dort her fördere mich mit Regen!