Quellen der Menschheit

Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 18

Anuvāka 16 Agni-Verse für den Kṣatra-Gewinn: Agni möge entflammen, Gedeihen und Herrschaft verleihen, den Opferherrn vor Not und Tod retten; Sonnenverse.

samās tvāgna ṛtavo vardhayantu saṃvatsarā ṛṣayo yāni satyā |

Die Jahre sollen dich stärken, Agni, die Jahreszeiten, die Jahre, die Ṛṣis, (und) was wahr ist;

saṃ divyena dīdihi rocanena viśvā ābhāhi pradiśaḥ pṛthivyāḥ ‖

leuchte mit himmlischem Lichtglanz, erhelle alle Himmelsrichtungen der Erde!

saṃ cedhyasvāgne pra ca bodhayainam uc ca tiṣṭha mahate saubhagāya |

Entflamme dich, Agni, und wecke diesen (Opferherrn) auf und erhebe dich zu großem Glück;

mā ca riṣad upasattā te agne brahmāṇas te yaśassas santu mānye ‖

kein Diener [?] von dir soll Schaden leiden, Agni; deine Brahmanen sollen berühmt sein, ich denke [?]!

tvām agne vṛṇate brāhmaṇā ime śivo agne saṃvaraṇe bhavā naḥ |

Dich, Agni, erwählen diese Brahmanen; freundlich, Agni, sei uns bei der Erwählung;

sapatnahāgne abhimātijit sve gaye jāgṛhy aprayucchan ‖

Feindtöter, Agni, Widersachersieger, wache in deinem eigenen Haus, nicht nachlässig!

ihaivāgne adhi dhārayā rayiṃ mā tvā nikran pūrvacito nikāriṇaḥ |

Hier eben, Agni, halte den Reichtum fest; nicht sollen dich die früher Wissenden, die Niedertreter, erniedrigen;

kṣatram agne suyamam astu tubhyam upasattā vardhatāṃ te aniṣṭṛtaḥ ‖

die Herrschaft, Agni, soll dir leicht lenkbar sein; dein Diener [?] soll ungehemmt wachsen!

kṣatreṇāgne svena saṃrabhasva mitreṇāgne mitradheye yatasva |

Mit deiner eigenen Herrschaft, Agni, verbinde dich; mit dem Freund, Agni, mühe dich im Freundschaftsbund;

sajātānāṃ madhyameṣṭheyāya rājñām agne vihavyo dīdihīha ‖

um in der Mitte der Blutsverwandten zu stehen [?], der Könige, Agni, leuchte hier, vielfach angerufen!

ati niho ati sridho aty acittim ati nirṛtim adya |

Hinüber über die Beugung [?], über die Fehlschläge, über die Unverständigkeit, über das Verderben (Nirṛti) heute –

viśvā hy agne duritā tara tvam athāsmabhyam̐ sahavīraṃ rayiṃ dāḥ ‖

denn führe alle Bedrängnisse hinüber, Agni, du; dann gib uns Reichtum samt Männern!

anādhṛṣyo jātavedā aniṣṭṛto virāḍ agne kṣatrabhṛd dīdihīha |

Unangreifbar, Jātavedas, ungehemmt, Herrscher, Agni, Träger der Herrschaft, leuchte hier;

viśvā amīvāḥ pramuñcan mānuṣebhyaś śivebhir adya paripāhi no vṛdhe ‖

alle Plagen von den Menschen lösend – mit gnädigen (Hilfen) behüte uns heute zum Gedeihen!

amutrabhūyād adha yad yamasya bṛhaspate abhiśaster amuñcaḥ |

Jenseitig wird er [?], darauf, was von Yamas (Strafe) [?] – Bṛhaspati, du hast von der Verfluchung losgelassen;

pratyauhatām aśvinā mṛtyum asmād devānām agne bhiṣajā śacībhiḥ ‖

so sollen die beiden Aśvin, der Götter Ärzte, den Tod von ihm mit ihren Kräften zurückstoßen, Agni!

ud vayaṃ tamasas pari jyotiṣ paśyanta uttaram |

Aus dem Dunkel empor, das höhere Licht schauend,

devaṃ devatrā sūryam aganma jyotir uttamam ‖

sind wir zur Sonne, dem Gott unter den Göttern, gegangen, zum höchsten Licht.

bṛhaspate savitar bodhayainam̐ sam̐śitaṃ cit saṃtarāṃ sam̐śiśādhi |

Bṛhaspati, Savitṛ, wecke diesen auf; den Geschärften noch mach noch schärfer [?];

vardhayainaṃ mahate saubhagāya viśva enam anumadantu devāḥ ‖

lass ihn wachsen zu großem Glück; alle Götter sollen ihm zujubeln!

kṣatrabhṛd agnir anibhṛṣṭatejās sahasriyo dyotatām idhyamānaḥ |

Agni, der Träger der Herrschaft, mit unversehrtem Glanz, tausendfältig, soll strahlen, entzündet;

varṣman pṛthivyā adhi jātavedā ud antarikṣam āruhad agan dyām ‖

auf der Höhe der Erde ist Jātavedas emporgestiegen zum Luftraum und zum Himmel gegangen.