yajñena vā eṣa vyṛdhyate yo 'gnim utsādayate
Um das Opfer kommt, wer das Feuer ausgehen lässt.
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 9
yajñena vā eṣa vyṛdhyate yo 'gnim utsādayate
Um das Opfer kommt, wer das Feuer ausgehen lässt.
pāṅkto yajñas
Fünffältig ist das Opfer;
yat pañcakapālas
dass (der Puroḍāśa) auf fünf Schalen [Anm.: kapāla, Tonschalen zum Backen des Opferkuchens] ist,
yajñam evālabhate
dadurch ergreift er nur das Opfer (wieder).
tad āhus
Dazu sagt man:
aṣṭākapāla eva kāryo na pañcakapāla iti
„Nur auf acht Schalen soll man ihn machen, nicht auf fünf“;
aṣṭākṣarā gāyatrī gāyatro 'gnir gāyatracchandās
die Gāyatrī hat acht Silben, Agni gehört der Gāyatrī, hat die Gāyatrī zum Vers;
āgneyam etat kriyate yat punarādheyam
für Agni wird dies gemacht, nämlich die Wiedereinrichtung;
tasmād aṣṭākapālas
deshalb (sei er) auf acht Schalen.
tat tan na sūrkṣyam
Das aber ist nicht zu beachten [?].
pañcakapāla eva kāryas
Nur auf fünf Schalen soll man ihn machen.
agnir vā utsīdan saṃvatsaram anūtsīdati
Wenn das Feuer ausgeht, geht das Jahr mit ihm zugrunde.
pañca vā ṛtavas saṃvatsaraḥ
Fünf Jahreszeiten hat das Jahr;
pañcathād vā adhy ṛtoṣ ṣaṣṭha ṛtur babhūva
aus dem Fünften der Jahreszeit ward die sechste Jahreszeit [Anm.: Lesart und Sinn unsicher] [?].
samānam etad yat pañcathaś carthuṣ ṣaṣṭhaś ca
Gleich ist dies: der fünfte und der sechste Jahreszeit-(Abschnitt) [?].
yat pañcakapālas
Dass (der Puroḍāśa) auf fünf Schalen ist,
saṃvatsarād evainam adhy avarunddhe
dadurch gewinnt er ihn aus dem Jahr zurück.
pañca vā ṛtavaḥ prajananam ṛtavas
Fünf Jahreszeiten gibt es; die Jahreszeiten sind Zeugung.
yat pañcakapālaḥ
Dass er auf fünf Schalen ist,
prajananāya
(geschieht) zur Zeugung.
prajananaṃ vā ṛtavo 'gniḥ prajanayitā
Zeugung sind die Jahreszeiten, Agni ist der Erzeuger.
yat pañcakapālaḥ
Dass er auf fünf Schalen ist,
prajananād evainaṃ prajanayitā prajanayati
dadurch lässt ihn der Erzeuger aus der Zeugung hervorgehen.
ādityā vā itas sarveṇaiva sahāmuṃ lokam āyan
Die Ādityas gingen von hier mit allem zusammen in jene Welt.
te 'muṃ lokaṃ gatvā vyatṛṣyan
Als sie in jener Welt angekommen waren, dürsteten sie [Anm.: oder „kamen in Not“].
te 'vidur amutaḥpradānād vā ihājagāmeti
Sie erkannten: „Von der Darbringung dort (im Jenseits) ist er hierher gekommen“ [?].
ta etaṃ punar ādadhata
Sie richteten dieses (Feuer) wieder ein.
tenārdhnuvan
Dadurch gediehen sie.
ādityā vā asmiṃl loka ṛddhā ādityā amuṣmin
Die Ādityas gediehen in dieser Welt, die Ādityas in jener.
paśavo 'sminn ṛtavo 'muṣminm
Das Vieh (ist) in dieser, die Jahreszeiten in jener.
ubhayor eva lokayor ṛdhnoti ya evaṃ vidvān etam ādhatte
In beiden Welten gedeiht, wer, dies wissend, dieses (Feuer) einrichtet.
ketas suketas saketas te na ādityā juṣāṇā asya haviṣo vyantu svāhā
Keta, Suketa, Saketa: sie, unsere Ādityas, sollen, wohlgefällig, dieser Opfergabe genießen. Svāhā!
salilas saligas sagaras te na ādityā juṣāṇā asya haviṣo vyantu svāhā
Salila, Saliga, Sagara: sie, unsere Ādityas, sollen, wohlgefällig, dieser Opfergabe genießen. Svāhā!
divo jyotir vivasva āditya te no devā deveṣu satyāṃ devahūtim āsuvadhvam
Himmelslicht, Vivasvat, Āditya: ihr, unsere Götter, lasst unter den Göttern den wahren Götterruf entstehen [?].
ādityebhyas svāhā
Den Ādityas Svāhā!
iti
So (die Formeln).
etair vai te tam ādadhata
Mit diesen richteten sie ihn (das Feuer) ein;
tenārdhnuvan
dadurch gediehen sie.
yadā vā etair ādhatte 'thāhitas
Sobald er mit diesen einrichtet, dann ist (das Feuer) eingerichtet.
ādityo hi punarādheyaḥ ‖
Denn der Āditya [Anm.: dem Āditya gehörend] ist das Punarādheya.