Quellen der Menschheit

Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 16

Anuvāka 11 Verse und Mantras beim Einsetzen des Feuers in die Feuerstätte; Sprüche an Agni, die Wasser und die Schichten.

apeta vīta vi ca sarpatāto ye 'tra stha purāṇā ye ca nūtanāḥ |

Geht weg, entfernt euch und kriecht auseinander von hier, die ihr hier seid, alte und neue.

adād yamo 'vasānaṃ pṛthivyā akrann imaṃ pitaro lokam asmai ‖

Yama hat einen Ruheplatz auf der Erde gegeben; die Väter haben diesem hier diese Welt bereitet.

saṃjñānam asi kāmadharaṇam

Einigung bist du, Halter des Wunsches [?].

mayi te kāmadharaṇaṃ bhūyāt

Möge in mir dein Wunsch-Halten sein.

agneḥ purīṣam asi

Agnis Erdreich (Schutt) bist du.

citas stha paricitas

Aufgeschichtet seid ihr, ringsum aufgeschichtet,

ūrdhvaśritaś śrayadhvam ‖

aufwärts gelehnt, lehnt euch.

ayam̐ so agnir yasmin somam indras sutaṃ dadhe jaṭhare vāvaśānaḥ |

Dies ist jener Agni, in dessen Bauch Indra den gepressten Soma barg, brüllend [?] (begierig);

sahasriṇaṃ vājam atyaṃ na saptim̐ sasavān san stūyase jātavedaḥ ‖

nachdem du einen tausendfachen Gewinn erlangt hast wie ein Rennpferd, wirst du gepriesen, Jātavedas.

agne divo arṇam acchā jigāsy acchā devām̐ ūciṣe dhiṣṇyā ye |

Agni, zur Flut des Himmels gehst du hin; zu den Göttern hast du gesprochen, den Dhiṣṇya-Feuern, die

yās tvāvastād upatiṣṭhanta āpo yā vā paro rocane sūryasya ‖

die Wasser, die unterhalb zu dir herantreten, oder die jenseits im Lichtraum der Sonne.

agne yat te divi varcaḥ pṛthivyāṃ yat parvateṣv oṣadhīṣv apsu |

Agni, der Glanz, den du im Himmel hast, auf der Erde, in den Bergen, den Pflanzen, den Wassern,

yenāntarikṣam urv ātatantha tveṣas sa bhānur arṇavo nṛcakṣāḥ ‖

mit dem du den weiten Luftraum ausgespannt hast: jener Strahl ist flammend, flutend, männerschauend.

purīṣyāso agnayaḥ pravaṇena sajoṣasaḥ |

Die im Erdreich wohnenden Feuer, mit dem Abhang einträchtig,

juṣantām̐ havyam āhutam anamīvā iṣo mahīḥ ‖

sollen die dargebrachte Opfergabe genießen, die krankheitsfreien großen Labungen.

iḍām agne purudam̐sam̐ saniṃ goś śaśvattamam̐ havamānāya sādha |

Iḍā, Agni, die vielwirkende, den Gewinn an Rindern, den immerwährenden, gewähre dem Rufenden.

syān nas sūnus tanayo vijāvāgne sā te sumatir bhūtv asme ‖

Möge uns ein Sohn, ein Nachkomme, ein zeugungskräftiger sein; Agni, deine Gunst möge bei uns sein.

ayaṃ te yonir ṛtviyo yato jāto arocathāḥ |

Dies ist dein rechtzeitiger Schoß, aus dem du geboren erstrahlt bist;

taṃ jānann agna āroha tato no vardhayā rayim ‖

dies erkennend, Agni, steige auf; von da mehre uns den Reichtum.

tayā devatayāṅgirasvad dhruvā sīda

Mit dieser Gottheit setze dich nach Art der Aṅgiras fest.

tayā deva tayāṅgirasvad dhruvā sīda ‖

Mit dieser, Gott, mit dieser setze dich nach Art der Aṅgiras fest.

samitam̐ saṃkalpethām̐ saṃpriyau rociṣṇū sumanasyamānau |

Einig vereint euch beide, einander lieb, leuchtend, wohlgesinnt,

iṣam ūrjam abhi saṃvasānau ‖

auf Labung und Kraft zusammen wohnend.

saṃ vāṃ manām̐si saṃ vratā sam u cittāny ākaram |

Eure Sinne, eure Gelübde, eure Gedanken habe ich vereinigt.

agne purīṣyādhipā bhava tvaṃ na iṣam ūrjaṃ yajamānāya dhehi ‖

Agni, sei Oberherr im Erdreich; verleihe du uns, dem Opferherrn, Labung und Kraft.

agne tvaṃ purīṣyo rayimān puṣṭimām̐ asi |

Agni, du bist im Erdreich wohnend, reich an Besitz, reich an Gedeihen.

śivāḥ kṛtvā diśas sarvās svaṃ yonim ihāsadaḥ ‖

Alle Himmelsrichtungen gnädig gemacht, hast du dich hier in deinen eigenen Schoß gesetzt.

bhavataṃ nas samanasau samokasā arepasau |

Seid uns einmütig, gleichen Sitzes, fleckenlos, ihr beiden;

mā him̐siṣṭaṃ yajñapatiṃ mā yajñaṃ jātavedasau

schädigt nicht den Herrn des Opfers, nicht das Opfer, ihr beiden Jātavedas;

māteva putraṃ pṛthivī purīṣyam agnim̐ sve yonā abhār ukhā |

Wie eine Mutter den Sohn hat die Erde den im Erdreich wohnenden Agni in ihrem eigenen Schoß getragen, [wie] der Topf (ukhā) [?].

tāṃ viśve devā ṛtubhis saṃvidānāḥ prajāpatir viśvakarmā vimuñcatu ‖

Sie sollen alle Götter, mit den Jahreszeiten einig, Prajāpati Viśvakarman, lösen [?].