Quellen der Menschheit

Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 16

Anuvāka 20 Āprī-Verse: Anrufung der Opferbestandteile (Agni, Tanūnapāt, Barhis, Türen, Nächte, Hotṛ-Paar, Göttinnen, Tvaṣṭṛ, Vanaspati, Svāhā).

samiddho adya manuṣo duroṇe devo devān yajasi jātavedaḥ |

Entzündet bist du heute im Haus des Menschen; als Gott opferst du den Göttern, Jātavedas.

ā ca vaha mitramahaś cikitvān tvaṃ dūtaḥ kavir asi pracetāḥ ‖

Und führe sie herbei, du Mitra-Verherrlichter, der Kundige; du bist der Bote, der Seher, der Einsichtige.

tanūnapāt patha ṛtasya yānān madhvā samañjan svadayā sujihva |

Tanūnapāt, die Wege des Rechts, die Fahrtwege, salbend mit Honig, laß es schmecken, du Schönzüngiger.

manmāni dhībhir uta yajñam ṛndhan devatrā ca kṛṇuhy adhvaraṃ naḥ ‖

Die Gedanken mit Andachten, auch das Opfer fördernd: mache unser Opfer bei den Göttern [wirksam].

ājuhvāna īḍyo vandyaś cā yāhy agne vasubhis sajoṣāḥ |

Angerufen, preisenswert und verehrungswürdig, komm herbei, Agni, einträchtig mit den Vasu.

tvaṃ devānām asi yahva hotā sa enān yakṣīṣito yajīyān ‖

Du bist der Hotṛ der Götter, du Rüstiger; so opfere ihnen, angetrieben, der beste Opferer.

prācīnaṃ barhiḥ pradiśā pṛthivyā vastor asyā vṛjyate agre ahnām |

Das nach Osten gerichtete Barhis wird nach der Richtung der Erde, am Anfang der Tage, am Morgen ausgebreitet [?].

vy u prathate vitaraṃ varīyo devebhyo aditaye syonam ‖

Es breitet sich aus, weiter und weiter, geräumig, den Göttern und der Aditi angenehm.

vyacasvatīr urviyā viśrayantāṃ patibhyo na janayaś śumbhamānāḥ |

Die geräumigen [Türen] sollen weit aufgehen, wie schmückende Frauen für ihre Gatten.

devīr dvāro bṛhatīr viśvaminvā devebhyo bhavata suprāyaṇāḥ ‖

Ihr göttlichen Türen, große, alles fördernde, seid den Göttern gut zu betreten.

ā suṣvayantī yajate upāke uṣāsānaktā sadatāṃ ni yonau |

Gut ihre Gabe spendend, opferwürdig, nahe, sollen Morgenröte und Nacht sich am Sitz niederlassen.

divye yoṣaṇe bṛhatī surukme adhi śriyam̐ śukrapiśaṃ dadhāne ‖

Die beiden göttlichen Frauen, große, schön Schimmernde, die Zier von hellem Schmuck tragend.

daivyā hotārā prathamā suvācā mimānā yajñaṃ manuṣo yajadhyai |

Die beiden göttlichen Hotṛ, die ersten, gut Redenden, die das Opfer des Menschen bereiten, um zu opfern,

pracodayantā vidatheṣu kārū prācīnaṃ jyotiḥ pradiśā diśantā ‖

die beiden Sänger, die bei den Opferversammlungen antreiben, das Licht im Osten mit der Richtung weisend.

ā no yajñaṃ bhāratī tūyam etv iḍā manuṣvad iha cetayantī |

Bhāratī soll rasch zu unserem Opfer kommen, Iḍā, hier wie bei Manu Einsicht erweckend.

tisro devīr barhir edam̐ syonam̐ sarasvatī svapasas sadantu ‖

Die drei Göttinnen, Sarasvatī, gut Werkende, sollen sich auf dieses angenehme Barhis setzen.

ya ime dyāvāpṛthivī janitrī rūpair apim̐śad bhuvanāni viśvā |

Der, der diese beiden Erzeugerinnen, Himmel und Erde, mit Gestalten, alle Wesen geschmückt hat,

tam adya hotar iṣito yajīyān devaṃ tvaṣṭāram iha yakṣi vidvān ‖

diesen Gott Tvaṣṭṛ opfere heute, Hotṛ, angetrieben, als bester Opferer, wissend.

upāvasṛja tmanyā samañjan devānāṃ pātha ṛtuthā havīm̐ṣi |

Lass [sie] hinzu, von selbst salbend, den Weg der Götter, jahreszeitgemäß die Opfergaben.

vanaspatiś śamitā devo agnis svadantu havyaṃ madhunā ghṛtena ‖

Vanaspati, der Zurichter, Gott Agni sollen die Opfergabe mit Honig und Schmalz schmecken lassen.

sadyo jāto vyamimīta yajñam agnir devānām abhavat purogāḥ |

Eben geboren, hat Agni das Opfer bemessen; er ist der Vorangänger der Götter geworden.

asya hotuḥ pradiśy ṛtasya vāci svāhākṛtam̐ havir adantu devāḥ ‖

Nach der Weisung dieses Hotṛ, auf das Wort des Rechts, sollen die Götter die mit „svāhā“ vollzogene Opfergabe essen.