Quellen der Menschheit

Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 9

Anuvāka 18 Wechselgespräch zwischen den Maruts und Indra (Verse „kayā śubhā …“).

kayā śubhā savayasas sanīḍās samānyā marutas saṃmimikṣuḥ |

Mit welcher Pracht haben sich die gleichaltrigen, gleichnistigen Maruts mit gemeinsamem (Wagen?) [?] zusammengetan –

kayā matī kuta etāsa ete 'rcanti śuṣmaṃ vṛṣaṇo vasūyā ‖

mit welchem Sinn, woher (kommen) diese hier? Die Männlichen singen nach Gütern begierig die Stärke [Indras] an.

kasya brahmāṇi jujuṣur yuvānaḥ ko adhvare maruta āvavarta |

Wessen heilige Worte haben die jungen (Maruts) gern angenommen? Wer hat die Maruts zum Opfer hergewendet?

śyenām̐ iva dhrajato antarikṣe kena mahā manasā rīramāma ‖

Wie Falken, die im Luftraum dahinstürmen, – mit welchem großen Sinn sollen wir sie [?] zur Ruhe bringen?

kutas tvam indra māhinas sann eko yāsi satpate kiṃ ta itthā |

Woher kommst du, Indra, als Mächtiger allein daher, Herr der Guten? Was ist dir so (widerfahren)?

saṃpṛcchase samarāṇaś śubhānair voces tan no harivo yat te asme ‖

Du fragst (uns), da du uns begegnest, mit Glanz; sage uns, Falbenherr, was du gegen uns hast [?].

brahmāṇi me matayaś śam̐ sutāsaś śuṣma iyarti prabhṛto me adriḥ |

Meine heiligen Worte, meine Gedanken, die Somapressungen sind (mir) heilsam; Kraft erhebt sich, der herbeigetragene Stein ist mein.

āśāsate pratiharyanty ukthemā harī vahatas tā no accha ‖

Sie wünschen und begehren (mich); diese Lieder (auch); meine beiden Falben tragen sie zu uns her.

ato vayam antamebhir yujānās svakṣatrebhis tanvaś śumbhamānāḥ |

Darum (sprechen) wir, mit unseren nächsten (Gefährten) angeschirrt, mit eigener Herrschermacht unsere Leiber schmückend:

mahobhir etām̐ upayujmahe nv indra svadhām anu hi no babhūtha ‖

Mit Machttaten schirren wir diese (Wagen) nun an, Indra; denn du bist nach unserer Eigenart (uns gemäß) geworden.

kva syā vo marutas svadhāsīd yan mām ekam̐ samadhattāhihatye |

Wo war jene eure Eigenart, Maruts, als ihr mich allein zurücklieft beim Erschlagen der Schlange?

aham̐ hy ugras taviṣas tuviṣmān viśvasya śatror anamaṃ vadhasnaiḥ ‖

Denn ich bin gewaltig, stark, kraftvoll; jedes Feindes Nacken beugte ich mit (meinen) Waffen.

bhūri cakartha yujyebhir asme samānebhir vṛṣabha paum̐syebhiḥ |

Vieles hast du mit uns, deinen Gespannen [?], getan, Stier, mit gleichen Manneskräften.

bhūrīṇi hi kṛṇavāmā śaviṣṭhendra kratvā maruto yad vaśāma ‖

Vieles werden wir tun, du Stärkster, Indra, mit Kraft, Maruts, wenn wir es wollen.

vadhīṃ vṛtraṃ maruta indriyeṇa svena bhāmena taviṣo babhūvān |

Ich erschlug Vṛtra, Maruts, mit Indra-Kraft, durch meinen eigenen Zorn stark geworden.

aham etā manave viśvaścandrās sugā apaś cakara vajrabāhuḥ ‖

Ich, der Keulenarmige, machte diese (Wasser) für Manu, allen Glanz bietend, gut gangbar.

anuttam ā te maghavan nakir nu na tvāvām̐ asti devatā vidānaḥ |

Unbezwungen (ist) dies dein (Wesen), Maghavan; keiner jedenfalls, nicht ein dir Gleicher ist als Gottheit bekannt.

na jāyamāno naśate na jāto yāni kariṣyā kṛṇuhi pravṛddha ‖

Kein Geborenwerdender, kein Geborener erreicht (dich), was du tun wirst [?], tue, Erstarkter.

ekasya cin me vibhv astv ojo yā nu dadhṛṣvān kṛṇavai manīṣā |

Auch von einem Einzigen soll meine Kraft weithin reichen, was immer ich kühn mit Sinnen ausführen will.

aham̐ hy ugro maruto vidāno yāni cyavam indra id īśa eṣām ‖

Denn ich bin gewaltig, Maruts, kundig; was ich bewege, davon gebietet Indra allein.

amandan mā marutas stomo atra yan me naraś śrutyaṃ brahma cakra |

Erfreut haben mich, Maruts, hier der Lobgesang, als die Männer mir ein hörenswertes heiliges Wort machten,

indrāya vṛṣṇe sumakhāya mahyam̐ sakhye sakhāyas tanve tanūbhiḥ ‖

für Indra, den Stier, den gut Kämpfenden, für mich – zur Freundschaft, als Freunde, mit ihren Leibern für den Leib.

eved ete prati mā rocamānā anedyaś śrava eṣo dadhānāḥ |

Just so (kamen) diese mir entgegen, strahlend, untadelig, diesen Ruhm tragend.

saṃcakṣyā marutaś candravarṇā acchānta me chadayāthā ca nūnam ‖

Als ihr mich erblicktet, Maruts, goldglänzend, habt ihr (mir) Freude bereitet und mich nun bedeckt [?].

ko nv atra maruto māmahe vaḥ prayātana sakhīm̐r acchā sakhāyaḥ |

Wer nun preist hier euch, Maruts? Zieht hin, Freunde, zu den Freunden!

manmāni citrā apivātayanta eṣāṃ bhūta navedā ma ṛtānām ‖

Die bunten Gedanken (des Sängers) anblasend [?], werdet Kenner, mir (gemäß) der Ordnungen [?].

ā yad duvasyād duvase na kārur asmāñ cakre mānyasya medhā |

Wenn der Sänger wie ein Verehrer (zu dem, der Verehrung verlangt) huldigt, hat uns die Weisheit des Mānya [?] gemacht.

o ṣu varta maruto vipram acchemā brahmāṇi jaritā vo arcat ‖

Wendet euch wohl zu dem Weisen hin, Maruts; diese heiligen Worte hat der Sänger für euch gesungen.

eṣa vas stomo maruta iyaṃ gīr māndāryasya mānyasya kāroḥ |

Dies ist euer Lobgesang, Maruts, dieses Lied des Māndārya, des Mānya, des Sängers.

eṣāyāsīṣṭa tanve vayāṃ vidyāmeṣaṃ vṛjanaṃ jīradānum ‖

Möge er (der Lobgesang) zu unserem Leib gelangen; mögen wir Nachkommenschaft [?], Labung, Kraftraum und lebendige Gabe erlangen.