Quellen der Menschheit

Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 34

Anuvāka 13 Prajāpati opfert allein, die Götter zu dritt, zu sechst, zu zwölft mit dem Zwölftagesopfer; wer wie viele Teilnehmer.

prajāpatir akāmayata bhūyān syām̐ śreyān syām ṛdhnuyām iti

Prajāpati wünschte: „Möge ich mehr werden, besser werden, gedeihen.“

sa dvādaśāhenādīkṣata

Er weihte sich mit dem Zwölftagesopfer.

tasmād eko dvādaśāhena yajeta

Daher soll einer allein mit dem Zwölftagesopfer opfern.

eko hi sa ārdhnot prajāpatir eva

Denn als einer gedieh er, eben Prajāpati.

prajāpater evarddham anvṛdhnoti ya evaṃ vidvān eko dvādaśāhena yajate

Dem Gedeihen des Prajāpati folgt im Gedeihen nach, wer als Wissender allein mit dem Zwölftagesopfer opfert.

tena tisro devatā rocanā adīkṣanta

Damit weihten sich drei Gottheiten, die leuchtenden [Anm.: die drei Lichträume, rocanā];

tasmāt trayo dvādaśāhena yajeran

Daher sollen drei mit dem Zwölftagesopfer opfern.

trayo hi ta ārdhnuvann ima eva lokās

Denn zu dritt gediehen sie, es sind eben diese Welten.

eṣām eva lokānām ṛddham anvṛdhnuvanti ya evaṃ vidvām̐sas trayo dvādaśāhena yajante

Dem Gedeihen dieser Welten folgen im Gedeihen nach, die als Wissende zu dritt mit dem Zwölftagesopfer opfern.

tena ṣaḍ devatā adīkṣanta

Damit weihten sich sechs Gottheiten;

tasmāt ṣaḍ dvādaśāhena yajeran

Daher sollen sechs mit dem Zwölftagesopfer opfern.

ṣaḍ ḍhi ta ārdhnuvann ṛtava eva

Denn zu sechst gediehen sie, es sind eben die Jahreszeiten.

ṛtūnām evarddham anvṛdhnuvanti ya evaṃ vidvām̐saṣ ṣaḍ dvādaśāhena yajante

Dem Gedeihen der Jahreszeiten folgen im Gedeihen nach, die als Wissende zu sechst mit dem Zwölftagesopfer opfern.

tena dvādaśa devatā adīkṣanta

Damit weihten sich zwölf Gottheiten;

te pūrvapakṣeṣv ārdhnuvan

Sie gediehen in den vorderen Halbmonaten (der zunehmenden Mondhälfte),

aparapakṣān anupāhvayanta

und riefen die hinteren Halbmonate nach [?].

tasmād dvādaśa dvādaśāhena yajeran

Daher sollen zwölf mit dem Zwölftagesopfer opfern.

dvādaśa hi ta ārdhnuvan māsā eva

Denn zu zwölft gediehen sie, es sind eben die Monate.

māsānām evarddham anvṛdhnuvanti ya evaṃ vidvām̐so dvādaśa dvādaśāhena yajante

Dem Gedeihen der Monate folgen im Gedeihen nach, die als Wissende zu zwölft mit dem Zwölftagesopfer opfern.

upasatsu trayodaśo dīkṣeta

Bei den Upasad-Tagen soll sich als dreizehnter weihen lassen.

uta hi taṃ vidur uta na vidur

Denn man kennt ihn (teils), und man kennt ihn (teils) nicht.

uta vai trayodaśaṃ māsaṃ vidur uta na viduḥ ‖

Auch den dreizehnten Monat kennt man (teils), und man kennt ihn (teils) nicht. ‖