aindrāgnam ekādaśakapālaṃ nirvaped bhrātṛvyavān
Wer einen Rivalen hat, soll ein Indra-Agni-gehöriges Opferbrot auf elf Schalen darbringen;
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 9
aindrāgnam ekādaśakapālaṃ nirvaped bhrātṛvyavān
Wer einen Rivalen hat, soll ein Indra-Agni-gehöriges Opferbrot auf elf Schalen darbringen;
ojo vai vīryam indrāgnī
Indra und Agni sind ja Kraft und Manneskraft;
ojasaivainaṃ vīryeṇābhibhavati
mit Kraft und Manneskraft überwältigt er ihn also.
aindrāgnam ekādaśakapālaṃ nirvapet sajātakāmas
Wer sich Gleichgeborene (Anhänger) wünscht, soll ein Indra-Agni-gehöriges Opferbrot auf elf Schalen darbringen;
ojo vai vīryam indrāgnī
Indra und Agni sind ja Kraft und Manneskraft;
ojasaivainān vīryeṇādhastād upāsyate
mit Kraft und Manneskraft sind sie ihm also unterlegen [?], (so dass) er sie unter sich hält.
na vā eta etaṃ prayāntam akāmā anuprayānti
Nicht folgen diese ihm, wenn er auszieht, ohne Verlangen (d. h. sie folgen ihm gern),
ojo vīryam indrāgnī
(denn) Indra und Agni sind Kraft (und) Manneskraft;
yad aindrāgnas
dass (das Opfer) Indra und Agni gehört,
oja evaiṣāṃ vīryaṃ saṃgṛhma prayāti taṃ prayāntam akāmā anuprayānti
(bedeutet:) Kraft und Manneskraft von ihnen zusammenfassend zieht er aus; ihm folgen sie, wenn er auszieht, nicht ohne Verlangen [?].
aindrāgnam ekādaśakapālaṃ nirvapet prajākāmaḥ
Wer Nachkommenschaft wünscht, soll ein Indra-Agni-gehöriges Opferbrot auf elf Schalen darbringen.
prajāpater vai prajās sisṛkṣamāṇasya tasyendrāgnī prajā apāgūhatām
Als Prajāpati Geschöpfe erschaffen wollte, verbargen Indra und Agni ihm die Geschöpfe.
so 'ved indrāgnī vai me prajā apāghukṣatām iti
Er erkannte: „Indra und Agni haben mir die Geschöpfe verborgen.“
sa etam aindrāgnam apaśyad ekādaśakapālam
Er sah dieses Indra-Agni-gehörige Opferbrot auf elf Schalen (und brachte es dar).
tato vai tasmai tau prajāḥ punar adattām
Daraufhin gaben die beiden ihm die Geschöpfe wieder zurück.
indrāgnī etasya prajām apagūhato yo 'laṃ prajāyai san prajāṃ na vindate
Indra und Agni verbergen dessen Nachkommenschaft, der zur Fortpflanzung fähig ist und (doch) keine Nachkommenschaft erlangt.
tā eva bhāgadheyenopadhāvati
Diese beiden geht er mit ihrem Anteil (bhāgadheya) an;
tā asmai prītau prajāṃ punardattaḥ
zufrieden geben sie ihm die Nachkommenschaft zurück.
punardātṛmatī yājyānuvākye bhavatas
Yājyā und Anuvākyā [Anm.: Opferverse zum Einladen bzw. Darbringen] sind solche, die das „Zurückgeben“ enthalten,
samṛddhyai
zum Gelingen.
aindrāgnam ekādaśakapālaṃ nirvapet saṃgrāmam abhiprayān
Wer gegen ein Gefecht auszieht, soll ein Indra-Agni-gehöriges Opferbrot auf elf Schalen darbringen;
ojo vai vīryam indrāgnī
Indra und Agni sind ja Kraft und Manneskraft;
ojasaivainaṃ vīryeṇābhiprayāti
mit Kraft und Manneskraft zieht er also gegen ihn (den Feind) aus.
aindrāgnam ekādaśakapālaṃ nirvapet saṃgrāmam āgatya
Wer zum Gefecht gekommen ist, soll ein Indra-Agni-gehöriges Opferbrot auf elf Schalen darbringen;
ojo vai vīryam indrāgnī
Indra und Agni sind ja Kraft und Manneskraft;
ojasaivainaṃ vīryeṇa jayati
mit Kraft und Manneskraft siegt er also.
aindrāgnam ekādaśakapālaṃ nirvapet saṃgrāmaṃ jitvā
Wer das Gefecht gewonnen hat, soll ein Indra-Agni-gehöriges Opferbrot auf elf Schalen darbringen.
ojasā vā eṣa vīryeṇa vyṛdhyate yas saṃgrāmaṃ jayati
Wer ein Gefecht gewinnt, der kommt nämlich um Kraft und Manneskraft zu kurz;
sarveṇa hīndriyeṇa sarveṇa vīryeṇa jayati
denn mit seiner ganzen Stärke und ganzen Manneskraft siegt er (und verbraucht sie).
ojo vīryam indrāgnī
Indra und Agni sind Kraft (und) Manneskraft;
yad aindrāgnas
dass (das Opfer) Indra und Agni gehört,
indrāgnī evainam ojasā vīryeṇa samardhayatas
(bedeutet:) Indra und Agni statten ihn mit Kraft und Manneskraft aus.
aindrāgnam ekādaśakapālaṃ nirvapet pauṣṇaṃ carum̐ saniṃ prayan
Wer auszieht, um Gewinn zu machen, soll ein Indra-Agni-gehöriges Opferbrot auf elf Schalen und einen Pūṣan-gehörigen Brei (caru) darbringen;
ojo vai vīryam indrāgnī
Indra und Agni sind ja Kraft und Manneskraft;
ojasaiva vīryeṇa praiti
mit Kraft und Manneskraft zieht er also aus.
pūṣā vīryasyānupradātā
Pūṣan ist der Weitergeber der Manneskraft;
yat pauṣṇaḥ
dass (der Brei) Pūṣan gehört,
pūṣaivāsmai vīryam anuprayacchati
(bedeutet:) Pūṣan überreicht ihm die Manneskraft.
aindrāgnam ekādaśakapālaṃ nirvapet pauṣṇaṃ caruṃ kṣetrasya pataye caruṃ yaḥ kāmayetāsyāṃ me janatāyām ṛdhyeteti
Wer wünscht: „Möge ich in diesem Volk gedeihen“, der soll ein Indra-Agni-gehöriges Opferbrot auf elf Schalen, einen Pūṣan-gehörigen Brei und einen Brei für den Herrn des Feldes darbringen.
ojo vai vīryam indrāgnī
Indra und Agni sind ja Kraft und Manneskraft;
yad aindrāgnas
dass (das Opfer) Indra und Agni gehört,
indrāgnī evāsmā ojasā vīryeṇa lokaṃ vindataḥ
(bedeutet:) Indra und Agni verschaffen ihm mit Kraft und Manneskraft Raum.
pūṣā vīryasyānupradātā
Pūṣan ist der Weitergeber der Manneskraft;
yat pauṣṇaḥ
dass (der Brei) Pūṣan gehört,
pūṣaivāsmai vīryam anuprayacchati
(bedeutet:) Pūṣan überreicht ihm die Manneskraft.
iyaṃ kṣetrasya patnī
Diese (Erde) ist die Gattin des Herrn des Feldes;
yat kṣetrapatyas
dass (der Brei) dem Herrn des Feldes gehört,
asyām eva pratitiṣṭhati ‖
(bedeutet:) auf ihr fasst er Fuß.