somāya pitṛmata ājyam
Für Soma Pitṛmat [Anm.: „mit den Vätern“] Schmelzbutter,
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 9
somāya pitṛmata ājyam
Für Soma Pitṛmat [Anm.: „mit den Vätern“] Schmelzbutter,
pitṛbhyo barhiṣadbhyaṣ ṣaṭkapālaḥ puroḍāśaḥ
für die auf dem Streu sitzenden Väter (Pitṛs) ein Puroḍāśa auf sechs Schalen,
pitṛbhyo 'gniṣvāttebhyo dhānās
für die vom Agni gekosteten Väter geröstete Körner,
agnaye kavyavāhanāya manthas
für Agni, den Träger der Totenspeise, Mantha-Trank [Anm.: Mehltrank].
etat te tata ye ca tvānu
Dies dir, Vater, und denen, die dir nachfolgen;
etat te pitāmaha ye ca tvānu
dies dir, Großvater, und denen, die dir nachfolgen;
etat te prapitāmaha ye ca tvānu
dies dir, Urgroßvater, und denen, die dir nachfolgen.
atra pitaro mādayadhvam ‖
Hier, Väter, berauscht euch!
susaṃdṛśaṃ tvā vayaṃ maghavan mandiṣīmahi |
Dich, den schön Anzuschauenden, wollen wir erfreuen, du Gabenreicher.
pra nūnaṃ pūrṇavandhura stuto yāsi vaśām̐ anu
Wahrlich, gepriesen fährst du, dessen Wagensitz voll ist, nach Belieben dahin;
yojā nv indra te harī ‖
schirre doch, Indra, deine beiden Falben an.
pareta pitaras somyāso gambhīrebhiḥ pathibhiḥ pūrviṇebhiḥ |
Geht hin, ihr Väter, Soma-Trinker, auf den tiefen, alten Pfaden.
dattvāyāsmabhyaṃ draviṇeha bhadraṃ rayiṃ ca nas sarvavīraṃ niyacchata ‖
Habt ihr uns hier Gutes und Gut gegeben, so verleiht uns Reichtum mit allen Männern.
amīmadanta pitaraḥ ‖
Die Väter haben sich berauscht.
ayā viṣṭhā janayan karvarāṇi sa hi ghṛṇir urur varāya gātuḥ |
Damit, in der Weite stehend, erzeugte er Taten [?]; er, der Glutvolle, der Weite, (ist) der Weg zum Erwünschten [?].
sa pratyudaid dharuṇaṃ madhvo agram̐ svā yat tanū tanvam airayata ‖
Er stieg dagegen auf, zur Stütze, zur Spitze des Honigs, als er mit dem eigenen Leib den Leib anregte [?].
akṣann amīmadanta hy ava priyā adhūṣata |
Sie haben gegessen, sich berauscht; sie haben die Lieben abgeschüttelt [?].
astoṣata svabhānavo viprā naviṣṭhayā matī
Es lobten die Selbstleuchtenden, die Weisen, mit neuester Denkkraft.
yojā nv indra te harī ‖
Schirre doch, Indra, deine beiden Falben an.
namo vaḥ pitaro manyave
Verehrung euch, Väter, für den Zorn [?];
namo vaḥ pitaraś śuṣmāya
Verehrung euch, Väter, für die Stärke;
namo vaḥ pitaro jīvāya
Verehrung euch, Väter, für das Leben;
namo vaḥ pitaro rasāya
Verehrung euch, Väter, für den Saft;
namo vaḥ pitaraḥ krūrāya
Verehrung euch, Väter, für das Grimmige;
namo vaḥ pitaro balāya
Verehrung euch, Väter, für die Kraft;
namo namo vaḥ pitaras
Verehrung, Verehrung euch, Väter;
svadhā vaḥ pitaras
Svadhā [Anm.: Totenopferruf] euch, Väter!
yātra pitaras svadhā yatra yūyam̐ stha sā yuṣmāsu tayā yūyaṃ yathābhāgaṃ mādayadhvam
Wo, Väter, die Svadhā ist, wo ihr seid, die ist bei euch; mit ihr berauscht euch je nach Anteil.
yeha pitara ūrg yatra vayam̐ smas sāsmāsu tasyai vayaṃ jyogjīvanto bhūyāsma ‖
Welche Kraft, Väter, hier ist, wo wir sind, die ist bei uns; ihretwegen mögen wir lange lebend sein.
mano nv āhuvāmahe nārāśam̐sena stomena |
Den Geist (der Väter) rufen wir nun herbei mit dem Nārāśaṃsa-Lobgesang,
pitṝṇāṃ ca manmabhiḥ ‖
und mit den Gedanken der Väter.
ā na etu manaḥ punaḥ kratve dakṣāya jīvase |
Zu uns komme der Geist wieder, zur Tatkraft, zur Geschicklichkeit, zum Leben,
jyok ca sūryaṃ dṛśe ‖
und um lange die Sonne zu sehen.
punar naḥ pitaro mano dadātu daivyo janaḥ |
Wieder gebe uns, Väter, den Geist das göttliche Volk;
jīvaṃ vrātam̐ sacemahi ‖
wir wollen mit der lebenden Schar verbunden sein.
ā te agna idhīmahi dyumantaṃ devājaram |
Wir entzünden dir, Agni, (das) glänzende, göttliche, nie alternde (Feuer);
yad dha syā te panīyasī samid dīdayati dyavi |
denn dein preiswürdigeres Brennholz leuchtet im Himmel.
iṣam̐ stotṛbhya ābhara ‖
Bring den Sängern Labung.
yad antarikṣaṃ pṛthivīm uta dyāṃ yat pitaraṃ mātaraṃ vā jihim̐sima |
Was wir gegen den Luftraum, die Erde und den Himmel, was wir gegen Vater oder Mutter gefrevelt haben,
agnir nas tasmād enaso gārhapatyaḥ pramuñcatu
davon möge uns Agni Gārhapatya [Anm.: Hausherrenfeuer] von dieser Sünde befreien,
cakṛma yāni duṣkṛtā ‖
(von den Missetaten,) die wir begangen haben.