yadi somau sam̐sutau syātāṃ mahati rātryāḥ prātaranuvākam upākuryāt
Wenn zwei Soma zusammen ausgepresst wären, soll er in der Tiefe der Nacht den Prātaranuvāka [Anm.: morgendliche Rezitation vor Tagesanbruch] beginnen.
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 34
yadi somau sam̐sutau syātāṃ mahati rātryāḥ prātaranuvākam upākuryāt
Wenn zwei Soma zusammen ausgepresst wären, soll er in der Tiefe der Nacht den Prātaranuvāka [Anm.: morgendliche Rezitation vor Tagesanbruch] beginnen.
pūrva eva yajñaṃ pūrvo devatāḥ pūrvaś chandām̐si vṛṅkte
Als erster nimmt er das Opfer, als erster die Götter, als erster die Metren für sich.
vṛṣaṇvatīṃ pratipadaṃ kuryāt
Als Eingangsvers soll er die „Vṛṣaṇvatī“ (Stiervolle) machen.
indro vai vṛṣā
Indra ist nämlich der Stier.
prātassavanād evaiṣām indraṃ vṛṅkte
Schon vom Morgenpressen an gewinnt er (den Opferherren) den Indra für sich.
tad āhus savanamukhesavanamukhe kartavyeti
Dazu sagt man: „An jedem Anfang eines Pressens ist es zu machen.“
savanamukhātsavanamukhād evaiṣām indraṃ vṛṅkte
Von jedem Anfang eines Pressens an gewinnt er den Indra für sich.
saṃveśāyopaveśāya gāyatryai chandase 'bhibhuve svāhā saṃveṣāyopaveśāya triṣṭubhe jagatyā anuṣṭubhe chandase 'bhibhuve svāheti
„Dem Niederlegen, dem Sichsetzen, dem Metrum Gāyatrī, dem Überwältiger: svāhā! Dem Niederlegen, dem Sichsetzen, der Triṣṭubh, der Jagatī, der Anuṣṭubh, dem Metrum, dem Überwältiger: svāhā!“ (so).
etāvanti vai chandām̐si
So viele Metren gibt es nämlich.
chandobhir devā asurāṇāṃ chandām̐sy avṛñjata
Mit den Metren nahmen die Götter den Asuras die Metren weg.
cchandobhir evaiṣāṃ chandām̐ṣi vṛṅkte ‖
Mit den Metren nimmt er ihnen [den Feinden] die Metren weg. ‖
sajanyam̐ śasyaṃ vihavyam̐ śasyam agastyasya kayāśubhīyam̐ śasyam
Das Sajanya ist herzusagen, das Vihavya ist herzusagen, das Kayāśubhīya des Agastya ist herzusagen [Anm.: Namen von Śastra-Liedern].
etāvad vāvāsti
So viel nur gibt es.
yāvad evāsty antarikṣād divaḥ pṛthivyā ahorātrābhyāṃ tebhya enān sarvebhyo nirbhajati
Soviel es nur gibt, vom Luftraum, vom Himmel, von der Erde, von Tag und Nacht, von all dem schneidet er sie [die Feinde] ab.
yadi prātassavane kalaśo dīryeta vaiṣṇavīṣu śipiviṣṭavatīṣu mādhyandine pavamāne stuyur
Wenn beim Morgenpressen der Kalaśa (Kübel) zerbräche, sollen sie beim Mittagspressen im Pavamāna-Lied mit den Viṣṇu-Versen, die das Wort śipiviṣṭa enthalten, preisen.
yad vai yajñasyātiricyate viṣṇuṃ tac chipiviṣṭam abhyatiricyate
Was am Opfer überschüssig bleibt, das ist Viṣṇu; das Śipiviṣṭa ist überschüssig zu ihm hin.
atiriktaṃ vā etad atiriktam̐ śipiviṣṭam
Überschüssig ist dies, überschüssig das Śipiviṣṭa.
atiriktenaivātiriktam āpnoti
Durch Überschüssiges erlangt er das Überschüssige.
yadi madhyandina ārbhavasya pavamānasya purastād vaṣaṭkāranidhanam̐ sāma kuryur
Wenn sie beim Mittagspressen vor dem Ārbhava-Pavamāna ein Sāman mit dem Vaṣaṭkāra als Schlussteil (nidhana) machten,
yadi tṛtīyasavana etad eva
so (gilt) dies eben auch, wenn beim dritten Pressen.
vaṣaṭkāro vai yajñasya pratiṣṭhā
Der Vaṣaṭkāra ist nämlich der feste Grund des Opfers.
pratiṣṭhām evainaṃ gamayanti ‖
Zu festem Stand führen sie ihn (den Opferherrn) damit. ‖