agniṃ naro dīdhitibhir araṇyor hastacyutī janayanta praśastam |
Den Agni haben die Männer mit ihren Fingern [?] aus den beiden Reibhölzern, aus der Hand geschüttelt (gleitend), erzeugt, den gepriesenen,
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 34
agniṃ naro dīdhitibhir araṇyor hastacyutī janayanta praśastam |
Den Agni haben die Männer mit ihren Fingern [?] aus den beiden Reibhölzern, aus der Hand geschüttelt (gleitend), erzeugt, den gepriesenen,
dūredṛśaṃ gṛhapatim atharyum ‖
den weithin Sichtbaren, den Hausherrn, den Atharyu [?].
agnināgnis samidhyate kavir gṛhapatir yuvā |
Durch Agni wird Agni entzündet, der Seher, der Hausherr, der Jüngling,
havyavāḍ juhvāsyaḥ ‖
der Opferspeisen-Fahrer, mit der Opferlöffel als Mund. ‖
sapta te agne samidhas sapta jihvās saptarṣayas sapta dhāma priyāṇi |
Sieben sind deine Brennhölzer, Agni, sieben Zungen, sieben Ṛṣis, sieben liebe Stätten;
sapta hotrā anuvidvān sapta yonīm̐r āpṛṇasvā ghṛtena ‖
die sieben Hotṛ-Ämter kennend, fülle die sieben Schöße mit Schmalz. ‖
mano jyotir juṣatām ājyasyāriṣṭaṃ yajñam̐ sam imaṃ tanotu |
Das Denken, das Licht, möge die Butter genießen und dieses Opfer unversehrt zusammenspinnen.
imaṃ yajñam̐ saptatantuṃ tataṃ na ā devā yantu sumanasyamānāḥ ‖
Zu diesem siebenfädigen, gespannten Opfer von uns sollen die Götter wohlgesinnt kommen. ‖
trayastrim̐śat tantavo yān vitanvata imaṃ yajñam̐ svadhayā ye dadante |
Die dreiunddreißig Fäden, die dieses Opfer ausspannen, die es mit Svadhā [Anm.: Trankopfer/Eigenkraft] verleihen,
teṣāṃ chidraṃ pratidadhmo yad atra svāhāyaṃ yajño apy etu devān ‖
deren Riss (Lücke) hier füllen wir wieder aus: svāhā! Dieses Opfer gehe auch zu den Göttern. ‖
yan me manasaś chidraṃ yad vāco yac ca me hṛdaḥ |
Was an meinem Denken ein Riss ist, was an der Rede, was an meinem Herzen,
ayaṃ devo bṛhaspatis saṃ tat siñcatu rādhasā ‖
das möge dieser Gott Bṛhaspati mit Fülle (rādhas) zusammengießen. ‖
viśvakarmā havir idaṃ juṣāṇas saṃtānair yajñam̐ sam imaṃ tanotu |
Viśvakarman, diese Opferspeise genießend, möge mit Fäden dieses Opfer zusammenspinnen.
yā vyuṣṭā uṣaso yāś ca nimrucas tās saṃdadhātu haviṣā ghṛtena ‖
Die aufgeleuchteten Morgenröten und die untergehenden [Anm.: die Abende], die möge er mit Opferspeise und Schmalz verbinden. ‖
ayāś cāgne 'sy anabhiśastiś ca satyam it tvam ayā asi |
Du, Agni, bist Ayās [?] und unverwünscht (frei von Fluch); wahrlich, du bist Ayās [Anm.: ayās, ‚Beweger, Lenker'? unsicher],
ayās san manasā kṛto 'yās san havyam ūhiṣe
als Ayās, im Sinn (Denken) gemacht, als Ayās trägst du die Opferspeise fort;
ayā no dhehi bheṣajam ‖
als solcher setze uns Heilmittel ein. ‖
tvaṃ no agne varuṇasya vidvān devasya heḍo 'vayāsisīṣṭhāḥ |
Du, Agni, kennend, mögest den Zorn des Gottes Varuṇa von uns wegwenden;
yajiṣṭho vahnitamaś śośucāno viśvā dveṣām̐si pramumugdhy asmat ‖
bester Opferer, bester Fahrer, hell leuchtend, löse alle Feindseligkeiten von uns ab. ‖
sa tvaṃ no agne 'vamo bhavotī nediṣṭho asyā uṣaso vyuṣṭau |
Du, Agni, sei uns mit Hilfe der Nächste, in der Erhellung dieser Morgenröte;
avayakṣva no varuṇaṃ rarāṇo vīhi mṛḍīkam̐ suhavo na edhi ‖
bitte den Varuṇa von uns weg, gebend; komm, (schenke) Gnade, sei uns leicht anzurufen. ‖
iti śrīmadyajuṣi kāṭhake carakaśākhāyām orimikāyām ekādaśinī nāma catustriṃśaṃ sthānakaṃ saṃpūrṇam ‖
So ist im ehrwürdigen Yajurveda, im Kāṭhaka, in der Caraka-Schule, in der Orimikā [?]: das vierunddreißigste Sthānaka, „Ekādaśinī“ genannt, vollendet. ‖