juhvam̐ saṃmārṣṭi
Er wischt die Juhū-Kelle sauber [Anm.: juhū, Opferlöffel für Schmelzbutter; saṃmārṣṭi = reinigt];
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 18
juhvam̐ saṃmārṣṭi
Er wischt die Juhū-Kelle sauber [Anm.: juhū, Opferlöffel für Schmelzbutter; saṃmārṣṭi = reinigt];
yajñamukhaṃ vai juhūr
die Juhū ist nämlich der Mund des Opfers;
yajñamukham evālabhate
den Mund des Opfers ergreift er also.
juhvā vai devā virājam ahvayan
Mit der Juhū riefen die Götter die Virāj herbei;
taj juhvā juhūtvam
darin liegt das Juhū-Sein der Juhū.
agnir vai virāḍ
Agni ist nämlich die Virāj;
agnim evaitad virājam̐ hvayati
Agni, die Virāj, ruft er damit herbei.
cchandām̐si vai devebhyo 'pākrāman yajñe bhāgadheyam icchamānāni na vo 'bhāgadheyāni havyaṃ vakṣyāma iti
Die Metren zogen sich von den Göttern zurück, einen Anteil am Opfer wünschend: „Ohne Anteil werden wir euch die Opfergabe nicht tragen“, so.
tebhya etac caturgṛhītaṃ prāyacchann anuvākyāyai yājyāyai devatāyai vaṣaṭkārāya
Ihnen gaben sie dieses Viermalgeschöpfte [Anm.: caturgṛhīta, Schmelzbutter, viermal geschöpft], für die Anuvākyā, die Yājyā, die Gottheit und den Vaṣaṭ-Ruf.
yac caturgṛhītena juhoti
Dass er mit dem Viermalgeschöpften spendet,
cchandām̐sy eva bhāgadheyavanti karoti
damit macht er die Metren mit Anteil versehen.
sāvitrāṇi juhoti
Er spendet Sāvitra-Sprüche;
prasūtyai
zum Antrieb.
eti vā etad yajñamukhād yad anāgneyam agre yajñasya kriyate
Er entfernt sich nämlich vom Mund des Opfers, wenn zu Beginn des Opfers etwas, das nicht Agni gehört, vollzogen wird [?];
yad aṣṭau kṛtvo gṛhītvāṣṭā etāni juhoti
dass er achtmal schöpft und diese acht spendet,
aṣṭākṣarā gāyatrī gāyatro 'gnis
– achtsilbig ist die Gāyatrī, gāyatrisch ist Agni –
tena yajñamukhān naiti
dadurch entfernt er sich nicht vom Mund des Opfers.
prasūtyai
Zum Antrieb.
sāvitrāṇi
Sāvitra-Sprüche (sind es).
yuñjate mana iti manasvanti
„Sie schirren den Geist an“ – (das sind Sprüche) mit „Geist“;
mano hy agre yujyate
denn zuerst wird der Geist angeschirrt,
manasā yajñas tāyate
durch den Geist wird das Opfer ausgespannt.
agnir jyotir iti jyotiṣmat
„Agni ist Licht“ – (das ist ein Spruch) mit „Licht“;
savitā vā etat pṛthivyā jyotis samabharat
Savitṛ hat dieses Licht der Erde zusammengebracht;
yad evāsyātra nyaktaṃ tad etena saṃbharati
was hier von ihr [?] verborgen [?] ist, das bringt er damit zusammen.
ṣaḍ ṛco bhavanti
Sechs Verse sind es;
ṣaḍ vā ṛtavas
sechs sind nämlich die Jahreszeiten;
ṛtuṣv eva pratitiṣṭhati
in den Jahreszeiten fasst er also Fuß.
dve yajuṣī
Zwei Opfersprüche –
dvipād yajamānaḥ
zweifüßig ist der Opferherr –
pratiṣṭhityai
zum Halt.
yadi kāmayeta devatāṃ yajñayaśasenāhutyārpayeyam ity ṛcam antataḥ kuryāt
Wenn er wünscht: „Die Gottheit möchte ich durch Opferruhm mit der Spende beladen“, so soll er einen Vers zuletzt setzen.
devatām eva yajñayaśasenāhutyārpayati
Die Gottheit belädt er dann durch Opferruhm mit der Spende.
yadi kāmayeta yajamānaṃ yajñayaśasenāhutyārpayeyam iti yajur antataḥ kuryāt
Wenn er wünscht: „Den Opferherrn möchte ich durch Opferruhm mit der Spende beladen“, so soll er einen Opferspruch (yajus) zuletzt setzen.
yajamānam eva yajñayaśasenāhutyārpayati
Den Opferherrn belädt er dann durch Opferruhm mit der Spende.
ṛcā stomam̐ samardhayeti
„Mit dem Vers bringe den Stoma zum Gelingen“ –
samṛddhyai
zum Gelingen.
gāyatreṇa rathantaraṃ bṛhad gāyatravartanīti
„Mit dem Gāyatra (Sāman) das Rathantara, das Bṛhat, das Gāyatra-Gleis [?]“ –
iyaṃ vai rathantaram asau bṛhad
diese (Erde) ist das Rathantara, jene (Himmel) das Bṛhat.
vyaṣṭyā āhutyā vā abhikramam anvabhikramya yajamāno vasīyān bhavati
Durch die Spende, zur Herrlichkeit [?], schreitet der Opferherr, dem Vorschreiten folgend nach, und wird besser;
āhutyā apakramam anvapakramya pāpīyān bhavati
durch die Spende, dem Zurückweichen folgend zurückweichend, wird er schlechter.
sakṛt sarvāṇy anudrutyottamena juhuyāt
Alle (Sprüche) einmal durchlaufend, soll er mit dem letzten spenden;
āhutyā evābhikramam anvabhikrāmati vasīyān bhavati
durch die Spende folgt er dem Vorschreiten nach, und wird besser.
ekaikena juhuyād yadi kāmayeta sadṛṅ yajamānas syād iti
Mit jedem einzeln soll er spenden, wenn er wünscht: „Der Opferherr soll (den Gleichen) gleich werden [?]“;
yajūm̐ṣy eva nānā vīryāṇi karoti
die Opfersprüche macht er damit zu verschiedenen Kräften.
aṣṭā etāni bhavanty āhutir navamī
Acht sind es hier, die Spende ist die neunte;
trivṛtam eva yajñamukham̐ saṃpādayati
den dreifachen Mund des Opfers stellt er also zusammen;
trivṛd dhi yajñamukham
denn dreifach ist der Mund des Opfers.
ūrdhvas tiṣṭhañ juhoti
Aufrecht stehend spendet er;
ūrdhvo hi tiṣṭhan vīryāvattaraḥ
denn aufrecht stehend ist man kraftvoller.
pūrṇayā srucā juhoti
Mit vollem Löffel spendet er;
pūrṇaḥ prajāpatiḥ
voll ist Prajāpati;
prajāpatim evāpnoti ‖
Prajāpati erreicht er also.