Quellen der Menschheit

Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 34

Anuvāka 12 Zwölf Unreinheiten am Menschen und die zwölffache Weihe; sechsunddreißig Bṛhatī und Anuṣṭubh.

dvādaśa dīkṣito bhavati

Zwölf (Tage) ist er geweiht.

tad dhi jātaṃ yat tapaso 'dhi jāyate

Denn das ist wahrhaft geboren, was aus Askese geboren wird.

na yat striyā dvādaśa dīkṣito bhavati

Nicht (deshalb), weil er von einer Frau (geboren)... [?] ist er zwölf (Tage) geweiht.

dvādaśa vai puruṣe 'medhyāni

Zwölf Unreinheiten sind nämlich am Menschen:

loma ca tanūś cāsṛk ca mām̐saṃ cāsthi ca majjā ca sehuś ca plīhā cāśru ca dūṣīkā ca svedaś ca yac ca prasrāvayate

Haar, Haut [?], Blut, Fleisch, Knochen, Mark, sehu [?], Milz [?], Träne, Augenschleim, Schweiß, und was er ausfließen lässt.

etāni vai puruṣe dvādaśāmedhyāni

Diese sind nämlich die zwölf Unreinheiten am Menschen.

yad dvādaśa dīkṣito bhavati

Dass er zwölf (Tage) geweiht ist,

tāny evāpahate

damit beseitigt er eben diese.

dvādaśa dīkṣito bhavati

Zwölf (Tage) ist er geweiht,

dvādaśopasado dvādaśa prasūtas tāṣ ṣaṭtrim̐śat saṃpadyante

zwölf Upasad-Tage, zwölf Kelterungstage: diese ergeben sechsunddreißig.

ṣaṭtrim̐śadakṣarā bṛhatī

Sechsunddreißig Silben hat die Bṛhatī.

bārhatāḥ paśavas

Der Bṛhatī gehören die Tiere.

bṛhatyām evaitat paśūn āpnoti

In der Bṛhatī erlangt er damit das Vieh.

bṛhatyām evaitat paśūn āptvāvarunddhe

In der Bṛhatī das Vieh erlangt habend, gewinnt er es.

tato yāni catvāry akṣarāṇy utkrāmanti sā catuṣpadānuṣṭubh

Die vier Silben, die dann überschüssig sind [?], das ist die vierfüßige Anuṣṭubh [?].

vāg anuṣṭubh

Die Rede ist die Anuṣṭubh.

vācy evaitat paśūn āpnoti

In der Rede erlangt er damit das Vieh.

vācy evaitat paśūnā ptvāvarunddhe

In der Rede das Vieh erlangt habend [Anm.: Quelle mit Wortfuge paśūnā ptvā], gewinnt er es.

tasmād vācā paśavo nāma jānate

Daher erkennen Tiere den Namen [?] durch die Rede.

vācā siddhāni vartante ‖

Durch die Rede gezähmt [?], kehren sie (zurück). ‖