maruto yad dha vo divas
Maruts, wenn ihr vom Himmel (kommt) –
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 9
maruto yad dha vo divas
Maruts, wenn ihr vom Himmel (kommt) –
yūyam asmān
ihr (schützt) uns;
indraṃ vaḥ ‖
Indra (rufen wir) euch (zu) [Anm.: Anrufungsfragmente, nur Versanfänge zitiert; Deutung unsicher] [?].
ā te śuṣmo vṛṣabha etu paścād ottarād adharād ā purastāt |
Deine Stärke, Stier, komme von hinten her, von oben, von unten, von vorn;
ā viśvato abhi sametv arvāṅ indra dyumnam̐ svarvad dhehy asme ‖
von allen Seiten möge sie herbei uns entgegentreffen; Indra, verleihe uns lichtvollen Glanz.
tvā yujā tava tat soma sakhya indro apo manave sasrutas kaḥ |
Mit dir als Genossen, Soma, in deiner Freundschaft – Indra ließ für Manu die Wasser strömen;
ahann ahim ariṇāt sapta sindhūm̐r apāvṛṇod apihiteva khāni ‖
er erschlug die Schlange, ließ die sieben Ströme fließen, öffnete die wie verschlossenen Höhlungen.
ṛdūdareṇa sakhyā saceya yo mā na riṣyed dharyaśva pītaḥ |
Mit dem Weichbäuchigen (Soma) möchte ich in Freundschaft verbunden sein, der mir, getrunken, nicht schaden möge, Falbenrosser;
ayaṃ yas somo nyadhāyy asme tasmā indraṃ pratiram emy āyuḥ ‖
dieser Soma, der bei uns niedergelegt ist – für ihn (den Soma) gehe ich zu Indra [?] und bringe (ihm) Lebenskraft entgegen [?].
agne nakṣatram
„Agni, Gestirn“ [Anm.: Versanfang, ein Zitat; der Vers wird nur angedeutet];
agre bṛhan
„am Anfang der Große“ [Anm.: ebenso Versanfang];
ud u tyam
„Empor doch jener“ [Anm.: ebenso Versanfang];
citraṃ devānām ‖
„das bunte (Zeichen) der Götter“ [Anm.: ebenso Versanfang].
ayukta sapta śundhyuvas sūro rathasya naptyaḥ |
Angeschirrt hat Sūrya die sieben Reinen, die Enkelinnen [?] des Wagens;
tābhir yāti svayuktibhiḥ ‖
mit diesen von selbst Angeschirrten fährt er dahin.
sapta tvā harito rathe vahanti deva sūrya |
Sieben Falbinnen tragen dich auf dem Wagen, Gott Sūrya,
śociṣkeśaṃ vicakṣaṇa ‖
den Flammenhaarigen, Weitschauenden.
ayaṃ pūṣā rayir bhagas somaḥ punāno arṣati |
Dieser da, Pūṣan, Reichtum, Bhaga, Soma, sich läuternd, strömt dahin;
patir viśvasya bhūmano vyakhyad rodasī ubhe ‖
der Herr der ganzen Fülle hat beide Welten beleuchtet.
vayas suparṇā upasedur indraṃ priyamedhā ṛṣayo nādhamānāḥ |
Wie Vögel, gutgeflügelt, setzten sich die Priyamedha-Seher, bittend, zu Indra:
apa dhvāntam ūrṇuhi pūrdhi cakṣur mumugdhy asmān nidhayeva baddhān ‖
Decke das Dunkel auf, erfülle das Auge, löse uns wie in Fesseln Gebundene.
yathā ha tyad vasavaḥ ‖
„Wie einst, ihr Vasu“ [Anm.: Versanfang, ein Zitat; der Vers wird nur angedeutet].
cakṣur me dhehi cakṣuṣe cakṣur vikhyai tanūbhyaḥ |
Lege mir Sehkraft ein zum Sehen, Sehkraft zum Erblicken für die Leiber;
saṃ cedaṃ vi ca paśyema ‖
mögen wir dies zusammen und auseinander (im Einzelnen) sehen.
susaṃdṛśaṃ tvā vayaṃ pratipaśyema sūrya |
Dich, den gut Sichtbaren, mögen wir anschauen, Sūrya;
vipaśyema nṛcakṣasaḥ ‖
mögen wir (dich) durchschauen, die wir Männer erblicken.
agne trī te vājinā trī ṣadhasthā tisras te jihvā ṛtajāta pūrvīḥ |
Agni, dreifach sind deine Kraftspenden, dreifach deine Sitze; drei deiner Zungen, im Ṛta geboren, (sind) die ältesten;
tisra u te tanvo devavātās tābhir naḥ pāhi giro aprayucchan ‖
drei deiner Leiber, von den Göttern begehrt: mit diesen schütze uns, unsere Lieder unablässig (behütend).
vidmā te agne tredhā trayāṇi vidmā te sadma vibhṛtaṃ purutrā |
Wir kennen, Agni, deine dreifachen Dreiheiten; wir kennen deinen Sitz, der vielfältig verteilt ist;
vidmā te nāma paramaṃ guhā yad vidmā tam utsaṃ yata ājagantha ‖
wir kennen deinen höchsten Namen, der im Verborgenen ist; wir kennen jene Quelle, von der du hergekommen bist.
indra tridhātu śaraṇaṃ trivarūtham̐ svastimat |
Indra, (gib) einen dreifach geschichteten Schutz, dreifach abwehrend, heilbringend;
chardir yaccha maghavadbhyaś ca mahyaṃ ca yāvayā didyum ebhyaḥ ‖
gewähre Deckung den Freigebigen und mir; wehre von ihnen das Geschoss ab.
atividdhā vithureṇā cid astrā tris sapta sānu sam̐hitā girīṇām |
Durchbohrt, vom Erschütternden [?] wurden die Geschosse; dreimal sieben Gipfel der Berge (sind) zusammengefügt.
na tad devo na martyas tuturyād yāni pravṛddho vṛṣabhaś cakāra ‖
Nicht vermag das ein Gott, nicht ein Sterblicher zu überbieten, was der erstarkte Stier getan hat.
yas tastambha sahasā vi jmo antān bṛhaspatis triṣadhastho raveṇa |
Der mit Gewalt die Ränder der Erde auseinanderstützte, Bṛhaspati, der Dreisitzige, durch sein Brüllen;
taṃ pratnāsa ṛṣayo dīdhyānāḥ puro viprā dadhire mandrajihvam ‖
ihn, den Süßzüngigen, setzten die alten Seher, nachsinnend, die Weisen, an die Spitze.
vibhidyā puram̐ śayathem apācīṃ nis trīṇi sākam udadher akṛntat |
Die Burg spaltend, die dort (im Berge) lag, die abgewandte [?], schnitt er drei (Dinge) zugleich aus dem Wasserbehälter heraus;
bṛhaspatir uṣasam̐ sūryaṃ gām arkaṃ viveda stanayann iva dyauḥ ‖
Bṛhaspati fand die Morgenröte, die Sonne, die Kuh, das Licht, wie der Himmel donnernd.
iti śrīyajuṣi kāṭhake carakaśākhāyām iṭhimikāyām utsīdanaṃ nāma navamaṃ sthānakaṃ smāpūrṇam ‖
Damit ist im ruhmvollen Yajus, im Kāṭhaka, in der Caraka-Schule, in der Iṭhimikā, das neunte Sthānaka namens Utsīdana vollständig.