Quellen der Menschheit

Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 16

Anuvāka 10 Verse an Agni beim Einsetzen des Feuers und Streuen der Asche; Gebete an Agni.

ud u tvā viśve devā agne bharantu cittibhiḥ |

Alle Götter sollen dich, Agni, mit ihren Gedanken hinauftragen.

sa no bhava śivas tvam̐ supratīko vibhāvasuḥ ‖

Sei du uns gnädig, schönantlitzig, lichtreich.

pred agne jyotiṣmān yāhi śivebhir arcibhiṣ ṭvam |

Vorwärts, Agni, lichtvoll geh du mit gnädigen Strahlen,

bṛhadbhir bhānubhir bhāsan mā him̐sīs tanvā prajāḥ ‖

mit hohen Strahlen leuchtend; schädige mit deinem Leib nicht die Geschöpfe.

akrandad agnis stanayann iva dyauḥ kṣamā rerihad vīrudhas samañjan |

Agni hat geschrien wie der donnernde Himmel, die Erde beleckend, die Gewächse salbend;

sadyo jajñāno vi hīm iddho akhyad ā rodasī bhānunā bhāty antaḥ ‖

sofort geboren, entzündet, hat er alles erhellt; die beiden Welten erfüllt er mit seinem Strahl, im Innern scheint er.

annapate annasya no dehy anamīvasya śuṣmiṇaḥ |

Herr der Speise, gib uns von der Speise, der krankheitsfreien, kraftvollen.

prapra dātāraṃ tāriṣa ūrjaṃ no dhehi dvipade catuṣpade ‖

Den Geber bringe immer weiter; lege Kraft in uns, in Zweifüßer und Vierfüßer.

samidhāgniṃ duvasyata ghṛtair bodhayatātithim |

Mit dem Brennholz ehrt Agni, mit Schmelzbutter weckt den Gast;

āsmin havyā juhotana ‖

in ihn opfert die Opfergaben.

praprāyam agnir bharatasya śṛṇve vi yat sūryo na rocate bṛhad bhāḥ |

Immer weiter wird dieser Agni des Bharata gehört [?], wenn er wie die Sonne weithin leuchtet, ein hoher Schein;

abhi yaḥ pūruṃ pṛtanāsu tasthau dīdāya daivyo atithiś śivo naḥ ‖

der gegen den Pūru in den Schlachten stand, hat geleuchtet, der göttliche Gast, uns gnädig.

āpo devīḥ pratigṛhṇīta bhasmaitat syone kṛṇudhvam̐ surabhā u loke |

Ihr göttlichen Wasser, nehmt diese Asche an; macht sie wohnlich, wohlriechend an dem Ort.

tasmai namantāṃ janayas supatnīr māteva putraṃ bibhṛtā sv enam ‖

Ihm sollen sich die Frauen, die guten Gattinnen, beugen; wie eine Mutter den Sohn, so tragt ihn gut.

apsv agne sadhiṣ ṭava sauṣadhīr anu rudhyase |

In den Wassern, Agni, ist dein Sitz; den Pflanzen nach wächst du;

garbhe saṃjāyase punaḥ ‖

im Mutterleib wirst du wiederum geboren.

garbho asy oṣadhīnāṃ garbho vanaspatīnām |

Der Keim der Pflanzen bist du, der Keim der Bäume,

garbho viśvasya bhūtasyāgne garbho apām asi ‖

der Keim alles Seienden, Agni, der Keim der Wasser bist du.

prasadya bhasmanā yonim apaś ca pṛthivīm agne |

Nachdem du dich mit Asche, dem Schoß, den Wassern und der Erde niedergesetzt hast, Agni,

sam̐sṛjya mātṛbhiṣ ṭvaṃ jyotiṣmān punar āsadaḥ ‖

dich mit den Müttern vereinigt, hast du dich lichtreich wiederum niedergesetzt.

punar āsadya sadanam apaś ca pṛthivīm agne |

Nachdem du dich wiederum am Sitz, an den Wassern und an der Erde niedergesetzt hast, Agni,

śeṣe mātur yathopasthe 'ntar asyām̐ śivatamaḥ ‖

liegst du wie im Schoß der Mutter, im Innern von ihr, sehr gnädig.

bodhā me asya vacaso yaviṣṭha mam̐hiṣṭhasya prabhṛtasya svadhāvaḥ |

Achte auf dieses mein Wort, Jüngster, auf das reichlichste, dargebrachte, du Svadhā-Besitzer.

nindati tvo anu tvo gṛṇāti vandāruṃ te tanvaṃ vande agne ‖

Der eine schmäht, ein anderer preist nach; ich verehre deinen lobenswerten Leib, Agni.

sa bodhi sūrir maghavā vasudāvā vasupatiḥ |

Er sei aufmerksam, der Gönner, der Freigebige, der Güter Spendende, der Herr der Güter;

yuyodhy asmad dveṣām̐si ‖

halte die Feindseligkeiten von uns fern.